Alte Drucke

 


 363. Albertus Magnus. Paradisus Animae, siue de Virtutibus Libellus ... Nunc primum ad varia M.S. exemplaria emendatus ... In fine verso adiectus est D. Anselmi Cantuariensis Archiepisc. Tractatus ... Opera ac Studio R. P  Henrici Somalii. Antwerpen, Joh. Moretum, 1602. 8°. 345 Seiten, 1 Bl. Errata. Flexibler Pergamentband. (Schließbänder fehlen). (66)

* Vergl. dazu Exemplar in der Bayerischen Staatsbibliothek München mit der Signatur P.lat 17. Zustand: Notiz auf erstem Vorsatzblatt. Stempel auf Titel. Innen papierbedingt gebräunt und fleckig, Papierränder mit kleinen Fehlstellen. Einband etwas angestaubt und fleckig.                80,00

 

 

 364. Architektur. Barozzio da Vignola, Giacomo. Architettura cioe regola delli cinque Ordini didea Architettura vavata delle magnifiche fabriche di Roma Opera ... Rom, Mercante, 1753. 8°. Mit Porträt als Frontispiz, Titel in rot und schwarz mit Vignette, 2 Textblätter und 45 Kupfertafeln. Gebräunter Pergamentband. (66)

* Vergl. dazu Brunet V, S. 1219 und Graesse 7, S. 314 Rom beide ohne Nennung dieser Ausgabe. Zustand: Innen gebräunt und fleckig zum Teil stärker. Vorsatzblatt mit Anmerkungen und Notizen. Der Einband ist berieben, fleckig und an den Ecken bestoßen.                150,00

 

 

 365. Aristoteles. De republica, qui politicorum dicuntur, libri VIII. à Ioachimo Perionio Cormoeriace no nuper latinitate donati ... Accesserut eiusdem Perionij in eosdem libros observationes ... Basel, (Oporinus), 1544. 8°. 8 Bll., 600 Seiten, 21, 11 Bll. Pergamentband mit zwei Schließbändern. (66)

* Vergl. dazu VD16 ZV 709. Interessante Ausgabe des griechischen Philosophen Aristoteles (384 - 322 v. Chr.) zur Staatstheorie und Politik. Enthalten ist auch ein kurzer Beitrag von Johannes Philoponus: "Aristotelis vita". Zustand: Exlibris auf Vorsatz. Buchblock lose. Innen gebräunt, randig, wenig fleckig und mit wenigen handschriftlichen Notizen. Textseiten gewellt. Im weißen Rand durchgehend mit Wurmspuren. Wenige Seiten mit Defekten. Einband angestaubt, fleckig und Rückdeckel mit Defekte. Seltene Ausgabe.                60,00

 

 

 366. Augustinus, Aurelius. De civitate dei cum commento (Mit Kommentar von Thomas Waleys und Nicolaus Trivet). Freiburg i.Br., [Kilian Fischer], 1494. Folio. Got. Type. 2 Spalten (Text von Kommentar umgeben) mit 54 bzw. 63 Zeilen. 256 Bll. Angebunden: Derselbe. De trinitate. [Freiburg i.Br., Kilian Fischer], 1494. Got. Type. 2 Spalten mit je 54 Zeilen. 80 unn. Bll. Schweinslederband über Holzdeckeln mit zwei Schließen. (66)

 

* Ad I: Vergl. dazu GW 2890; Hain / Copinger 2068; BMC III, 695 (IB. 14206); Goff A 1246; BSB.Ink A-864. Hauptwerk des Kirchenvaters Augustinus. Die erste bei Kilian Fischer gedruckte Ausgabe von "De civitate dei", die auch der erste datierte Freiburger Druck überhaupt ist. "Augustin schrieb De civitate Dei, um von der heidnischen Partei nach der Einnahme Roms durch die Westgoten (410) erneuerten Vorwurf zu entkräften, das Christentum trage - wegen der Verdrängung der alten Götter - die Schuld am Verfall des römischen Staates ... Mit De civitate Dei gelangt die Apologetik des christlichen Altertums zu ihrem Abschluß. Das Werk als rein apologetisch einzustufen, verbietet freilich die besonders im zweiten Teil hervortretende umfassende Interpretation der Geschichte als Heils- oder Unheilsgeschichte. Diese Deutung, die das Geschichtsbild des ganzen Mittelalters prägte u. bis in die Neuzeit hinein immer wieder die Geschichts-spekulation beeinflusste, hebt De civitate Dei weit über das situationsbedingte, apologetische Motiv der Abfassung hinaus ... Die großen Symbole dieses Werkes haben das Denken und die Phantasie von Jahrhunderts stark beeinflußt. Es enthält die erste konsequent durchgeführte Geschichtsphilosophie: eine Philosophie der Weltgeschichte vom Standpunkt der Offenbarung aus." (KLL) Ad II: Vergl. dazu GW 2929; Hain / Copinger 2040; BMC III, 695 (IA. 14207); Goff A 1346; BSB-Ink. A-880. "De trinitate stellt Augustins dogmatisches Hauptwerk dar. Doch obwohl sein Interesse hier durchaus theologischer Natur ist, enthält die Schrift zugleich die meisten seiner systematischen Lehren über die Seele: sie kann ohne weiteres als ein philosophischer Traktat über die Seele gelesen werden." (KLL) Zustand: Innendeckel mit Wurmspuren. Name und Stempel auf Titel des ersten Teils.Innen etwas gebräunt und fleckig, teilweise stärker und durchgehend mit Wurmspuren (am Anfang stärker). Letztes Blatt mit Defekten. Einband angestaubt, fleckig, bestoßen und mit Wurmspuren. Eine Schließe ist defekt. Rücken mit Titel von alter Hand auf verblichenem Etikett. Seltene breitrandige Ausgabe.                3.000,00

 

 

 367. Barclai. Barclay, Johann. Paraenesis ad sectarios, Excellentissimi atque illustrissimi Georgii e comitibus Fekete ... Tyrnau, Mense, 1775. 8°. 15 Bll., 356 Seiten, 7 Bll. Brauner Lederband der Zeit mit Rückenvergoldung und 2 Rückenschildchen. (66)

* Vergl. dazu Lexikon der Weltliteratur S. 116 und zum Verfasser Dt. National Bibl. Der Verfasser (1582 - 1621) war neulateinischer Dichter, sein Pseudonym war "Euphormio". Zustand: Exlibris auf Vorsatzblatt verso. Name auf Titel, innen papierbedingt gebräunt. Einband berieben und bestoßen, am Rücken defekt.                50,00

 

 

 368. Der Fürstlichen Bayrischen Landßordnung weitere erclerung / sambt etlichen von newem daran gehengten / und zu anstellung guter löblicher Policey dienstlichen satzungen. München, Adam Berg, 1578. 4°. Mit einem Titelholzschnitt und vielen Holzschnittinitialen im Text. XLIX numm. Bll., 3 unn. Bll. Blindgeprägter Schweinslederband mit zwei Schließbändern. (66)

* Vergl. dazu VD16 B 1036. Im Jahr 1578 erschienen zwei Drucke der Bayrischen Landsordnung, (der andere hat nur XXXV Bll.). Der Titelholzschnitt zeigt das Wappen Herzog Albrecht V. Der Text ist in Rot und Schwarz gedruckt und hat schöne mit Ornamenten verzierte Initialen. Zustand: Es fehlt Blatt VII. Exlibris auf Innendeckel. Vorsatz erneuert. Der abgeschnittene Name am unteren Rand des Titels wurde mit weißem Papier angerändert. Innen etwas gebräunt und fleckig, mit wenigen Notizen von alter Hand. Wenige Blätter mit teils reparierten Defekten. Bl. VIII mit repariertem Einriss. Einband angestaubt, etwas fleckig und bestoßen, mit handschriftlicher Notiz.                120,00

 

 

 369. Beda Venerabilis. Ecclesiasticae historiae gentis Anglorum Libri quinque diligenti studio à mendis, quibus hactenus scatebant, vindicati. Antwerpen, Johannes Grauius, 1550. 4°. Mit 2 kleinen Holzschnitt - Druckermarken. 3 Bll. (inkl. Titel), 1 Bl. weiß, 263 Seiten, 6 Bll. Angebunden: Grudius, Nicolaus. Apotheosis illustris ac verè Magnanimi Herois, Domini Maximyliani ab Aegmonda, Comitis Burani ... Accessit Epitaphium eiusdem Comitis Burani, Autore Gasparo Schaetto. Antwerpen, Diesthemius, 1549. 10 Bll. Brauner blindgeprägter Lederband. (66)

* Ad I: Vergl. dazu Exemplar in der Bayerischen Staatsbibliothek mit der Signatur 037/2 Th H 22; Graesse I, 321; Jöcher I, 905 f. Der angelsächsische Benediktiner und Geschichtsschreiber Beda Venerabilis (Beda der Ehrwürdige, um 673 - 735) war Priester in Newcastle upon Tyne und einer der bedeutendsten Gelehrten des Frühmittelalters. Bedas in Latein geschriebene Kirchengeschichte des englischen Volkes ist eines der bedeutsamsten Quellen zur angelsächsischen Geschichte, die beginnend von der Eroberung durch Caesar bis zum Jahr 731 reicht. Er schildert darin nicht nur die Kirchengeschichte sondern auch die Entwicklung der verschiedenen angelsächsischen Königreiche. Das Werk wurde zum Vorbild für zahlreiche Universalchroniken des Mittelalters. Ad II: Jöcher III, 912 f. Der niederländische humanistische Dichter Nicolaus Grudius (1504 - 1570 oder 1571) war erfolgreich in verschiedenen Stellungen in der burgundisch - habsburgischen Verwaltung tätig. Zustand: Zwei Exlibris und Notizen von alter Hand auf Innendeckel. Vorsätze fehlen. Wenige Seiten falsch paginiert. Innen etwas gebräunt und vereinzelt fleckig. Schließen fehlen. Einband wenig bestoßen. Rücken oben mit reparierten Defekten.                180,00

 

 

 370. Birgitta von Schweden. Revelationes S. Brigittae olim a card. Tur- recremata recognitae. Nunc a Consalvo Duranto a Sancto Angelo in vado ... Locis etiam quampurimis ex Manuscriptis Codicibus restitutis, ac emendatis. Antwerpen, Keerberg, 1611. Fol. Mit einer Titelvignette (die Heilige kniend vor dem Kruzifix) und einer ganzseitigen Kupfertafel der Heiligen von Petrus de Jode, gestochen von Wilhelm de Ham. 18 Bll. (incl. Titel in Rot und Schwarz), 747 Seiten, 30 Bll. Register. Blindgeprägter Schweinslederband der Zeit über Holzdeckel mit Medaillon auf dem Deckel. (Die Schließen fehlen) (66)

* Vergl. dazu Staatsbibliothek Bamberg (Sigel 22) und Graesse I, S. 430 mit Erwähnung dieser Ausgabe. Bedeutendes Werk, das die Visionen und Offenbarungen der großen schwedischen Mystikerin (1303 - 1373) beschreibt. Zustand: Titelblatt mit Anmerkungen und Notizen. Die Ausgabe ist durchgehend stark gebräunt, fleckig und randig mit vereinzelten Anstreichungen und Tintenfleckchen. Vorsatzblätter erneuert. Der schöne Einband ist berieben und bestoßen.                450,00

 

 

371. Boileau Despréaux. Oeuvres. Imprimé par Ordre du Roi pour l'éducation de Monsiegneur le Dauphin. 3 Bände. Paris, Didot L'Aîné, 1788. 12°. Mit 1 gestochenen Frontispiz. Schwarze Maroquinbände mit reicher Goldverzierung, goldgeprägtem Titeldruck auf Rücken und Innenkantenvergoldung. Dreikantgoldschnitt. In neuer blauer Leinenkassette mit Rückenschildchen. (66)

* Vergl. dazu Exemplare der Bayerischen Staatsbibliothek, Signaturen P.o.gall 273 c - 1 bis 3; Graesse I, 472; Brunet I, 1060. Geschätzte Ausgabe in prachtvollen Einbänden. Eines von 500 Exemplaren auf Vélin - Papier, die auf Anordnung des Königs für die Erziehung des Dauphins gedruckt wurde. Aus der Reihe "Collection des Auteurs Classiques Françaises et Latins". Die Einbände wurde von Capé gefertigt. Die Deckel und Rücken sind mit vielen goldgeprägten kleinen Buchstaben "L" mit Krone und kleinen Lilien - Wappen verziert. Auf dem Vorder- und Rückdeckel ist in der Mitte jeweils ein größeres goldgeprägtes Wappen des Dauphins(?). Der französische Autor und Satiriker Nicolas Boileau oder Boileau Despréaux (1636 - 1711) galt einst als "enfant terrible" des Pariser Literaturbetriebes und wurde später von Ludwig XIV. zum Hofchronisten ernannt. Zustand: Jeweils Exlibris auf Innendeckel. Innen leicht gebräunt und vereinzelt fleckig. Prachtvolle Ausgabe in dekorativen Einbänden.                180,00

 

 

 372. Bonifatius VIII. Liber sextus Decretalium. / Clemens V. Constitutiones. 2 Teile in einem Band. Venedig, Nicolaus Jenson, 23. und 24. 11. 1479. Folio. Mit vielen farbigen Initialen. 121 Bll. (letztes Bl. weiß fehlt), 1 Bl. weiß, 67 Bll. Lederband unter Verwendung eines alten Manuskriptblattes. (66)

* Vergl. dazu GW 4864; Hain - Copinger 3598; BMC V, 180; BSB-Ink. 711. Seltenes Werk, das aus zwei separat herausgebenen Teilen besteht und hier in einem prachtvollen mehrspaltigen venezianischen Druck vorliegt. Der erste Teil enthält den Zusatz von Bonifaz VIII. (1235 - 1303) zu den Dekretalen Gregors IX., der mit der Glosse des Johannes Andreae versehen ist. Der Liber Sextus wurde auf Weisung von Bonifaz VIII. verfasst und 1298 in Kraft gesetzt. Bonifaz betrachtete diese Zusammenstellung als 6. Buch in der Folge der Gregorianischen Sammlung (5 Bücher). Am Anfang des Werkes ist Johannes Andreaes "Super arboribus consaguenitatis et affinitatis". In unserem Exemplar sind die zwei "Bäume" farbig eingemalt (Ein Baum mit reparierter Fehlstelle). Angeschlossen sind 88 Rechtsregeln von Bonifaz. Mit Widmungsbrief an Alexander de Nevo hrsg. von Francesco Moneliensis. Einige Exemplare haben auf Blatt a5 eine Prachtinitiale, die in unserer Ausgabe nicht ausgeführt wurde. Der seltenere zweite Teil enthält die erstmals 1460 erschienenen Constitutiones Papst Clemens V. (1250 - 1314), die meist als Clementinae benannt wurden. Sie umfassen eine um einige Dekretalen vermehrte Sammlung der Dekrete des Konzils von Vienne. Die Constitutiones geben eine Zusammenstellung der kirchenrechtlichen Regelungen des Pontifikates von Clemens V. An das Werk schließt sich "Dekretales extravagantes communes selectae" an. Johannes Andreae (um 1270 - 1348) war ein bedeutender italienischer Rechtsgelehrter. Auf dem Blatt h8 verso und dem letzten Vorsatz ist ein Register von alter Hand. Schöner mehrspaltiger Druck mit vielen Initialen in Rot und Blau und Rubrizierungen. Zustand: Exlibris und mehrere Etikette auf Innendeckel und Vorsatz. Riss zwischen Innendeckel und Vorsatz geklebt. Innen etwas gebräunt und fleckig, teilweise stärker. Wenige Seiten mit teils reparierten Defekten bzw. Wurmspuren. Mit wenigen Notizen von alter Hand und jede Seite ist mit einer Überschrift von alter Hand versehen. Der Einband ist stark angestaubt, fleckig und etwas bestoßen. Rücken stark beschabt. Deckel mit Wurmspuren. Sehr seltene Ausgabe mit den zwei Teilen.                3.000,00

 

 

 373. Botero, Johannes. Allgemeine historische Weltbeschreibung. In 4 Büchern abgeteilt ... In die Hochteutsche Sprache übersetzt durch Aegidius Albertinus. München, Nic. Henricus für Ant. Hierat, 1612. Fol. Ohne die 5 Kupferkarten. 10 Blatt (incl. Titel, Vorrede und Register), 471 Seiten, 1 Bll. Neuer Halblederband des 20. Jh. (66)

* 2. deutsche Ausgabe von Boteros "Relationi universali". Die Bände gliedern sich in die Abschnitte: I. Die alte Welt; II. + III. Die Potentaten und Weltreligionen; IV. Aberglauben der Völker der neuen Welt. Es fehlen die Karten von Asien, Nordamerika, Afrika und Europa. Zustand: Exlibris im Innendeckel. 1. Vorsatzblatt mit altem Papier erneuert. Kleiner Stempel auf letztem Blatt recto. Innen papierbedingt leicht gebräunt und vereinzelt mit kleinen Defekten.                90,00

 

 

374. (Bourgoing de Villfore, J. F.) Les vies des ss. pères des deserts, et des saintes solitaires d'orient et d'occident. 4 Bände. Amsterdam, Brunel, 1714. 8°. Mit insgesamt 4 Frontispizen, 290 Kupfertafeln von G. Schouten, davon 6 gefaltet, und Vignetten im Text. Lederbände mit Goldverzierung. (66)

* Barbier IV, 1030; Graesse VII, 309. Umfassende Geschichte der Eremiten. Die Kupfer sind ikonographisch wegen der Attribute der zahlreichen Heiligen interessant. Die Vorder- und Rückdeckel sind mit je einer goldverzierten Wappendarstellung geschmückt. Zustand: Exlbris, Name und Notiz auf Vorsätzen. Innen gebräunt, fleckig und mit wenigen Notizen von alter Hand. Paginierung im 1. Band springt von 311 auf 318. Vereinzelt mit kleinen Defekten und Läsuren. Die Tafeln sind teilweise nummeriert, auch hier springt die Zählung, so dass die Ausgabe komplett sein müsste (?), eine Reklamation kann daraus nicht hergeleitet werden. Einbände stark berieben und bestoßen. Rücken defekt. Ausgabe mit schönen Illustrationen.                50,00

 

 

 375. (Burcardus aus Biberach). Chronicum Abdatis Urspergensis, continens historiam rerum memorabilium, a nino assytriorum rege ad tempora Friderici II. ... Paraleipomena rerum memorabilium, a Friderico II, usque ad Carolum V. Augustum ... 2 Teile in 1 Band. Straßburg, 0Mylius, 15(38) - 1540. Mit 104 schwargrundierten Porträt - Medaillon und vielen Holzschnitt - Initialen im Text. 2 Druckermarken auf Titel. 4 Bll., CCLXXXIX (recte 339); 1 Bl., CLXXXIII Seiten, 1 Bl. Druckermarke am Ende. Angebunden: Pantaleon, Heinrich. Chronographia Ecclesiae Christianae, qua dilucide patrum et Doctorum excellentium ordo ... Basel, Brylinger, 1551. Mit Holzschnitt - Druckermarke auf Titel. 5 Bll., 148 (pag. 157) Seiten. Folio. Restaurierter flexibler Pergamentumschlag mit altersbedingten Flecken und handschriftlichem Rückentitel - materialbedingt verzogen. (66)

* Zu I: Vergl. dazu VD 16, B 9802. Adams C 2519 (hier unter Conrad von Lichtenau) Zweiter Straßburger Druck der berühmten mittelalterlichen Weltchronik, die zu Beginn des 13. Jahrh. entstand und auf viele, heute zumeist verlorengegangenen Quellen zurück geht. Den I. Teil bis zum Jahre 1125 verfasste Ekkehard von Aura, die Fortsetzung bis 1225 Burchard von Ursbert, den Zeitraum 1226 - 1229 Konrad von Lichtenau, der Nachfolger Burchards als Probst der Abtei Ursberg. Der letzte Abschnitt bis 1537 von dem Straßburger Reformator Kaspar Hedio (1494 - 1552). Er enthält interessante Ausführungen zu den Themen Reformation, Pest, Syphilis etc. Am Schluß der Paralipomena eine Liste der Quellen auf die sich Hedios Fortsetztungsteil stüzt, die Vorrede hier stammt von Philipp Melanchthon. Zu. II: 2. Ausgabe. "Die Beschäftigung mit den Kirchenvätern" brachte den Verfasser auf den Gedanken, eine "Chronographia Eccleciae Chrisrianae" (1550, 1551, 1568) zu schreiben, d. h. eine Tabelle der Kirchengeschichte, welche die Kaiser, die großen Theologen, die Secten und Orden, die Concile und die Päpste in Columen nebeneinander stellt". (vergl. dazu ADB XXV, 130) Zustand: Druck auf getöntem Papier. Innen fleckig, an den Ränder vereinzelt kleine Fehlstellen, Anstreichungen, Notizen und Randbemerkungen. Titelblätter mit handschriftlichen Vermerken und Zahlen. Gesuchtes Werk, bzw. Quelle zur staufischen Kaisergeschichte.                450,00

 

 

 376. Canisius, Petrus. De Maria Virgine incomparabili, et dei genitrice sacrosancta, libri quinque ... Ingolstadt, D. Sartorius, 1677. Fol. Mit Titelbordüre und 12 blattgroßen Textholzschnitten, einige davon wiederholt, und 1 Textvignette. 17 Bll. incl. Titel, 780 Seiten, 18 Bll., Index. Blindgeprägter defekter brauner Lederband über Holzdeckel. (Schließen fehlen) (66)

* Vergl. dazu VD 16, C 710. Erster Druck dieses Marioloschen Großwerks des bedeutenden Jesuitenpaters Canisius. Er verfasste außerdem noch ein Werk über Johannes den Täufer. Beide Werke waren Auftragsarbeiten von Papst Pius V. Sie dienten als Widerlegung zu den protestantischen "Magdeburger Centurien". Er wurde 1550 zum Rektor der Universität Ingolstadt ernannt, hier begann auch seine gegenreformatorische Wirksamkeit. Zustand: Exlibris im Innendeckel. Titelblatt mit Notizen und mehrfach gestempelt. Innen papierbedingt stark gebräunt, fleckig und mit Unterstreichungen bzw. Anmerkungen. Vorderer Buchdeckel und am Anfang mit einigen Wurmspuren. Einband etwas bestoßen und mit reparierten Defekten. Die Schließen fehlen.                300,00

 

 

377. Cicero, Marcus Tullius. Epistolarum ad Atticum Libri XVI. In duos Tomos distributi, quibus accedunt Epistolae ad Fratrem & ad Brutum & T. Pomponii vita ex Cornelio Nepote. Cum argumentis ad singulos libros, selectis variantibus lectionibus ... 2 Bände in einem Band. Padua, J. Manfrè, 1742. Kl.- 8°. Titel, 1 Bl. Index, 360; Titel, 1 Bl. Index, 348 Seiten. Blindgeprägter brauner Lederband der Zeit mit Blütenbaum auf den Deckeln und Spuren von Vergoldung. Dreikantgoldschnitt. (66)

* Die Atticus Briefe bilden wegen ihres intimen Charakters das Kernstück von Ciceros Korrespondenz. Seine Briefe sind von unschätzbarem Wert als Quelle des politischen Geschehens der ausgehenden Republik. Seine Briefe haben noch heute dieselbe Bewunderung wie in der Zeit der Renaissance, als sie nach ihrer Wiederentdeckung durch Petrarca und Salutato, das "familiariter scribere" zu einem Leitbild der Selbstäußerung werden ließen. Zustand: Exlibris und Name auf Vorsatz. Name auf Titel. Innen leicht gebräunt und fleckig. Der Einband ist berieben und bestoßen. Dekorativer Einband.                90,00

 

 

 378. (Columna, Guido de). Ein hübsche histori von(n) der künigcklichen stat troy wie Si zerstorett wart. (Übersetzt von  H. Mair). Straßburg, Joh. Knobloch, 1510. 4°. Mit einem Holzschnitttitelblatt und 113, sich teilweise wiederholenden, zusammengesetzten Textholzschnitten. XCIII [recte 95] nummerierte Bll. Neuer Holzdeckelband mit Lederrücken. (66)

* Vergl. dazu VD16 H 5680 bzw. den bibliographischen Nachweisen bei Ritter Pepertorium 1172 und Schmidt (Knobloch) 67, und Goedeke I, 372, 6,6 und Muther 1518. Das vorliegende Exemplar ist die 11. deutsche Ausgabe, die zweite, die im 16. Jahrhundert gedruckt worden ist, noch mit den Holzschnitten Kistlers von 1499 illustriert. Von der Übersetzung Hans Mairs sind drei Varianten bekannt, diese stammt ursprünglich aus dem Jahr 1391 und erschien 1494 erstmals in gedruckter Form. Der große Titelholzschnitt mit der Erstürmung und der Zerstörung der Stadt Troja ist vermutlich für den Druck der vorliegenden Ausgabe hergestellt worden. Die Textholzschnitte stammen aus Kistlers Troja - Ausgabe und seinem Straßburger Druck "Montevilla" [dazu Hain Copinger 10651 und Schramm; Straßburger Drucker, Teil 2 (Bilderschmuck 20), Tafel 1931], sie [die Textholzschnitte] wurden zumeist seitlich beschnitten, bzw. durch zusätzliche ornamentale Leisten an den Seiten dem Satzspiegel angepasst. Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Innen gebräunt und fleckig, teilweise braun- und fingerfleckig. Im Text mit Buntstiftanstreichungen, wenigen Anmerkungen und Notizen. Zum Teil leicht wasserrandig mit kleinen Randläsuren (Defekten) und Wurmspuren. Seltene und gesuchte Ausgabe.                3.000,00

 

 

 379. Constitutiones et decreta synodalia civitatis et dioecesis Constantien(sis), in Ecclesia cathedrali Constantien(sis). Kalendis septembris & Sequentibus diebus, Anno ... M.D.LXVII. statuta, edita & promulgata, praesidente ... Marco Stitico ... (Dillingen, S. Mayer, 1569). 4°. Mit 2 Wappenholzschnitten auf Titel, verso 3 Holzschnitte mit christlichen Darstellungen und Holzschnittinitialen im Text. 8 Bll. (incl. Titel), 288 numm. Bll., 2 Bll. Blindgeprägter Schweinslederband der Zeit mit 2 Messingschließen. (66)

* Vergl. dazu VD 16, K 2014. Erste Ausgabe der Beschlüsse der unter dem Konstanzer Bischof Marx Sittich Graf von Hohenems 1657 abgehaltenen Diözesansynode. Zustand: Exlibris und Name auf Innendeckel, Name auf Titel. Innen papierbedingt gebräunt, mit Unterstreichungen und Randnotizen, Blatt 44 mit einer altrestaurierten Fehlstelle am Rand unten. Einband bestoßen, und am Rücken unten sachgerecht restauriert.                120,00

 

 

 380. Diana, Antonio. Practicae resolutiones lectissimorum casuum. Editio ultima. Quinta parte auctior ... Antwerpen, (Meursius, 1641). 16°. 589 Seiten, 17 Bll. Schweinslederband. (Schließbänder fehlen) (66)

* Vergl. dazu Exemplar der Bayerischen Staatsbibliothek München Signatur 037/Th S 2544. Antonino Diana (1585 - um 1663) war ein katholischer Moraltheologie und Berater des Heiligen Amtes des Königreichs Siziliens. Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Vorsätze mit Notizen von alter Hand. Buchblock etwas gelockert. Titel mit repariertem Eckabriss und Leimschatten. Innen gebräunt, etwas fleckig, teilweise randig. Wenige Seiten mit Defekten, letzte Blätter mit Wurmspuren. Einband angestaubt, bestoßen, beschabt und etwas fleckig.                50,00

 

 

 381. Dionysius Carthusianus. Insigne commentariorum opus, in psalmos omnes Davidicos. Quos ispe multiplici sensu, quantum firi potuit, nempe Literaturi ... Accedit eiusdem in matutinalia VII. ... Aedito prima, cum tabulis aliquot Christiano lectori summopere necessariis, atque incundis. Köln, P. Quentell, 1531. Folio. Mit einem Titelholzschnitt (Wappen des Erzbischofs Erardus de Marka) und vielen zum  Teil auch größeren Holzschnittinitialen, davon sind einige Altkoloriert. 4 Bll., 310; 47, num. Bll., 1 Bl. Defekter leicht blindgeprägter Schweinslederband über Holzdeckel. Schließen fehlen. (66)

* Vergl. dazu VD 16,D 1922. Erste Ausgabe dieser Bearbeitung. Zustand: Im Innendeckel eingeklebter Artikel eines Werkes von D. A. Mougel über die Werke von Dionysius , im Deckel hinten eingeklebte Illustrationen. Auf dem Vorsatzblatt kleine runde Abbildung des Dionysius; Verso ein Exlibris. Titelblatt mit Notizen, so auch auf den Textseiten. Innen gebräunt und durchgehend mit Wurmgängen zum Ende hin stärker, dadurch teilweise auch etwas Buchstabenverlust. Papierränder mit kleinen defekten. Der Einband ist an den Kanten durch Wurmfraß stärker defekt, vordere Buchdeckel mit einer größeren Fehlstelle im Schweinsleder.                180,00

 

 

 382. Einband. Salzburger Fürsterzbischof Hieronymus Colloredo. Zwei hellbraune Kalbledereinbände um 1783 mit reicher floraler Vergoldung und goldgeprägten Wappensupralibros des Fürsterzbischofs auf Vorder- und Rückdeckel und Blumenprägungen auf dem Rücken. Dreikantgoldschnnitt. (66)

* Inhalt: Cicero, M. Tulli. Opera ad optimas editiones collata praemittitur vita ex Plutarchi Graeco Latine reddita ... studiis Societatis Bipontinae. Editio accurata. Band 1 + 2 [von 13]. Zweibrücken, Topographische Ges., 1780. 8°. Mit 2 gestochenen Porträts als Titelvignette. Zustand: Die schönen Einbände sind leicht berieben, Vorsatzblätter erneuert. Innen leicht gebräunt und fleckig. Am Rücken sachgerecht kaum sichtbar restauriert. Die Vergoldung ist besonders an der Rändern etwas nachgedunkelt. Schöne Einbände.                120,00

 

 

 383. Erasmus von Rotterdam. Chiliades adagiorum. Opus integrum et persectum ... locupletatum & recognitum, quems admodum in extremis conatibus autoriuisum est. Acceßit indicibus antiquis in hac impreßione nouus & tertius, qui non modo uarias dictiones cum Graecas tum Latinas uerumetiam historias & fabulas copiose ... Köln, J. Gymnich, 1548. Folio. Mit Holzschnitvignette auf Titel. 54 unn. Bll. (inkl. Titel), 874 Seiten. Blindgeprägter Schweinslederband über Holzdeckeln. (Schließen fehlen) (66)

* Umfangreiche Sammlung und Kommentierung von antiken Sprichwörtern, Redewendungen und Redensarten. Das Werk erfreute sich großer Beliebtheit und erschien in einer Vielzahl von Ausgaben. Erasmus von Rotterdam (1466 - 1536?) war ein bekannter Theologie und Schriftsteller, der viele Schriften überwiegend in Latein und Griechisch verfasst hat. Zustand: Innen gebräunt und etwas fleckig, teilweise randig und mit einigen Notizen von alter Hand. Wenige Bll. mit Defekten bzw. Wurmspuren. Einband stark angestaubt, fleckig, etwas bestoßen und mit Defekten.                150,00

 

 

384. Erasmus von Rotterdam. Desiderii Erasmi Roterodami, Paraphrases omnes in Novum Testamentum. Editio nova accuratior et emendatior. Leiden, P. Vander AA, 1706. Fol. Mit einer gestochenen Titelvignette und 2 gefalteten Tafeln. 3 Bll. weiß, Vortitel, Titel in rot und schwarz, 4 Bll. Lectori, 1198 Spalten, 3 Bll. weiß. Originaler brauner Lederband mit Rückenvergoldung und Rückenschild. (66)

* Ausgabe mit den 2 Tafeln: Porträt Erasmus von Rotterdam und dem Denkmal, mit Hafenanlage im Hintergrund und Stadtsilhoutte von Rotterdam. Zustand: Innen papierbedingt stärker gebräunt und fleckig, wenige Seiten mit kleinen Einrissen und Fehlstellen. Der Einband ist berieben und bestoßen, an den Gelenken gelockert, das Rückenschild mit kleinen Fehlstellen.                90,00

 

 

 385. Flavius, Josephus. Alle Bücher. Naemlich zwentzig von den Alten geschichten der Juden. Syben vom Jüdischen krieg, und Zerstörung Hierusalem. Zwey wider Appionem Grammaticum, vom Alten Herkumen der Juden. Eins v. Meysterschafft der vernunfft und der Machabeer Martyrung. Item Beschreibung des lebens Flauij Josephi ... Alles durch D. Caspar Hedion verteütscht ... 2 Teile in einem Band. Straßburg, S. Emmel, 1553. Folio. 12 Bll.(incl. Titel in rot und schwarz), 386 (falsch 286) num. Blätter, 18 Bll. Register (das letzte weiß), 12 Bll.(incl. Titel), 183 num. Bll. 8 Bll. Register. Restaurierter blindgeprägter Schweinslederband der Zeit über Holzdeckel. Schließen fehlen. (66)

* Vergl. dazu VD16 J 973. Seltene fünfte Straßburger- Ausgabe in der Übersetzung des Altphilologen, Historikers und Mitbegründers der Reformation in Straßburg, Caspar Hedion; der während der Drucklegung am 17. Oktober 1552 starb, wie der Verleger es auf der Rückseite des Titels mitteilt. Zustand: Exlibris und Notizen im Innendeckel. Vorsatz fehlt. Innen durchgehend stark gebräunt, fleckig, teilweise randig, mit Wurmspuren und mit Randnotizen. Wenige Blätter mit Defekten. Der Einband ist an den Ecken und Kanten bestoßen, am Rücken restauriert, besonders der Vorderdeckel ist stark nachgedunkelt, beide Schließbänder fehlen.                180,00

 

 

 386. Flavius, Josephus. Delle Antichità, e Guerre Giudaiche diviso in vintisette Libri ... Tradotto in Italiano per M. Piletro Lauro Modonese ... 2 Teile in 1 Band. Venedig, Lovisa, 1740. 4°. Mit vielen kleinen und 25 ganzseitigen Textholzschnitten (wiederholend). 12 Bll. (incl. Vortitel und Titel), 544, 291 Seiten. Pergamentband der Zeit mit handschriftlichem Rückentitel. (66)

* Durch die vielen, bis auf das 15. Jahrhundert zurückgehende Holzschnitte bemerkenswerte Ausgabe. Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Name auf Vorsatz und Titel. Im ersten Teil sind die S. 439 - 444 verheftet. Innen teils stärker gebräunt und fleckig, die Seitenränder haben vereinzelt Defekte. Der Einband ist etwas angestaubt und an den Rändern etwas defekt. Der Buchblock ist unten beschriftet. Schön illustrierte Ausgabe.                60,00

 

 

 387. Freher, Paul. Theatrum virorum eruditione clarorum. In quo vitae & scripta Theologorum, Jureconsultorum, Medicorum & Philosophorum ... 3 Abteilungen in 1 Band. Nürnberg, Hofmann, 1688. Fol. Mit gestochenem Titel, ohne die 3 ganzeitigen Porträts und die 82 Kupfertafeln. 4 Bll. (incl. Vortitel, Titel, Vorrede), Part. I.: S. 1 - 722 (rect 732), Part. II.: S. 723 - 1206, Part. III.: S. 1201 - 1562, 8 Bll. Index. (Zwischenbll. bei Part 2 u. 3 fehlen) Originaler Pergamentband mit handschriftlichem Rückentitel. (66)

* Unkomplette Ausgabe, die Kupfertafeln fehlen. Vergl. dazu Brunet II, 1388; Graesse II, 632 und Zischka 134. Das bio-, bibliographische Lexikon enthält ca. 3000 Kurzbiographien europäischer Gelehrter. Zustand: Exlibris und Notizen im Innendeckel. Vorsatzblatt mit Eintragungen. Die Seiten 245 - 278 und 271 - 276 sind in der Nummerierung doppelt. Innen gebräunt, fleckig und etwas randig, einige Seiten durch das Fehlen der Tafeln gelockert.                60,00

 

 

388. Grosez, Joan. Stephano. Heiliges Tag - Buech / Betrachtungen von den lieben Heiligen Gottes / auff alle Tag deß gantzen Jahres hindurch ... Dann in das Hochteutsche übergebracht ... von Bernard Vogl. Zum viertenmal in Truck verfertiget. 3 Teile in 2 Bänden. Augsburg und Dillingen, Bencard, 1705. 8°. Mit 1 gestochenen Frontispiz. 7 Bll. (inkl. Titel), 604 S., 6 Bll.; 600 S., 7 Bll., 168 S. Braune Lederbände mit rotem Rückenschild. (66)

* Vergl. dazu VD18 80154379-001; VD18 80154387-001; VD18 80154395- 001. Beiliegt: Saint - Jure, Jean - Baptiste. Geistlicher Mensch / Eine Beschreibung / von denen Reguln und Belübden Deß Geistlichen Stands ... in die Hochteutsche Mutter - Sprach übersetzt. Durch ... Karl Joseph Reinbrecht ... Band 1 (von 2). Wien, Fievet, 1696. 8°. Mit 1 gest. Frontispiz. 7 Bll. (inkl. Titel), 616 S., 3 Bll. Neuer brauner Lederband mit Blindprägungen auf den Deckeln und zwei Schließen. Vergl. dazu VD17 12:107375Q. Zustand: Stempel und handschriftliche Notizen auf Innendeckeln und Vorsatz. Jeweils Exlibris auf Vorsatz. Innen gebräunt, teilweise stärker und etwas fleckig. Wenige Seiten an den Rändern mit Papier hinterlegt. Die Einbände sind berieben, leicht bestoßen und am Rücken etwas defekt. Schön gebundene Ausgaben.                30,00

 

 

 389. Gualterius, Johannes. (d.i. Jan Gruter) Chronicon chronicorum ecclesiastico - politicum. Ex huius superiorisque aetatis scriptoribus concinnatum; Quo non modo Pontificum, Cardinalium ... Band 1 (von 2). Frankfurt / Main, Aubry, 1614. 8°. Mit Holzschnitt - Druckermarke auf Titel. 8 Bll., 1637 Seiten, 17 Bll. Index. Blindgeprägter Schweinslederband mit Wappensupralibros und Jahreszahl "1615" auf Vorderdeckel. (66)

* Vergl. dazu VD17 12:115989D; ADB 10, 68 ff. Dieses als zweibändige Ausgabe erschienene Werk umfasst eine Kirchengeschichte von Christi Geburt bis zum Jahr 1613. Im gleichen Jahr erfuhr sie durch die zweibändige politische Geschichte eine Fortsetzung. Der Philologe Jan Gruter (1560 - 1627) war Professor der Geschichte in Wittenberg und Heidelberg. Daneben war er Bibliothekar der Bibliotheca Palatina. Zustand: Exlibris auf Innendeckel und Vorsatz. Stempel auf Titel verso. Buchblock etwas gelockert. Innen gebräunt und teilweise wenig fleckig. Eine Lage verheftet. Einband angestaubt, etwas bestoßen. Rücken mit handschriftlichem Titel.                50,00

 

 

 390. Henricus de Segusio (gen. Hostiensis) Summa aurea. Lyon, o. Drucker, 1568. Fol. Titel mit großer Druckermarke und Abbildung auf S. 57 recto "Arbor bigamiae". 456 Seiten, 15 Bll. Index. Blindgeprägter defekter Schweinslederband. (66)

* Vergl. dazu Exemplar in der Bayerischen Staatsbibliothek München mit der Signatur 037/2 KR 107. Seltener Lyoner Druck. Henricus de Segusio (um 1200 - 1271) war Kardinalbischof von Ostia und zu seiner Zeit einer der bedeutsamsten Kanonisten. Er hatte umfassende Kenntnisse im römischen und kanonischen Recht und seine "Summa aurea" zählt zu den bedeutenden Werken der juristischen Literatur des Mittelalters. Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Titelblatt mit Stempel und Notizen, innen ebenfalls mehrfach gestempelt und mit Anmerkungen. Die Ausgabe ist sehr stark gebräunt, fleckig, teilweise randig und hat Fehlstellen an den Rändern und durch Wurmgänge im Text. Zum Ende sind die Seiten durch die Feuchtigkeit stark angegriffen. Die letzten 2 Blätter vom Inhaltsverzeichnis sind defekt, mit Textverlust. Der Einband ist stark angestaubt, bestoßen, fleckig und hat Defekte, besonders am Rückdeckel. Seltene Ausgabe.                40,00

 

 

391. Hittorp, Melchior. (Hrsg.) De divinis Catholicae Ecclesiae Officiis et Mysterliis, varii Vetustorum aliquot ecclesiae patrum ac scriptorum ecclesiasticorum libri, quorum catalogum pagina decimasexta complectitur. Ad Religionis Christianae incrementum, et haeresum nostri temporis Catholicae ecclesiae officiae et ministeriae calumniantium confutationem ... lucem editi partim a mendris repurgati per Melchiorem Hittorpium... Anno 1619. auctarii loco caeteris Bibliothecae ... et tribus libris Gemmae animae ex editione Lipsiensis aucti. Paris, 1624. Folio. Mit Titelvignette. 8 Bll. (incl. Titel in rot u. schwarz), 1452 (recte 1456) Spalten, (Sp. 713 - 716 doppelt), 27 Blatt Index. Angebunden: Bibliothecae  Patrum et Veterum Auctorum Ecclesiasticorum. Tomi Quarti Pars Secunda. Vortitel, 1 Bl., 1146 Spalten, davon Sp. 783 - 792 doppelt gezählt. Brauner Lederband der Zeit. (66)

* Ad I: Vergl. dazu Exemplar in der Staatsbibliothek zu Berlin mit der Signatur 2" Dq 186; ADB 12, 507. Melchior Hittorp (um 1525 - 1584) war deutscher Theologe. Zustand: Exlibris im Innendeckel. Buchblock gelockert. Innen papierbedingt gebräunt, fleckig und mit kleinen Fehlstellen im Papier, teilweise randig und vereinzelt mit Unterstreichungen. Der Einband ist stark berieben, beschabt, bestoßen und hat Fehlstellen an den Ecken und am Rücken. Buchdeckel zwischen dem Buchblock etwas gelockert.                80,00

 

 

 392. Horatius Flaccus, Q. Carmina expurgata. Et accuratis Notis illustrata. Auctore Josepho Juvencio. Bologna, Ex Typographia Instituti Scietiarum, 1792. 8°. Mit kleiner Titelvignette. XXIV, 801 Seiten, 1 Bl. Etwas fleckiger Pergamentband der Zeit. (66)

* Die Ausgabe umfasst folgende Abschnitte: 1. Odarum Liber I - IV; und 2. Satyrarum et Epostolarum. Zustand: Exlibris im Innendeckel und auf Vorsatz. Innen papierbedingt gebräunt und fleckig. Der Einband ist berieben und bestoßen.                40,00

 

 

 393. Isocratis Atheniensis, Oratoris & Philosophi clarissimi, Orationes. Eiusdem uita, ex Plutarcho, Philostrato, & Dionysis Hilcarnaseo. Ioanne Lonicero interprete. Basel, Cratender, 1529. Fol. Mit Titel- Bordüre mogrammiert "HF". 12 Bll. (incl. Titel), 117 recte 118 numm. Blätter, 9 Bll. Index, letztes Bll. mit Druckermarke. Brauner blindgeprägter Lederband über Holzdeckel. Schließen fehlen. (66)

* Vergl. dazu VD 16 I 409. Der Verfasser (436 - 338 v.Chr.) war altgriechischer Rhetoriker. Er war einer der 10 attischen Redner und einflussreicher Rhetoriker seiner Zeit. Durch seine Lehre und seine schriftlichen Arbeiten hat er viele Beiträge zur Erziehung und Rhetorik veröffentlicht. Zum Monogramm "HF", vergl. Nagler III, S. 316, Nr. 7, ohne Angabe der Jahreszahl. Zustand: Exlibris, Namen und Etikett im Innendeckel. Innen stark gebräunt, fleckig, mit Anmerkungen und Notizen. Alle Seiten haben oben Streichung des Namens Lonicero. Der Einband ist bestoßen und hat Fehlstellen durch die fehlenden Schließen.                150,00

 

 

 394. Isselt, Michael v. Paradisus precum ex R. P. F. Ludovici Granatensis spiritualibus opusculis, aliorumque sanctorum Patrum, & Illustrium cum veterum, tum recentium scriptorum concinnatus. Köln, Calenius Erben und Quentel, 1589. 12°. Mit Holzschnitt - Titelvignette. 12 Bll., 602 Seiten, 5 Bll. Brauner Lederband mit Medaillon auf den Deckeln und zwei gedrehten Schließen und gepunztem Dreikantgoldschnitt. (66)

* Vergl. dazu VD16 I 606. Michael von Isselt (gest. 1597) war Prediger in Amersfort, Köln und zuletzt in der katholischen Kolonie Hamburg. Sein umfangreiches schriftstellerisches Werk umfasst auch geschichtliche Titel. Zustand: Notiz von alter Hand auf Innendeckel und Titel. Exlibris auf Vorsatz. Innen gebräunt und vereinzelt fleckig. Wenige Seiten mit kleinen Defekten. Einband etwas bestoßen, die Vergoldung der Medaillon auf den Deckeln ist verblichen, Rücken oben und unten restauriert.                80,00

 

 

395. Jacobus de Voragine. Legenda aurea. Nürnberg, A. Koberger, 2. April 1481. 4°. Mit vielen rot eingemalten Initialen. Bl. II - CLXXXIII (1 unn. Bl. [Inhaltsverzeichnis] am Anfang und Blatt I mit Text fehlen). Neuer Halbpergamentband mit Rückenschildchen. (66)

* Vergl. dazu GW M11245; Copinger 6425; BMC II, 419 (IB. 7212); Goff J 97; BSB-Ink I-80. Schöner zweispaltiger Druck mit durchgehender Rubrizierung. Im Gesamtkatalog lassen sich sechs lateinische Inkunabelausgabe von dieser Legendensammlung aus der Offizin Anton Koberger nachweisen. Erstmalig gab Koberger im Jahr 1478 eine Ausgabe heraus. Durchgehend rubriziert. Der Dominikaner Jacobus de Voragine (um 1229 - 1298) war Erzbischof und veröffentlichte Werke in Kirchenlatein. Er erreichte 1295 einen Friedensschluss im Streit der Ghibellinen und Guelfen in Genua. Sein wichtigstes Werk ist die Legenda aurea, eine berühmte und bekannte Legendensammlung über die Heiligen, die aus unterschiedlichen mündlichen und schriftlichen Quellen über deren Viten stammen. Das Werk erreichte im Mittelalter eine große Verbreitung und zählte zu den meistgelesenen Büchern jener Zeit. Es erlangte auch große Bedeutung für die spätere Literatur und Kunst. Aufgrund des knappen Exkurses über die lombardische Geschichte, gibt es oft auch die Bezeichnung "Historica lombardica". Zustand: Die Blätter CX - CXIII sind verheftet. Exlibris und Etikett auf Innendeckel. Handschriftliche Notizen auf Vorsatz. Innen etwas gebräunt und fleckig, teilweise mit Wurmspuren im weißen Rand. Buchblock oben teilweise knapp beschnitten (einige Blätter mit teilweisem Verlust der Überschriftzeile). Wenige Blätter mit reparierten Defekten bzw. mit Notizen von alter Hand. Letztes Blatt mit hinterlegtem Einriss. Letzter Vorsatz fehlt. Papierbezug des hinteren Innendeckels mit kleinen Defekten. Rücken etwas angestaubt. Seltene Ausgabe.                600,00

 

 

396. Johannes de Tambaco. Consolatoriu[m] theologicu[m]. 27 Zeilen. Gotische Typ. Basel, Johann Amerbach, (14)92. 12°. Mit rot eingemalten Initialen und schwarz eingemalten Randverzierungen. 8 unn. Bll., CIII num. Bll., 1 Bl. weiß. Angebunden: Gerardus de Zutphania. De reformatio[n]e virium anime. (Basel, Johann Amerbach) 1492. Mit ganzseitigem kolorierten Holzschnitt im Text mit Bordüreneinfassung und rot eingemalten Initialen. 27 Zeilen. Gotische Typ. 60 unn. Bll. / Pseudo - Bernardus Claravallensis. Liber meditationu[m] beati Bernardi. [Originaltitel: Meditationes de interiori homine] 26 - 27 Zeilen. Gotische Typ. (Basel, Johann Amerbach) 1492. 31 (statt 32) unn. Bll. Brauner Lederband mit Schließe. (66)

* Ad I: Vergl. dazu GW M14751; Hain / Copinger 15237; BMC III, 754 (IA37353); Goff J 437; BSB-Ink. I-525; NDB 10, 547. Erste datierte Ausgabe. Der Dominikaner Johannes von Dambach (auch Tambaco, 1288 - 1372) erhielt seine wissenschaftliche Ausbildung in Straßburg, Köln (als Schüler von Meister Eckhart) und Paris. 1347 wurde er Professor am Ordenstudium in Prag. "Seine Schrift "De consolatione theologiae", die wie seine Askese überhaupt einen starken stoischen Einschlag verrät, gewann großen Einfluß auf die Frömmigkeit des 14. / 15. Jh. und auf die für das Spätmittelalter so typische Trostbuchliteratur." (NDB) Er hat das Trostbuch vermutlich um 1366 geschrieben und es wurde zum ersten Mal um 1370 - 1375 gedruckt. Ad II: Vergl. dazu GW 10698; Hain / Copinger 16291; BMC III, 755 (IA. 37351); Goff G 171; BSB-Ink. G-123; Schramm XXI, 645. Erste Ausgabe. Eines der Hauptwerke des niederländischen Theologen und Schriftstellers Gerhard (Zerbolt) von Zutphen (1367 - 1398), der als einer der wichtigsten Vertreter der Devotio moderna gilt. Er absolvierte theologische und kirchenrechtliche Studien und lebte ab 1384 in Deventer im Fraterhaus der Brüder vom gemeinsamen Leben, wo er als Bibliothekar und Beichtvater arbeitete. Das vorliegende Werk über die Wiederherstellung der Seelenkräfte soll zu einem tugendsamen und damit asketischen Leben anleiten. Der Holzschnitt zeigt den Sündenfall von Adam und Eva, umrahmt von einer Bordüren mit Vögeln, Fabelwesen und floralen Ornamenten. Im vorliegenden Exemplar ist die Bildeinfassung und die ungedruckte linke obere Ecke in Tuschfederzeichnung von alter Hand ergänzt. Ad III: Vergl. dazu GW 4032; Hain / Copinger 2883; BMC III, 754 (IA. 37349); Goff B 404; BSB-Ink. B-329. Durchgehend rubriziert. Es fehlt das letzte Blatt mit Textende und Druckvermerk. Zustand: Name und privater Prägestempel auf Vorsatz. Innen etwas gebräunt und fleckig, mit wenigen Marginalien von alter Hand. Wenige Blätter mit Defekten. Einband berieben, wenig bestoßen und mit reparierten Defekten. Seltener Sammelband.                3.000,00

 

 

397. Jonston, J. Historae naturalis de insectis libri III, de serpentibus et draconibus libri II. 2. Ausgabe. 2 Teile in einem Band. Amsterdam, Schipper, 1657. Folio. Mit gestochenem Titel, 40 Kupfertafeln und 1 Holzschnitt - Titelvignette. 3 unn. Bll., 147 Seiten, 1 Bl., 27 (recte 37) Seiten. Pergamentband mit handschriftlichem Rückentitel und Schließbändern. (66)

* Vergl. dazu Nissen ZBI 2135. Zwei in sich abgeschlossene und komplette Teile über Insekten und Kriechtiere aus Jonstons sechsbändigem Werk "Historiae Naturalis". Die Ausgabe erschien erstmals 1650 - 53 bei Merian in Frankfurt, die hier vorliegenden Teile sind in der 2. Ausgabe, bei der die Kupfer als seitenverkehrte Nachstiche gedruckt wurden. Die schönen Kupfertafeln wurden gezeichnet und gestochen von Caspar und Matthäus Merian jr. und zeigen u. a. Schmetterlinge, Raupen, Bienen, Hummeln, Käfer, Schlangen und drachenartige Fabelwesen. Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Notiz von alter Hand und Stempel auf Titel. Buchblock etwas gelockert. Innen leicht gebräunt, vereinzelt fleckig, unten randig und mit wenigen Unterstreichungen. Wenige Seiten mit kleinen Randdefekten. Einband angestaubt, etwas fleckig und wenig bestoßen. Schön illustrierte Ausgabe.                180,00

 

 

 398. Justinus, M. J. Historiae Philippicae. Cum integris Commentariis Jac. Bongarsii, Franc. Modii, Matth. Bernecceri, M. Z. Boxhornii, Is. Vossii, J. Fr. Gronovii, J.G. Graevii, T. Fabri, J. Vorstii, J. Schefferi, Et excerptis aliorum. Curante Abrahamo Gronovio. Leiden, Haak, 1719. Lex.- 8°. Mit Frontispiz, Titel in rot und schwarz mit Vignette, 16 Bll., 832 Seiten, 83 Bll. Index, 2 Bll. Pergamentband der Zeit mit verblasster goldgeprägter Illustration auf den Deckeln. (66)

* Zum Verfasser vergl. Tusculum Lex. griech. & latein. Autoren S.507 = Pompeius Trogus. Zustand: Exlibris im Innendeckel. Seite 751/52 = Aaa8 weiß fehlt. Die Ausgabe ist durchgehend stark wasserrandig. Der Einband ist stark fleckig, gebräunt, berieben und bestoßen. Vorsätze und Schließbänder sind erneuert.                50,00

 

 

 399. Kipping, Henrici. Antiquitatum Romanarum libri quatour. Quibus continentur res sacrae, civiles, militares, domesticae. Editio novissima & multo studio passim emendata. Leiden, van der Aa, 1713. Lex.- 8°. Mit gestochenem Porträt und Titel, Titel- und Kopfvignette und zus. 58 Textkupfer, (15 davon gefaltet). 14 Bll. (incl. Titel in rot und schwarz), 684 Seiten. Pergamentband der Zeit mit verblaßter Verzierung auf den Deckeln und Rücken. (66)

* Vergl. dazu Brunet, III, 664 und ADB XV, 786. Achte und letzte Ausgabe. Zustand: Exlibris im Innendeckel, handschriftlicher Name auf Rücken. Am Anfang mit Fehlstellen im Bug. Innen leicht gebräunt, gering fleckig mit kleinen papierbedingten Fehlstellen. Eine Tafel mit restauriertem Einriss. Der Einband ist berieben und bestoßen.                120,00

 

 

 400. Margotti, Lanfranco. Lettere. Scitte per lo qiu ne'tempi di Papa Paolo V, a nome del Signor Cardinal Borghese ... Bologna, Longhi, 1697. 8°. 6 Bll. (incl. Titel), 778 Seiten, 7 Bll. Register. Pergamentband der Zeit mit handschriftlichem Rückentitel. (66)

* Zustand: Name auf Titel. Innen papierbedingt gebräunt und fleckig. Der Einband ist berieben und bestoßen.                40,00

 

 

 401. Laymann, Paul. Theologiae moralis in quinque Libros partitae, quibus materiae omnes practicae ... 2 Bände in einem Band. Venedig, Indrich, 1710. Fol. Mit Abbildung eines Stammbaums im 2. Teil. 3 Bll. incl. Titel in rot und schwarz mit Druckermarke, 411; 387 Seiten, (ohne Seiten 199 - 202 und Anhänge). Blindgeprägter Schweinslederband über Holzdeckel. Schließen fehlen. (66)

* Die Ausgabe erschien erstmals 1625 und wendet sich u. a. gegen die Hexenprozesse. Zustand: Name auf Titel, Notiz auf Vorsatz. Innen etwas fleckig, randig und leicht gebräunt. Innenspiegel und Vorsatz mit leichten Fehlstellen, Einband bestoßen und mit altersbedingten Flecken.                40,00

 

 

402. Locke, John. Le christianisme raisonnable, Tel qu'il nous est représenté dans l'ecriture sainte. Traduit de l'Anglois ... par M. Coste. Quatrième Edition, revue, corrigé & augmentée ... 2 Bände. Amsterdam, Chatelain, 1740. 8°. Mit 1 Frontispiz und 2 Titelvignetten. X, 364 Seiten, 1 Bl.; 2 Bll. (inkl. Titel), 318 Seiten, 1 Bl. Braune Lederbände mit Rückenschildchen und reicher Rückenvergoldung. (66)

* Vergl. dazu Brunet III, 1138; Exemplar in der Universitätsbibliothek der Humboldt - Universität Berlin mit der Signatur Theol. 3225:2:'4':F8. Der englische Philosoph John Locke (1632 - 1704) war ein Wegbereiter der Aufklärung und des späteren Liberalismus. Seine vorliegende theologische Schrift über die "Vernünftigkeit des Christentums" versucht eine Darstellung zur der Überlegung, dass das in der Bibel Bezeugte auch der Vernunft entspricht. Zustand: Name auf Vorsatz. Papierbezug der Innendeckel mit Defekten. Innen etwas gebräunt, vereinzelt fleckig und teilweise randig. Einbände etwas bestoßen.                50,00

 

 

 403. (Marchesinus, J. Mammotrectus super Bibliam. Venedig, Jenson, 23. IX. 1479). Kl. 4°. Mit 127 (statt 260) unn. Blätter. Neuer Halblederband. (66)

* Vergl. dazu Hain / Cop. 10559; BMC V, 180; Goff M. 239. In rot rubrizierter früher Druck dieses um 1300 entstandenen, erstmals 1470 erschienenen und im 15. Jhrdt. immer wieder aufgelegten Wörterbuches, mit etymologischen und grammatikalischen Erklärungen von schwer verständlichen Worten in der Bibel. Zustand: Die vorliegende Ausgabe enthält nur die Blätter a - n (je 8 Bll.) und 5 weitere Textblätter, sowie 18 Blätter des Registers. Die ersten und letzten Lagen sind zum Teil durch Wurmspuren stärker beschädigt und haben leichten Textverlust. Bis auf die Fehlstellen breitrandiges und schönes Exemplar.                180,00

 

 

 404. Mascarenhas, Geronimo. Raymundo Abad de Fitero, De la Orden De Cister, Fundador de la Sagrada Religion, y in clyta Cavalleria; Primer Capitan General de Su Espiritual, y Temporal Milicia. Madrid, Diaz de la Carrera, 1653. 8°. 19 unn. Bll. (inkl. Titel), 1 Bl. weiß, 112 Bll. Pergamentband mit neuen Schließbändern. (66)

* Vergl. dazu Exemplar in der Bayerischen Staatsbibliothek mit der Signatur 4 Herald 67 h; Jöcher III, 254. Geronimo de Mascarenhas (1611 - 1671) war spanisch - portugiesischer Schriftsteller, Bischof von Leiria und später in Segovia. Er schrieb meist historische Werke. Zustand: Vorsätze erneuert. Stempel auf Titel. Innen etwas gebräunt und fleckig, teilweise randig. Wenige Seiten mit Defekten. Einband etwas angestaubt und fleckig.                90,00

 

 

 405. Meteren, Emmanuel van. Meteranus novus, Das ist: Warhafftige Beschreibung aller denckwürdigsten Geschichten / so sonderlich in den Niderlanden auch sonsten in andern Reichen / von anfang der Regierung Philippi Audicis Hertzogen zu Burgund / sc. biß auff das Jahr Christi 1612 sich zugetragen ... Nun aber ... vermehrter, restituirter Edition von newen ins Hochteutsche ubersetzet, und biß auff das Jahr 1633 ... continuirt ... 2 Teile in einem Band gebunden. Amsterdam, Blaeu, 1633 - (1635). Folio. Mit gestochenem Titel und 53 (von 63), teils gefalteten bzw. doppelseitigen Kupfertafeln. 4 (statt 5) Bll., 726 S., 14 Bll. Register, 1 Bl. weiß; 713 S., 13 Bll. Register (Titelblatt zu Teil 2 fehlt). Schweinslederband über Holzdeckeln mit 1 (von 2) Schließen. (66)

* Vergl. dazu VD17 23:233062P und VD17 14:654687S; Graesse IV, 506. Die Kupfertafeln zeigen u. a. Grundrisspläne von Wesel, Oostende, Pernambuco, Bucht von Matanzas, Karten von Asien und Frankreich, Seeschlacht vor Gibraltar im Jahr 1607 und viele Porträts, u. a. von Philipp II. von Spanien, Elisabeth I. von England, Heinrich IV. von Frankreich, Kaiser Ferdinand II., Christian IV. von Dänemark, Gustav Adolf. Diese neue verbesserte Ausgabe von Blaeu führt die vorangegangene von Janssonius fort. Der zweite Teil behandelt die Jahre 1613 - 1633. Zustand: Innen stärker gebräunt und etwas fleckig. Wenige Seiten und Tafeln mit Defekten. Einband angestaubt, fleckig und mit Defekten.                450,00

 

 

406. Mornay, Philippe de. (Sieur du Plessis Marly) De la verité de la religion chrestienne: Contre les Athées, Epicuriens, Payens, Juifs, Mahumedistes,& autres Infideles. Anvers, Plantin, 1581. 8°. Mit Holzschnitt - Druckermarke auf Titel. 16 Bll., 853 S. Brauner Lederband mit goldverziertem Rücken und Linienvergoldung auf den Deckeln. Dreikantgoldschnitt. (66)

* Vergl. dazu Exemplar der Bayerischen Staatsbibliothek München, Signatur 4 Polem. 2118; Brunet III, 1911. Philippe de Mornay (1549 - 1623) trat zum protestantischen Glauben über, wurde unter Heinrich IV. Staatsrat und später Gouverneur von Saumur. Durch seinen Einfluss auf die Führer der Hugenotten wurde er auch als "Hugenottenpapst" bezeichnet. Mornay bedeutendstes theologischen Werk ist eine Rechtfertigung des Christentum gegenüber Atheisten, Epikiräer, Heiden und Juden. 1581 übersetzte er es selbst ins Lateinische. Voltaire hat ihn in seiner "Henriade" lobend erwähnt. Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Innen gebräunt, leicht fleckig randig und mit wenigen Wurmspuren im weißen Rand. Wenige Seiten mit reparierten Defekten oder falsch paginiert. Einband fleckig, bestoßen und beschabt, am Rücken restauriert.                60,00

 

 

 407. Ovidius P. Naso. Heroidum epistolae. Amorum libri III. De arte amandi libri III. De remedio amoris lib. II ... Guido Morillo argumenta in epistolas. Frankfurt 15(90) ? 12°. 360 Seiten. Blindgeprägter Schweinslederband. (66)

* Diese Ausgabe nicht bei Graesse, Brunet etc. Die "Epistolae Heroidum" enthalten meist fiktive Briefe von mythischen griechischen Frauen an ihre abwesenden Männer. Vor allem wegen des dekorativen Einbandes mit reicher Blindprägung auf Vorderdeckel und Rücken im Angebot. Zustand: Titelblatt mit einem Ausriss, der eine Fehlstelle bei der Jahreszahl und der Verlagsangabe verursacht. Daher nicht genau bestimmbar. Letztes Blatt ebenfalls mit Ausriss u. Textverlust. Erstes Vorsatzblatt und Papierbezüge der Innendeckel fehlen. Innen gebräunt und fleckig, mit Unterstreichungen. Einband angestaubt.                90,00

 

 

 408. Ovidius P. Naso. Metamorphoseon libri XV. In singulas quasque Fabulas Argumenta. Ex postrema Iac. Micylli recognitione. Frankfurt am Main, Georg Corvinus, S. Feyerabend u. a., 1567. 8°. Mit Holzschnitt - Druckermarke auf Titel und 178 Textholzschnitten von Virgil Solis. 8 Bll. (inkl. Titel), 573 Seiten, 9 Bll. Index. Schweinslederband mit Rollenstempeln und zwei Plattenstempeln. (Schließen fehlen) (66)

* Vergl. dazu VD16 O 1651; Graesse V, 76; zum Künstler Thieme - B. XXXI, 248 ff. Vierte Ausgabe mit den Illustrationen von Virgil Solis. Ovid's "Metamorphoseon" ist ein mythologisches Werk über Verwandlungen. Geschildert wird die Entstehung und Geschichte der Welt mit Darstellungen aus der griechischen und römischen Mythologie. Der deutsche Zeichner, Radierer und Kupferstecher Virgil Solis (1514 - 1562) entfaltet zusammen mit seiner Werkstatt eine große Produktivität. "die unerhört große Anzahl seiner Arbeiten u. die Tatsache, daß noch über 1 Jahrzehnt nach seinem Tode Bücher mit Illustrationen unter rühmender Hervorhebung seiner Persönlichkeit als Verfertiger herauskamen, wie z. B. 1563 seine Ovid - Illustrationen ... 1563: die Illustrationen zu Ovids Metamorphosen, erstmalig bei G. Rabe ... erschienen, beliebtes u. wiederholt gedrucktes Buch, 178 He ..." (Thieme - B.) Die Holzschnitte zeigen zeigen schöne Illustrationen zu den mythologischen Texten. Die vorliegende Ausgabe wurde von dem Humanisten und Lehrer Jacob Micyllus (1503 - 1558) herausgegeben. Der Plattenstempel auf dem Vorderdeckel zeigt eine Darstellung der Justitia und auf dem Rückdeckel Lucretia. (Vergl. dazu Haebler II, 193, XXIX und XXX) Zustand: Exlibris auf Vorsatz. Innen gebräunt, wenig fleckig, letzte Bll. randig. Wenige Bll. mit kleinen Defekten. Mit einigen Unterstreichungen und Notizen von alter Hand. Letzter Vorsatz und Papierbezug des Innendeckels fehlen. Einband stärker angestaubt, bestoßen und mit Defekten. Durch die Illustrationen schöne Ausgabe.                600,00

 

 

409. Plautus, M. Actii. (Titus Maccius Plautus) Comoediae. Accedit commentarius ex variorum notis ac observationibus, quarum plurimae nunc primum eduntur. Ex museo Marci Zuerii Buxhornii. Leiden, Hacker, 1645. 8°. Mit gestochenem Titel. 7 Bll., 1136 Seiten, 24 Bll. Index. Pergamentband der Zeit mit goldverziertem Medaillon auf den Deckeln und handschriftlichem Rückentitel. (66)

* Vergl. dazu Graesse V, 329. Titus Maccius Plautus (250 - ca. 184 v. Chr.) war der bekannteste römische Komödiendichter. Vermutlich war er Schauspieler, begann aber dann, griechische Stücke für die römische Bühne umzuschreiben. Vorbilder bzw. Originalautoren waren u. a. Menander, Diphilos oder Philemon. Er adaptierte ihre Werke oder verschmolz mehrere Komödien zu einem neuen Stück. Immer aber ist seine meisterhafte Übersetzung ins Lateinische hervorzuheben. Angeblich schrieb er 130 Stücke, nach Varro sind aber nur 21 authentisch und "echt plautinisch". In der Ausgabe sind enthalten: Amphitruo (Amphitryon), Asinaria (Die Eselskomödie), Aulularia (Die Goldtopfkomödie), Capteivei (Die Gefangenen), Casina (Das Mächen Casina), Cistellaria (Die Kästchenkomödie), Epidicus (Der Sklave Epidicus), Bacchides (Die beiden Bacchides), Mostellaria (Die Gespensterkomödie), Menaechmei (Die beiden Menaechmi), Miles gloriosus (Der ruhmreiche Soldat), Mercator (Der Kaufmann), Pseudolus (Der Sklave Pseudolus), Poenulus (Der Mann aus Karthago),  Persa (Der Perser), Rudens (Das Schiffstau), Sticeus (Der Sklave Sticeus), Trinummus (Der Dreigroschentag), Trunculentus (Der Sklave Trunculentus). "L'éditeur s'est servi de notes mss. de Jos. Scaliger." (Graesse) Zustand: Innenspiegel und Vorsatz erneuert. Innen etwas gebräunt und gering fleckig, teilweise randig. Wenige Seiten mit Defekten bzw. Anstreichungen. Einband angestaubt, etwas fleckig und wenig bestoßen. Schließbänder erneuert                50,00

 

 

 410. Plautus, M. Actii. (Titus Maccius Plautus) Fabulae superstites XX. Ex recensione Dousica recens magno studio et quanta fieri potvit, accurata diligentia editae. Frankfurt, P. Kopf für J. Saur, 1604. 12°. Mit Holzschnitt - Druckermarke. 8 Bll. (inkl. Titel), 804 Seiten, 4 Bll. Index. Schweinslederband. (66)

* Vergl. dazu VD17 1:043488T. Titus Maccius Plautus (250 - ca. 184 v. Chr.) war der bekannteste römische Komödiendichter. Vermutlich war er Schauspieler, begann aber dann, griechische Stücke für die römische Bühne umzuschreiben. Vorbilder bzw. Originalautoren waren u. a. Menander, Diphilos oder Philemon. Er adaptierte ihre Werke oder verschmolz mehrere Komödien zu einem neuen Stück. Immer aber ist seine meisterhafte Übersetzung ins Lateinische hervorzuheben. Angeblich schrieb er 130 Stücke, nach Varro sind aber nur 21 authentisch und "echt plautinisch". In der vorliegenden Ausgabe sind enthalten: Amphitruo (Amphitryon), Asinaria (Die Eselskomödie), Aulularia (Die Goldtopfkomödie), Capteivei (Die Gefangenen), Curculio, Casina (Das Mächen Casina), Cistellaria (Die Kästchenkomödie), Epidicus (Der Sklave Epidicus), Bacchides (Die beiden Bacchides), Mostellaria (Die Gespensterkomödie), Menaechmei (Die beiden Menaechmi), Miles gloriosus (Der ruhmreiche Soldat), Mercator (Der Kaufmann), Pseudolus (Der Sklave Pseudolus), Poenulus (Der Mann aus Karthago), Persa (Der Perser), Rudens (Das Schiffstau), Sticeus (Der Sklave Sticeus), Trinummus (Der Dreigroschentag), Trunculentus (Der Sklave Trunculentus). Zustand: Vorsätze fehlt. Privater Stempel auf Titel und letztem Blatt. Innen stark gebräunt, wenig fleckig, randig, mit einigen Unterstreichungen und teilweise mit Wurmspuren. Wenige Seiten mit Defekten. Notizen von alter Hand auf hinterem Innendeckel und auf zwei zusätzlich eingebundenen Blätter. Einband stark angestaubt, bestoßen und mit Defekten.                60,00

 

 

411. Plutarch. Kurtz weise und höfliche Sprüch. Darauß ein yeder Leßer / zugleich lust / un(d) nutz schöpffen mag / in hohen / auch sittlichen tugenden sich zu regieren / uß vorbildung der Alten. Neülich durch Heinrich vo(n) Eppendorff / uß dem Latin in Teutsch verdollmetscht. Straßburg, Hans Schott, 1534. Folio. Mit figürlicher Titelholzschnitt - Bordüre, ganzseitigem Wappenholzschnitt u. 8 figürlichen Holzschnitt - Initialen im Text. 4 unn. Bll. (inkl. Titel), 592 S., 10 unn. Bll., 1 Bl. weiß. Holzdeckelband mit bis zur Deckelmitte reichendem braunen blindgeprägten Lederbezug und zwei erneuerten Schließen. (66)

* Vergl. dazu VD16 ZV 5295; Adams P 1661; Schweiger I, 265; Goedeke II, 320, 7. Erste deutsche Ausgabe der Plutarch zugeschriebenen, beliebten Spruchsammlung, die von Heinrich Eppendorf auf der Grundlage der Auswahl von Erasmus übersetzt wurde. "Seine umfangreiche Übertragungstätigkeit verdient in stilistischer und gehaltlicher Hinsicht stärkere Beachtung: E., der damit auch auf Hans Sachs einwirkte, hatte wesentlichen Anteil daran, die antike Prosa in Deutschland populär gemacht und mit seiner kräftigen, sprichwortreichen, latinisierende Satzbildungen verschmähenden Sprache in das Denken des deutschen Volkes eingefügt zu haben." (NDB IV, 549). Die dekorative Titelbordüre zeigt oben eine Mutter, die ihren Sohn mit einem Stock prügeln will, am linken Rand König Phocion, rechts Cato und am unteren Rand Scylurus. Der ganzseitige Holzschnitt zeigt das Wappen des Grafen Georg zu Erbach, welchem die Übersetzung gewidmet ist. Zustand: Innen etwas gebräunt, fleckig, teilweise stärker und teilweise randig. Durchgehend mit geringen Wurmspuren, die teilweise stärker sind (mit geringen Buchstabenverlust). Wenige Seiten mit Defekten. Der Einband ist angestaubt u. hat Wurmspuren. Die untere Ecke des Vorderdeckels ist defekt. Lederbezug mit Defekten und reparierten Fehlstellen. Seltene Ausgabe.                450,00

 

 

 412. Plutarch. Praestantissima atque imprimis latialibus musis idonea Plutarchi Cheronei opuscula tria. Ex vers. Guillaume Budé. Paris 1505. 4°. 1 Bl. weiß 48 unn. Blätter. Neuer flexibler Pergamentband mit Bindebändchen. (66)

* Vergl. dazu auch Graesse V, 362. Enthalten sind: De fortuna romanorum I.I. De fortuna et virtute Alexandri I. + II. De tranquillitate et securitate Amini I.I. Zustand: Innen gebräunt und zum Teil stärker fleckig. Im Text vereinzelt mit kleinen Anmerkungen, Notizen und Anstreichungen von alter Hand. Mehrere Seiten im Falz mit schmalen papierstreifen verstärkt.                50,00

 

 

 413. Prideaux, Humphrey. Alt- und Neues Testament. In eine Connexion, Mit der Jüden und benachbarten Völcker Historie gebracht, von Verfall der Reiche Israel und Juda an ... Worinnen die Biblische Geschichte durch die Weltliche vortrefflich bestätiget ... Aus dem Englischen ins Hochdeutsche übersetzet durch August Tittel. 2 Teile in 1 Band. Dresden, Lobeck, 1721. Lex.- 4°. Mit 1 (statt 2) gestochenen Titeln u. 1 (statt 8) gestochenen Kupfertafeln. 41 (statt 42) Bll. Vorreden (incl. Titel in rot und schwarz), 724 S., 26 Bll. Register; 17 Bll. (statt 18) Vorreden (incl. Titel in rot und schwarz), 806 S., 1 Bl. Correctur zu Bl. 730, 20 Bll. Register, 72 (statt 74) S. chronologische Tabelle. Defekter Pergamentband. (66)

* Vergl. dazu VD18 80240828 und VD18 80240236; Graesse V, 442. Erste Dresdener Ausgabe und Hauptwerk des Autoren. Zustand: Innendeckel und 1. Vorsatzblatt mit weißem Papier überklebt, hier auch das Exlibris. Buchblock gelockert. Kopierte Karte von Jerusalem auf weißem Papier zwischen den Vorreden. Innen papierbedingt gebräunt und stärker fleckig. Der Einband ist angestaubt, etwas bestoßen, hat die altersbedingten Flecken und auf dem Vorderdeckel einen Pergamentstreifen und in den Gelenken etwas gelockert. Rücken oben defekt.                50,00

 

 

 414. Rampegollis, Antonius de. Figurae bibliae. Naper castigate, suoque nitori restituta. Cum indice locupletißimo. Lyon, Rouille, 1585. 12°. Mit Holzschnitt - Druckermarke auf Titel. 802 Seiten, 31 Bll. Index. Blindgeprägter Schweinslederband. (Schließen fehlen) (66)

* Vergl. dazu Jöcher III, 1893 f. und Erg. VI, 1311; Exemplar in der Bayerischen Staatsbibliothek München mit der Signatur 2484276 P.lat 1653. Antonius de Rampegollis war Augustiner - Eremit und Prediger in Genua. Sein Bibelhandbuch erschien in vielen Auflagen und war zeitweise indiziert. "So wie dieser Mann verschiedene Namen hat, so hat auch sein Aureum repertorium Bibliae mehrere Namen bekommen, indem er bald liber manualis ac introductorius in bibliae historias bald Aurea biblia genannt worden ist." (Jöcher) Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Innen gebräunt, vereinzelt fleckig, teilweise randig und mit Notizen von alter Hand. Wenige Seiten mit Defekten. Einband angestaubt.                120,00

 

 

 415. Ramus (La Ramée), P. Dialecticae libri duo, Audomari Talaei praelectionibus illustrati. Paris, Andreas Wechel, 1566. 8°. Mit Holzschnitt - Druckermarke auf Titel. 4 Bll. (inkl. Titel), 450 Seiten, 10 Bll., 1 Bl. weiß. Angebunden: Talon, Omer. Rhetorica, R. Rami praelectionibus illustrata. Editio postrema. Paris, A. Wechel, 1567. Mit Holzschnitt - Druckermarke auf Titel. 3 Bll. (inkl. Titel), 144 Seiten. / Derselbe. Rhetoricae Distinctiones in Quintilianum ... Paris, A. Wechel, 1559. Mit Holzschnitt - Druckermarke auf Titel. 128 Seiten. / Hunnaeus, Augustinus. Logices fundamentum seu prodidagmata de dialecticis vocum affectionibus et proprietatibus, iuxta laudatissimum celeberrime Louaniesis Academiae moré ... Antwerpen, Plantin, 1566. Mit 2 wiederholten Holzschnitt - Druckermarken. 130 Seiten, 3 Bll. Schweinslederband mit Rollenstempelverzierungen und Plattenstempel mit Reichswappen auf Vorderdeckel und Wappen von Kurfürst August von Sachsen auf Rückdeckel und Datierung "1567" auf Vorderdeckel sowie 2 erneuerten Schließen. (66)

* Zu den Einbandstempeln vergl. Haebler I, S. 385 Platten I und II (Unterzeilen bei unserem Exemplar nicht eindeutig lesbar) und nennt als Buchbinder Stephan Rabe aus Wittenberg. Jöcher III, 1895 f. Der französische Philosoph und Humanist Petrus Ramus (französisch Pierre de la Ramée, 1515 - 1572) war Professor der Philosophie und Redekunst und lehrte am Collège de France. Er trat 1562 zum Calvinismus über und war ein Gegner der aristotelisch - scholastischen Philosophie. 1572 wurde er während der Bartholomäusnacht ermordet. Ad I: Vergl. dazu Exemplar in der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen. Dritte lateinische Ausgabe des Hauptwerkes von Ramus. Das Werk erschien erstmals 1555 in französischer Sprache, 1556 in Latein und danach in vielen weiteren Drucken. Es galt als das erste eigentlich philosophische Werk auf Französisch. (vergl. Schupp) Ad II: Vergl. dazu Exemplar in der Bayerischen Staatsbibliothek mit der Signatur L.eleg. 394 x. Omer Talon und P. Ramus haben in enger Zusammenarbeit in diesem Werk ihre Vorstellungen von der Rhetorik ausgeführt. Ad III: Vergl. dazu Exemplar in der Bayerischen Staatsbibliothek mit der Signatur 037/Phil 3002. Ramus kritische Auseinandersetzung mit dem Werk von Quintilian. Ad IV: Vergl. dazu Exemplar in der Staatsbibliothek Berlin. Beliebtes Werk des Theologen und Philosophen Augustinus Hunnaeus (1521 - 1577 oder 1578), der als Professor der Theologie an der Universität Löwen tätig war. Zustand: Innenspiegel und Vorsätze mit Notizen von alter Hand. Alle Teile innen gebräunt, fleckig und mit wenigen Notizen von alter Hand. Wenige Seiten mit (teils reparierten) Defekten. Teil IV (Hunnaeus) mit Wurmspuren. Einband stark angestaubt, fleckig und gering bestoßen.                750,00

 

 

416. (Reißner, Adam). Historia Herrn Georgen Unnd Herrn Casparn von Frundsberg, Vatters und Sons / beyder Herrn zu Mündelheym / etc. Keyserlicher Oberster Feldt Herrn. Darinn neben iren Ritterlichen / mannlichen und löblichen Kriegßthaten / auch der fürnembsten Händel und trefflichen Kriege / so vom jar 1492 ... Jetzt wider auffs neuw ubersehen ... Zu end ein Historia von den letzten Fürsten von Schwaben. 2 Teile in einem Band. Frankfurt am Main, (Georg Rab, Sigmund Feyerabend, Weigand Hanen Erben), 1572. Folio. Mit 1 Titelholzschnitt (Vater und Sohn Frundberg in Ritterrüstung), 2 Holzschnitt - Druckermarken und 1 Textholzschnitt. Titel in Rot und Schwarz, 4 unn. Bll., 1 Bl. weiß, 200 nummerierte Blätter, 6 unn. Bll., 19 numm. Bll. Heller Pergamentband mit neuen Schließbändern. (66)

* Vergl. dazu VD 16 ZV 13064; Adams R 339; Graesse VI, 74; Dahlmann - W. 7741. Zweite Ausgabe. Wichtigste gedruckte Quelle zur Geschichte und Biographie der Landknechtsführer Georg von Frundsberg (1473 - 1528) und von seinem Sohn Kaspar (1500 oder 1501 - 1536). Der durch seine Feldzüge in Norditalien berühmte Georg von Fundsberg war auch als "Vater der Landknechte" (ADB) bekannt. Die Ausgabe ist auch eine Darstellung zur Zeit des Landsknechtswesens und der Geschichte in der Zeit von Kaiser Maximilian I. und Karl V. Darin eine Schilderung des Italienfeldzuges Karls V. gegen Clemens VII. mit der Plünderung von Rom 1527. Der Verfasser (1496 - 1582) war Schreiber Frundsbergs und hat den Feldzug gegen Rom und die Eroberung selbst mitgemacht und berichtet darüber aus eigenem Erleben. Er stammte aus Mindelheim und hatte u. a. bei Johannes Reuchlin studiert. Zustand: Vorsätze erneuert. Exlibris auf Vorsatz. Innen gebräunt, gering fleckig und randig. Titel mit teilweise durchgestrichenen Namen von alter Hand. Wenige Bll. mit Defekten. Erste und letzte Bll. mit reparierten Defekten. Einband stark angestaubt, etwas bestoßen und fleckig.                300,00

 

 

 417. Robert von Cambrai. Aurifodina universalis scientiarum divinarum humanarumque, quae ex Aureis SS. Patrum, Consiliorum, doctorum ... Editio in Germania secunda ... Band 1 (von 3). Köln, Metternich, 1731. Folio. Mit 1 Holzschnittvignette auf Titel und 1 ganzseitigen Kupfertafel im Text. Titel in Rot und Schwarz, 5 Bll., 757 (recte 747) Seiten. Blindgeprägter Schweinslederband über Holzdeckeln mit 1 (von 2) Schließen. (66)

* Vergl. dazu Exemplar in der Bayerischen Staatsbibliothek mit der Signatur 2 Th.u. 133-1. Robert von Cambrai gab eine reichhaltige alphabetisch geordnete Sentenzen - Sammlung aus geistlichen und weltlichen Autoren heraus, die sich besonders an Prediger richtete. Der vorliegende erste Band beinhaltet Stichworte zu den Buchstaben A bis L. Zustand: Vortitel fehlt. Exlibris auf Innendeckel. Paginierung springt. Innen gebräunt und fleckig, teilweise stärker. Einband angestaubt, fleckig und bestoßen.                50,00

 

 

 418. Rotschitz, Georg v. Processvs ivris Deudsch / vn Ordenung der Gerichtsleuffte / in bürgerlichen vnd peinlichen sachen ... zusamen getrage / jtzundt aber auffs new / mit vorzeichung der Rechtsallegaten / vbersehen und gebessert. Item von allerley Penen / Straffe / Wehrgelt / Busse / Gewette ... vnd anderen nützlichen Lehren / nach Landleufftiger vbung Sechsisches bodens. Bautzen, Hans Wolrab, 1565. 8°. Titel in Rot und Schwarz, 7 unn. Bll., 204 Bll. Brauner Lederband über Holzdeckeln mit blindgeprägter Verzierung durch Rollen- und Plattenstempel sowie Monogramm und Jahreszahl "G H 1571" auf Vorderdeckel und zwei erneuerten Schließen. (66)

* Vergl dazu VD16 ZV 13399; Stintzing / Landsberg I, 559 f.; ADB 29, 381 f. Das Werk erschien zuerst 1529, erlebte viele Auflagen und "gehört zu der Reihe jener Werke, durch welche die sächsische Praxis sich die Vorherrschaft in ganz Deutschland erobert hat" (ADB). Georg von Rotschitz war Kanzler von Herzog Heinrich des Frommen in Freiberg. "Das Buch, welches von dem größesten Einfluß wurde, weil es zuerst das aus germanischen und romanischen Elementen zusammengesetzte, in der sächsischen Praxis ausgebildete Proceßrecht zur Darstellung brachte, behandelt im ersten Theile den Civilproceß, im zweiten den Strafproceß nebst Strafrecht; angehängt sind Ausführungen über das sächsische Familien- und Erbrecht." (Stintzing / Landsberg) Die Rollen- u. Plattenstempel sind mit den Initialen "B R" versehen. Einbandverzierung mit Rollenstempeln u. im Mittelfeld vorne die Platte Justitia, hinten Lucretia und zusätzlich das Stechermonogramm "VP". Zu dem Stempeln vergl. Haebler II, 339, IIa und IIb. Zustand: Innenspiegel mit Einträgen von alter Hand. Vorsatz erneuert, letzter Vorsatz fehlt. Titel mit reparierten Defekten und verso mit Stempel. Innen stärker gebräunt, wenig fleckig u. teilweise randig. Mit einigen Notizen von alter Hand in grüner und brauner Tinte. Einband bestoßen und mit Defekten. Rücken mit restaurierten Defekten. Seltene rechtswissenschaftliche Ausgabe.                900,00

 

 

 419. Sallustius, C. C. Historiae C. Crispi Salustii de L. Sergii Catilinae coniuratione, ac bello iugurthino. Ex castigatione Ioan. Riuij Atthen. doriensis ... Köln, Gymnich, 1578. 8°. Mit Holzschnitt - Druckermarke auf Titel und wenigen Hozschnitt - Initialen. Angebunden: Florus, Lucius Annaeus. De gestis romanorum, historiarum Lib. IIII. Et seorsum in eos commentarius Ioannis Stadii ... una cum variarum lectionum & castiganionum rationibus ... 2 Teile in einem Band. Köln, Gymnich, 1579. Mit 2 wiederholten Holzschnitt - Druckermarken. 149 Seiten, 1 Bl., 265 Seiten, 11 Bll. Schweinslederband mit Rollenstempeln und zwei Plattenstempeln. (Schließen fehlen) (66)

* Ad I: Vergl. dazu VD16 S 1389 bzw. Ausgabe in der Universitätsbibliothek Freiburg mit der Signatur D 7301,m - die unserer Kollation entspricht. Sallustius (86 - 34 v. Chr.) gilt als der erste große Geschichtsschreiber der Römer und führte die Gattung der historischen Monographie in die Literatur ein. Die Ausgabe enthält die "Catilina ...", die Darstellung der Ereignisse des Jahres 63; "Ac bello Jugurthino", die Geschichte des Krieges der Römer gegen König Jugurtha; "C. Crispi Salustii in M. T. C. [Cicero] oratio" und dem Kommentar von H. Glareanus. Ad II: Vergl. dazu VD16 F 1711. Lucius Florus, Anfang des 2. Jahrh. n. Chr., schrieb eine Darstellung zur römischen Geschichte. Der zweite Teil enthält den Kommentar von Johannes Stadius. - Zum Einband vergl. Haebler II, 498, III. und IV. Der Plattenstempel auf dem Vorderdeckel zeigt das Porträt Kaiser Karl V. und ist mit den Initialen "N W" bezeichnet, auf dem Rückdeckel das (stark beriebene) Wappen des Römischen Reichs. Zustand: Vorsatz fehlt. Titel lose. Innen gebräunt, gering fleckig und teilweise randig. Wenige Seiten mit Defekten bzw. Unterstreichungen von alter Hand. Einband angestaubt, bestoßen, etwas fleckig und mit Defekten.                150,00

 

 

 420. Schwäbischer Kreis. Deß heiligen Römischen Reichs / unnd desselben angehörigen Stände deß löblichen Schwäbischen Kreiß / einhellige / unnd schließliche Vergleichung unnd Verfassung ... auff den hievor auffgerichten ... Religion unnd Landfriden / auch Reichs Constitutiones, Handhabungsordnung / und Kreiß Abschide / sie sich under ... fridlichen Wesen ... zuerhalten ... Ohne Ort 1563. 4°. Mit 2 (wiederholten) Holzschnitt - Wappendarstellungen des Schwäbischen Kreises. 3 Bll. weiß, 56 numm. Bll., 13 numm. Bll., 3 Bll. weiß. Pergamenteinband unter Verwendung eines alten Manuskriptblattes, mit zwei neuen Schließbändern. (66)

* Vergl. dazu VD16 ZV 16666. Wichtiges rechtshistorisches Dokument. Auf dem Kreistag 1563 in Ulm brachte Herzog Christoph von Württemberg eine Vergleichung und Verfassung der Stände des schwäbischen Kreises zur Handhabung des Religions- und Landfriedens zu Stande. Zustand: Vorsätze erneuert. Wenige Blätter mit kleinen Defekten. Innen etwas gebräunt und fleckig, teilweise randig und mit wenigen Notizen von alter Hand. Erste weiße Blätter mit reparierten Defekten. Einband stärker angestaubt, Rücken mit reparierten Defekten.                120,00

 

 

421. Thomas von Aquin. Summa theologica. Teil II / 2 und III (von 4) in einem Band gebunden. Gotische Typ. (Nürnberg, A. Koberger, 15. Jan. 1496). Folio. Mit vielen blau oder rot eingemalten Initialen. 274, 176 unn. Bll. (letzte Bl. weiß). Blindgeprägter Schweinslederband über Holzdeckeln. (Schließen fehlen) (66)

* Vergl. dazu GW M46440; Hain - C. 1436; BMC II 441; Goff T - 196. Teil II / 2 und III der Kobergerausgabe der Summa theologica von Thomas von Aquin. Die vollständige Ausgabe umfasst 4 Teile. Der zweite Teil der Summa wurde von Beginn an wegen des großen Umfangs in zwei Bänden gedruckt. Die vorliegende Ausgabe ist in der bekannten guten Qualität der Offizin von Koberger, deren Arbeiten durch ihre Korrektheit und Eleganz hervorragen. Thomas von Aquins "... Summa theologica ... [ist] eine bündige Zusammenfassung der ganzen Lebensarbeit des hl. Thomas ... Die Moral des hl. Thomas, wie sie im zweiten Teil der Summa sorgfältig abgerundet vorliegt, ist von jeher als ein besonderes Meisterwerk angesehen worden ..." (Wetzer / Welte, Kirchenlexikon) Der Dominikaner Thomas von Aquin (um 1225 - 1274) war einer der bedeutendsten Kirchenlehrer der römisch - katholischen Kirche, einflussreicher Philosoph und Theologe sowie einer der Hauptvertreter der Scholastik. Eines seiner Hauptwerke ist die "Summa theologica". Enthalten sind darin u. a. Abhandlungen über die philosophisch - theologische Gotteslehre, die Moral- und Tugendlehre (im zweiten Teil) sowie Christologie und Sakramente (im unvollendeten dritten Teil). Zustand: Vorsatz fehlt. Exlibris auf Innendeckel. Buchblock gelockert. Innen etwas gebräunt, wenig fleckig, teilweise etwas randig und mit wenigen Notizen von alter Hand. Wenige Seiten mit Defekten und Wurmspuren. Teil eines alten Manuskriptblattes als letzter Vorsatz eingebunden. Einband angestaubt, bestoßen, etwas fleckig und mit Defekten. Seltene Ausgabe.                2.400,00

 

 

422. Tirinus, Jabob. Commentarius in sacram scripturum. Ed. novissima. 2 Bände. Augsburg, Veith, 1771. Fol. Mit 2 wiederholten gestochenen Titelvignetten, einer Kupferstichkarte (gefaltet) von Palästina von 2 Platten gedruckt und nicht montiert, 6 Stammtafeln und 2 Tabellen, alle gefaltet. 6 Bll. incl. Vortitel und Titel in rot und schwarz; LVIII, 528 Seiten; Titel, 1 Bl., 372 Seiten und Index 1 - 5 mit 239 Seiten. Originale braune Lederbände mit Rückenvergoldung und goldgeprägtem Rückenschild. (66)

* Häufig aufgelegtes Standardwerk. Die 1. Ausgabe erschien 1632. Die schöne Karte mit einem Plan von Jerusalem in runder Form ist von 16 biblischen Objekten eingerahmt. Zustand: Innen papierbedingt gebräunt und etwas fleckig. Mit Wurmspuren im weißen Rand ab S. 145 - 165 mit größeren und S. 167 - 215 mit kleineren, hier auch mit leichtem Buchstabenverlust und leichten Randdefekten. Mit Stempel auf Vortitel, Titel und verso und vereinzelt im Text.                60,00

 

 

 423. Valerius, A. Erotemata juris canonici, digesta et enucleata Iuxta ordinem Librorum & Titulorum ... Noviter edita cum quibusdam notis et animadversionibus ... Jena, Kästner und Breslau, Nisianis, 1684. 8°. Mit 1 Frontispiz. 11 Bll., 636 (recte 638), 18 Bll. Angebunden: Serpilius, Johann. Compendiosa delineatio totius juris canonici et civilis, in uroque tam allegandi ... (Jena, Nisius) 1675. 67 Seiten. Pappband. (66)

* Vergl. dazu VD17 1:010313F; ADB I, 449 f. In vielen Auflagen erschienenes rechtswissenschaftliches Werk des Literaturhistorikers und Juristen Andreas Valerius (1588 - 1655). Er war Professor des Hebräischen und Professor der Institutionen an der Universität Löwen. Ad II: Vergl. dazu VD17 1:010317M. Der Jurist Johann Serpilius (1623 - 1686) war Bürgermeister in Ödenburg. Zustand: Name von alter Hand auf Innendeckel. Exlibris auf Frontispiz verso. Buchblock unbeschnitten. Innen stark gebräunt, fleckig, mit einigen Unterstreichungen und teilweise randig. Wenige Seiten mit Defekten bzw. Wurmspuren. Letzte Seiten mit Tintenfleck. Einband stark bestoßen, angestaubt und mit Defekten.                60,00

 

 

 424. Vischer, Christoff. Außlegung der Evangelien / so man auff die Sontage in der Christlichen Kirchen zu handeln pfleget / vom Advent bis auff Ostern / darinnnen ein jedes Evangelium in drey / bisweilen in vier Predigten verfasset ist. Schmalkalden, Schmuck, 1573. Fol. Mit einer Titelvignette und 7 kleinen Textholzschnitten (1 davon wiederholt). 6 Bll. incl. Titel in rot und schwarz, 597 unn. Blätter. Blindgeprägter Schweinslederband der Zeit über Holzdeckel, mit einer (statt 2) Schließen. (66)

* Dritte Ausgabe. Vergl. dazu VD16 V 1597; ADB VII, 51 u. XL, 30 und Jöcher II Sp. 622 (unter Fischer). Der Verfasser verfasste zahlreiche theologische Schriften, stand mit Luther, Bugenhagen und Melanchthon in Verbindung. Nach mehreren Stationen als Prediger und Pastor u. a. in Meiningen und Halberstadt wurde er 1574 General - Superintendent und Hofprediger in Celle. Zustand: Name auf Titel. Innen stärker gebräunt und fleckig, vereinzelt Anstreichungen und Notizen, einige Blätter am weißen Rand mit Fehlstellen.                120,00

 

 

 425. Wansleben, Johann Michael. Relazione dello stato presente dell'Egitto, Nella quale si dà esattissimo ragguaglio ... Paris, Cramoisy, 1671. 8°. 6 Bll., 283 Seiten, 1 Bl. Brauner restautierter Lederband mit Rückenvergoldung. (66)

* Jöcher IV, 1812 f.; ADB 41, 159 ff. Johann Michael Wansleben (1635 - 1679) war Orientalist und Reisender. Die Ausgabe enthält Auszüge aus dem handschriftlichen Bericht an Herzog Ernst von Gotha über Wansleb's erste Reise nach Ägypten, wo er im Auftrage des Herzog den Zustand der dortigen Christen erkunden sollte. Er bereiste Unterägypten und hielt sich in Kairo und Alexandria auf. Dabei sammelte er zahlreiche koptische Bücher. Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Innen etwas gebräunt, vereinzelt fleckig und mit wenigen Notizen von alter Hand. Einband etwas bestoßen, Einbandrücken restauriert.                40,00

 

 

426. Witzel, Georg. Hagiologium seu de sanctis ecclesiae. Historiae divorum toto terrarum orbe celeberrimorum, è sacris scriptoribus, summa fide ac studio congestae ... Mainz, Behem, 1541. Folio. 4 Bll. (statt 6), CCLIX Bll. (1 unn. am Ende fehlt). Schweinslederband über Holzdeckel mit zwei Schließen. (66)

* Vergl. dazu VD16 W 3930; ADB 43, 657 ff. Die Ausgabe liegt leider nur als Fragment vor. Der Theologe Georg Witzel (1501 - 1573) sympathisierte zu Anfang mit der lutherischen Reformation, wandte sich aber später wieder der katholischen Kirche, wo er verschiedene Stellungen inne hatte. In seinen späteren Schriften plädierte er für einen Ausgleich zwischen Katholiken und Protestanten. Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Buchblock gelockert. Der Titel fehlt zur Hälfte und ist auf ein weißes Blatt montiert. Innen gebräunt, etwas fleckig, mit wenigen Notizen von alter Hand und teilweise mit Wurmspuren im weißen Rand. Wenige Blätter mit Defekten. Letzter Vorsatz fehlt. Einband stark angestaubt, bestoßen, fleckig und mit Defekten.                40,00

 

 

 427. Zeämann, Georg. Newer Wunder Spiegel / Oder Zehen Wunder: und Walfarts Betha Predigen: Darinn zuvord ist insgemein die Hauptlehr von Wunderzeichen gründlich erklärt: Darauff ein außführlich Examen oder Musterung der Päpstklichen Wunder / in drey Hauptpuncten angestellt: Fürters in specie von der ... newen Walfart zu der genannten Guten Betha Graab und Brunnen gegen Reutin im Haistergaw ... Und dann die Frag / Warumb bey den Evangelischen keine Wunder geschehen ... Kempten, Kraus, 1625. 8°. Titel in Rot u. Schwarz, 11 Bll., 317 S., 7 Bll. Pergamentband. (Schließbänder fehlen) (66)

* Vergl. dazu VD17 39:139067A; Jöcher IV, 2161. Der lutherische Theologe Georg Zeaemann (1580 - 1638) war Professor der Theologie in Lauingen, Hauptpastor in Kempten und Superintendent in Stralsund. In Kempten trug ihm eine Predigt über den 7. Psalm eine Haftstrafe ein. Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Name auf Vorsatz. Buchblock gelockert. Innen etwas gebräunt, wenig fleckig und mit wenigen Notizen von alter Hand. Wenige Seiten mit Defekten. Einband angestaubt, etwas fleckig und bestoßen. Rückdeckel mit kleinen Defekten.                120,00

 

 

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