Schachraritäten aus alter Zeit

 

 

568 - [Aben Esra, Abraham. Neu – eröffnete Kunststueck des Schach - Spiels : darinnen nicht allein die unterschiedliche Nahmen und Gebrauch auch Anzahl der Steine dieses Spiels, bey allerhand Nationen als: denen Persern, Türcken, Mohren, Russen, Pohlen, Teutschen … gezeiget wird, Als vornehmlich die Kunst - Griffe dieses Spiels, In anmuthigen Gleichnissen … von … Abraham Aben Esra in Hebräischer Sprache geschrieben, Nun aber … ins Teutsche übersetzet von Lvdi Magistro. Frankfurt und Leipzig, 1743.] 8°. S. 3 – 104 (Titelblatt fehlt). Brauner Halbleinenband. (81)

* Linde – N. 340; van der Linde I, 160 f.: „Dieses ebenfalls ziemlich seltene Büchlein ist nichts Anderes als eine anonyme deutsche Uebersetzung der Ausgabe 1726 …“ Die Ausgabe enthält eine kurze Anrede, eine Vorrede des Übersetzers, eine Vorrede des Rabbi Wirmischa. Es folgen Rabbi’s Abrahams Aben Esra Reimen über das Schach - Spiel und der eigentliche Kern des Werks „Das Buch: Des Königs Lust“. Am Ende eine Abhandlung von Aben Jachia (… andere schöne Erklärung des Schach – Spiels) und ein Schlussgedicht. Der spanische Gelehrte und Schriftsteller Abraham Aben Esra (um 1092 – 1167) gilt als Verfasser des Schachgedichtes, das im 12. Jahrhundert die hebräische Schachliteratur eröffnet. Das Gedicht, das Schach als einen Krieg schildert, gilt als eines der ältesten literarischen Zeugnisse des Schachspiels in Westeuropa. Allerdings ist die Zuschreibung des Gedichtes zum Autoren nicht unumstritten. Zustand: Ohne Vorsätze gebunden. Innen gebräunt und vereinzelt fleckig. Einband bestoßen und Etikett auf Vorderdeckel. Seltene Ausgabe.          180,00

 

569 - Académie universelle des jeux, Contenant les règles de jeux de Cartes permis; du Trictrac, des Echecs, de la Paulme, du Mail, du Billard, & autres. Avec Des instructions faciles pour apprendre à les bien joüer. Paris, Le Gras, 1718. 8°. Mit 1 Kupferstichfrontispiz. (Verschiedene Spiele spielende Personengruppen) Mit 1 Textholzschnitt (Trictrac). 3 Bll. (incl. Titel), 354 S., 2 Bll. (Table + Catalogue) Dunkelbrauner Lederbd. mit Rückenvergoldung. (81)

* Nicht bei Barbier; vergl. v. d. Linde I, 391, spätere Ausgaben; Linde - N. 3418; vergl. Kieler Schachkat. 1995 ff. ohne diese Ausgabe. Ein populäres Handbuch mit vielen Spielbeschreibungen in französischer Sprache. Die Abteilung Schach ist von Seite 256 - 280 dargestellt. Innen papierbedingt gebräunt, teilweise stärker und vereinzelt fleckig. Der Einband ist bestoßen und hat Defekte am Rücken. Seltenes und frühes Spielbuch der Serie.          90,00

 

570 - Académie universelle des jeux, contenant les règles des jeux de Quadrille, & Quintille, de l'Hombre à trois, du Piquet, du Réversis, des échecs, du Trictrac; & de tous les autres jeux. Avec des instructions faciles pour aprendre à les bien jouer. Nouvelle édition. Paris, Le Gras, 1739. 8°. Mit 1 Textabbildung. 1 Bl. weiß, 12 Bll. (incl. Titel), 600 Seiten. Brauner Lederband mit Rückenschildchen und Rückenvergoldung. (81)

* Van der Linde I, 365; Linde - N. 3424; Kieler Schachkat. 1998 mit etwas anderer Kollation. Ein populäres Handbuch mit vielen Spielbeschreibungen. Die Abteilung Schach ist auf Seite 280 - 458 dargestellt. Zustand: Innen wenig gebräunt und vereinzelt fleckig, teilweise stärker. Der Einband ist bestoßen und beschabt. Rücken mit Defekten. Gesuchtes Spielbuch.          90,00

 

571 - Académie Universelle des Jeux; contenant les règles des jeux de cartes permis: celles du Billard, du Mail, du Trictrac, du Revertier, & &. Avec des instructions faciles pour apprendre à les bien jouer. Nouvelle édition. Augmentée du Jeu des Echecs, par Philidor; du jeu de Whist, par Edmond Hoyle, traduit de l'Anglois; du jeu de Tre - sette; du jeu de domino, & &. 3 Bände. Amsterdam, Changuion & van Harrevelt, 1786. 8°. Mit 7 meist gefalteten Kupfern (Frontispiz fehlt). Braune Halblederbände mit Rückenschildchen und Rückenvergoldung. (81)

* Linde - N. 3438; van der Linde I, 392 (nur 3. Band). Ein populäres Handbuch mit vielen Spielbeschreibungen in französischer Sprache, das seit 1718 viele erweiterte und neu bearbeitete Auflagen erlebte. "Avertissement ...: L'édition ... est beaucoup plus parfaite que celles qui ont paru jusqu'à present ..." Die Abteilung Schach ist im 3. Band auf den Seiten 202 bis 330 dargestellt. Die gefalteten Tafeln zeigen Darstellungen u. a. von Schachfiguren und Trictracstellungen. Zustand: Innen gebräunt und gering fleckig. Eine Tafel randig. Die Einbände sind etwas bestoßen, alle Rücken mit Defekten.          80,00

 

572 - Allgaier, Johann. Neue theoretisch - practische Anweisung zum Schachspiel. 2 Teile in einem Band. Wien, Rötzl, 1795 - 1796. 8°. Mit 4 Kupfertafeln (davon 3 gefaltet und 1 koloriert) und 1 Textkupfer. 20 Bll. (inkl. Titel), 296 Seiten, 1 Bl. Errata, 6 Bll. (inkl. Titel), 122 Seiten. Pappband mit Rückenschildchen. (81)

* Linde - N. 563; van der Linde I, 420; Schmid S. 102 ff.: "Unter den deutschen Originalwerken gebührt der ... Anweisung zum Schachspiele ... ohne Zweifel der erste Platz ... Allgaier hat das Verdienst, zuerst die Spiele in Tabellen übersichtlich geordnet zu haben, wodurch er das Studium ungemein erleichterte. Die Spiele selbst, welche er aufführt, sind zum Teil aus Philidor, u. mitunter auch aus Lolli und Ponziani entlehnt; viele ... Veränderungen rühren aber auch vom Verfasser selbst her. So zeichnet sich unter den Gambitspielen das nach ihm benannte Gambit Allgaier's aus ..." Johann Allgaier (1763 - 1823) war deutscher Meister u. Theoretiker. Da er die Ideen Philidors verwandte, nannte man ihn auch "le Philidor d'Allemagne". Seine 'Anweisung zum Schachspiel' bezeichnet van der Linde als das "erste zum Theil selbständige deutsche Schachbuch". Erste Ausgabe dieses erfolgreichen und häufig aufgelegten Werkes, dessen erster Teil erstmals 1795 und der zweite Teil erstmals 1796 erschienen ist. Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Stempel auf Vorsatz. Innen gebräunt u. fleckig. Wenige Seiten kürzer beschnitten. Einband bestoßen. Seltene Ausgabe.          380,00

 

573 - Barbeyrac, Jean. Traité du jeu, où l'on examine les principales Questions de droit naturel et de morale qui ont du rapport à cette matiere ... A laquelle on a joint un discours sur la nature du sort, & quelques autres Ecrits de l'Auteur ... 2 (von 3) Bände. 2. Edition, revue & augmentée. Amsterdam, Pierre Humbert, 1737. 8°. Mit 2 wiederholten Frontispizen und 1 Kupfertafel. CVII, 2 Bll., 624 Seiten. Braune Halblederbände mit Rückenschildchen. (81)

* Linde - N. 4149; van der Linde II, 423; Schmid S. 121. Der französisch - schweizerische Jurist und Rechtshistoriker Jean Barbeyrac (1674 - 1744) war Professor in Lausanne und Groningen. Er galt als bedeutender Vertreter des Naturrechts und wurde auch durch die Übersetzungen der naturrechtlichen Werke von Pufendorf bekannt. In der vorliegenden Ausgabe mit moralphilosophischen Ausführungen über das Glücksspiel. Zustand: Es fehlt der 3. Band. Jeweils zwei Stempel auf Titel. Innen etwas gebräunt und fleckig. Wenige Seiten mit Defekten. Einbände bestoßen u. angestaubt. Vorderdeckel des 2. Bandes mit Defekt.          80,00

 

574 - Beck, Heinrich. Die Schachmaschine. Lustspiel in vier Aufzügen. Nach dem Englischen frey bearbeitet. Berlin, Unger, 1798. 8°. 197 Seiten. Brauner Halblederband. (81)

* Linde - N. 4297; van der Linde II, 335: "p. 109 wird die Schachmaschine des Herrn von Kempelen genannt, pp. 175 u. 189 tritt sie in zwei verschiedenen Exemplaren, selbst auf, verbirgt aber diesmal keinen Schachspieler, sondern einen Liebhaber." Heinrich Beck (1760 - 1803) war ein in der Zeit bekannter Schauspieler des Churfürstlichen National - Theaters in Mannheim, Regisseur in München u. wurde später Theaterdirektor in Mannheim. Zustand: Der Text des vorliegenden Exemplars diente als Grundlage für eine überarbeitete Bühnenfassung, dadurch sind viele handschriftl. Notizen, Ergänzungen, An- u. Durchstreichungen sowie eingeklebte Zettel mit handschriftlichen Änderungen enthalten. Titel mit 2 Stempeln u. repariertem Ausriss. Innen gebräunt u. fleckig. Einband bestoßen. Seltene Ausgabe.          90,00

 

575 - Bonifacius, Baldassare. Ludicra Historia. Opus ex omni disciplinarum genere selecta, ac incunda eruditione refertum ... Venedig, Baleoni, 1652. 4°. Mit 1 gestochenen Titel und 1 Titelvignette. 11 Blätter (inkl. Titel), 804 Seiten. Brauner Lederband des 18. Jahrhunderts mit (verblassten) Goldverzierungen auf den Deckeln. (81)

* Graesse I, 487. Die Ausgabe enthält eine Zusammenstellung von Kuriosa aus verschiedenen Gebieten. Nach einer Notiz auf dem Vorsatz hat der Vorbesitzer das Werk wegen des Beitrages über Spiele (S. 198 ff.) und einer Bemerkung zum Schach (S. 207) in seine Bibliothek eingestellt. Zustand: Vorsätze erneuert. Innen etwas gebräunt, vereinzelt, mit wenigen Notizen von alter Hand und letzte Seiten unten randig. Einige Seiten mit Defekten, wenige falsch paginiert. Einband berieben und etwas bestoßen.          90,00

 

576 - Spiel - Almanach, enthaltend die neueste Anweisung zu einer gründlichen und leichten Erlernung des Whist= l'Hombre= Quadrille= Tarok= Kasino= Konnektionen= Piquet= Treset= Reversy= Boston= Patience= Kabale= Homme= Imperial= Triumpf= Schach= Tokkategli= Billard Kegel= und Ballspiel, nebst einer Auswahl der unterhaltendsten Gesellschaftsspielen, Räthseln, Charaden und Gesängen hrsg. von Julius Cäsar. Berlin, Oehmigke, 1797. Kl. - 8°. Titelblatt mit Vignette, 23 S., S. 3 - 109, 3 - 44, 3 - 32, 3 - 67 (Schach), 3 - 70 [S. 38 / 39 fehlen], 3 - 53. Orig. lithographierter Pappband mit Schwarzdruckverzierung den Deckeln. (81)

* Van der Linde II, 68 und auf S. 67 mit dem Hinweis, dass alle gelisteten Ausgaben mit dem nicht aufgelösten Pseudonym "Cäsar" einen Beitrag zum Schach enthalten, der auf die J. Ch. F. Gutsmuths zurückgehen bzw. Nachdrucke sind. Bei v. d. Linde ist keine Seitenkollation angegeben. Möglicherweise fehlen bei dieser Ausgabe die Zwischentitel, die vielleicht nie beigegeben waren. Insgesamt aber eine höchst interessante Spielesammlung. Zustand: Innen papierbedingt gebräunt und vereinzelt fleckig. Der Umschlag ist verblichen, angestaubt und etwas bestoßen.          80,00

 

577 - Cäsar, J. Spiel - Almanach, enthaltend die neueste Anweisung zu einer gründlichen und leichten Erlernung des Whist= l'Hombre= Quadrille= Tarok= … Boston= Patience= Kabale= Homme= Imperial= Triumpf= Schach= Tokkategli= Billard Kegel= und Ballspiel, nebst einer Auswahl der unterhaltendsten Gesellschaftsspielen, Räthseln, Charaden und Gesängen hrsg. von Julius Cäsar. Berlin, Oehmigke, 1797. Kl. - 8°. Titelblatt mit Vignette, 23 Seiten, Seiten 3 - 109, 3 - 44, 3 - 32, 3 - 67 (Schach), 3 - 70, 3 - 53. Marmorierter Pappband. (81)

* Van der Linde II, 68 und auf S. 67 mit dem Hinweis, dass alle gelisteten Ausgaben mit dem nicht aufgelösten Pseudonym "Cäsar" einen Beitrag zum Schach enthalten, der auf die J. Ch. F. Gutsmuths zurückgehen bzw. Nachdrucke sind. Möglicherweise fehlen bei dieser Ausgabe die Zwischentitel, die vielleicht nie beigegeben waren. Insgesamt aber eine höchst interessante Spielesammlung. Zustand: Innendeckel u. Vorsätze mit aufgeklebten Zeitungsausschnitten. Innen gebräunt, etwas fleckig, teilweise stärker u. mit wenigen Anstreichungen. Einband stärker bestoßen und angestaubt. Rücken stark gebräunt.          60,00

 

578 - (Cessolis, Jacobus de) Frondes Caducae. The buke of ye chess. Auchinleck Press, 1818. 4°. 1 Bl. weiß, 3 unn. Bl. (inkl. Titel), 42 Bll. Brauner Halblederband mit Rückenschildchen. (81)

* Linde - N. 4227; van der Linde I, Beil. 125 f.; Schmid S. 133 f. "The buke of ye chess, a metrical Scotch version of 2,122 lines of the 16th. c. which is independent of Caxton's version." (Murray S. 548) Seltene Schrift, die auf dem um 1300 entstandenen "Liber de moribus hominum et de officiis nobilium ac popularium super ludo saccorum" beruht, das der lombardische Dominikaner Jacobus de Cessolis auf Bitten seiner Klosterbrüder geschrieben hat. Es ist eine aus Predigten erwachsene allegorische Deutung des Schachspiels in vier Hauptteilen. Zuerst wird der Ursprung des Spiels beschrieben, dann die Schachfiguren in Bezug auf die edlen Stände und die Handwerke und Berufe wie Schmied, Maurer, Schneider, Apotheker, Notar etc. Abschließend dann die Sitten und Pflichten. Diese "Ständedidaxe" erreichte durch ihre allegorischen und etwas kritischen Anspielungen auf die Gesellschaft über viele Zeiten hinweg ein breites Publikum. Die vorliegende Schrift ist anonyme poetische Übersetzung, mit dem Hinweis am Ende, "dass Sloane nur der Abschreiber war. Wer aber den Cessolis in englische Verse brachte ist unbekannt." (van der Linde) "Dieser Tractat ist von einer alten englischen Handschrift aus dem Anfange des sechzehnten Jahrhunderts genommen, der Druck aber ein Privat - Unternehmen der Auchinleck - Presse durch Sir Alexandre Boswell. Nach Lowndes sollen davon nur 40 Abdrücke gemacht worden seyn." (Schmid) Die Überschriften und die Initialen am Beginn der Kapitel sind in Rot gedruckt. Zustand: Als aufgeschnittene Broschur gebunden. Innen etwas gebräunt und fleckig, untere Ecke gestaucht. Blatt 6 mit unsachgemäß reparierten Einriss. Einband etwas angestaubt und bestoßen. Rücken beschabt. Rückdeckel mit Knickspur. Sehr seltene Ausgabe.          300,00

 

579 - Damespiel. Lallement, J. G. Les quatre jeux de dames, polonais, égyptien, - échecs et à trois personnes; Avec les damiers et pions nécessaires … suivis d’un volume de planches contenant 400 coups de dames à la polonaise … / Les trois nouveaux jeux de dames, égyptien, échecs et à trois personnes … / Collection de quatre cents coups de dames à la polonaise … 2 Bände in drei Teilen. Metz, Behmer, 1801 - 1802. 8°. Mit 2 gefalteten Tafeln und 407 Diagrammen auf 102 Kupfertafeln im 3. Band. 2 Bll., 381 S., Vortitel und Titel zum 2. Band dazwischengebunden, 5 Bll. (inkl. Titel). Braune Halblederbände mit Rückenschildchen und reicher Rückenvergoldung. (81)

* Linde – N. 4893; vergl. van der Linde II, 405 (mit der Nennung eines zusätzlichen Bandes „Portefeuille“ von Badelle). Seltene Erstausgabe dieser wichtigen Sammlung und eines der vollständigsten Bücher über das Damespiel: Dames à la Polonaise, à l'Egyptienne et dames-échecs. Die Bände sind mit unterschiedlichen Titeln erschienen. Der dritte Band enthält auf 407 Diagrammen die Zahlen zu „Dame à la Polonaise“. Dieses neue Spiel mit 100 Feldern wurde als polnische Dame benannt. Das alte Spiel hatte nur 64 Felder. Lallement war der Sekretär der Verwaltung der zivilen Hospize in Metz. Für seine Abhandlung profitierte er von der Zusammenarbeit von Badelle, Professor für transzendente Mathematik an der Metz-Artillerieschule. Zustand: Innen leicht gebräunt, vereinzelt fleckig, im 1. Band sind die Tafel unten die Textseiten oben teilweise randig. Einbände bestoßen u. mit wenigen Defekten im Lederbezug.          80,00

 

580 - Duten, Louis. Lebensbeschreibung oder Memoiren eines Gereiseten, der ausruht. Aus dem Französischen übersetzt von Johann Friedrich von Meyer. 2 Bände. Amsterdam, Kunst- und Industrie – Comptoir, 1807 - 1808. 8°. VIII, 408;  VIII, 367 Seiten. Aufgeschnittene Broschuren im lithographierten Umschlag. (81)

* Whyld, Fake Automata, 125; Hayn – G. II, 95. Auf den Seiten 360 – 361 des 1. Bandes befindet sich ein kurzer Beitrag über den Schachautomaten von Kempelen, indem der Erzähler von einer Partie gegen den Schachtürken u. sein folgendes Gespräch mit der Erzherzogin Maria Christina schreibt. Der Erfinder und Architekt Wolfgang von Kempelen (1734 - 1804) wurde durch seinen Schachautomaten bekannt. Durch einen in dem Gehäuse versteckten menschlichen Spieler wurde mit Hilfe kunstreicher Mechanik u. magnetischer Wege eine türkisch gekleidete Figur beim Schachspielen gesteuert. Nach der Präsentation in Wien 1770 erregte seine Konstruktion in ganz Europa Aufsehen. Die vorliegende Ausgabe ist eine Darstellung des Lebens von Louis Duten (1730 - 1812) u. a. mit Anekdoten über Persönlichkeiten der Zeit. Die Bände enthalten auch Beschreibung des Hofes von Turin, Braunschweig. Geschichte des Baron von Trenk. Zustand: Stempel auf Titel. Innen etwas gebräunt u. fleckig, teilweise stärker u. teilweise etwas randig. Umschläge stark angestaubt u. bestoßen.          120,00

 

581 - Firmas - Périés, (Armand – Charles – Daniel) Comte de. Le Jeu de Stratégie, ou Les Echecs Militaires;  Dédié … par ... Memmingen, Rehm, Ulm, Stettin und Paris Arthus – bertrand, 1808. 8°. Mit 2 großen gefalteten Kupfertafeln. XVI, 122, 1 Bl. Grüner Halblederband mit goldgeprägtem Rückentitel und leichter Rückenvergoldung. (81)

* Linde - N. 4834; Kieler Schachkatalog 1368; van der Linde II, 367: „Ein erweiteretes und verdoppeltes Schachspiel mit 940 militärisch gebildeten Figuren, geründet auf Hellwig’s takt. Spiel.“ Armand – Charles – Daniel Graf von Firmas – Périés (1770 – 1828) war mit Gräfin Marie-Joséphine von Waldburg - Wolfegg und von Waldsee verheiratet, Maréchal de Camps et Armées du Roi de France und Kammerherr von König Friedrich von Württemberg aus. Er wurde 1819 als Generalleutnant in den Ruhestand versetzt, den er in Deutschland verbrachte. Die vorliegende Ausgabe beschreibt eine seltene Militärschach – Anleitung. Die beiden großen Falttafeln zeigen Spielfiguren und schematische Feldaufteilung für strategische Aufgaben. Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Innen minimal gebräunt und gering fleckig. Der Einband ist etwas berieben und bestoßen. Seltene Ausgabe in französischer Sprache.          300,00

 

582 - Gentner, Johannes (gen. Adler /  Aquila, Johannes). Opusculum enchiridion appellatum Ioannis Aquilae ferme de omni ludorum genere. Amatorem ludi litterarum studiosum hexasticho alloquitur Io. Hutichius. Oppenheim, Jakob Köbel, 1516. 8°. Mit 1 ganzseitigen Holzschnitt. 6 unn. Bll., XXXIIII num. Bll. Neuer Halblederband mit Kopfgoldschnitt. (81)

* Vergl. dazu VD16 G 1310 Exemplar BNHCat A 469; van der Linde II, 418 f. Johannes Adler (1474 – 1518) mit dem Geburtsnamen Gent(h)ner, mit seinen latinisierten Namensformen: Aquila, Halietus, Doleatoris, war Hochschullehrer und zweimaliger Rektor der Universität Tübingen. Adler war als Professor an der Artisten- und juristischen Fakultät der Universität tätig. Die vorliegende Ausgabe ist ein kleines Handbuch über die Gattungen der Spiele und die rechtliche Zulässigkeit aller Arten von Spielen. "Bl. 3a findet sich eine Regel über das Schachspiel und auf Bl. 14 werden kurz die früheren Gründe zusammengestellt, ob die Geistlichen Schach spielen dürfen oder nicht." (van der Linde) Das Hauptwerk des Autors ist eine 1516 in Latein erschienene Abhandlung zur Geldtheorie über Macht und Nutzen des Geldes unter einem juristischen und praxisbezogenen Blickwinkel. Der prachtvolle Holzschnitt zeigt eine Wappendarstellung. Mit eigenhändigem Namenszug des englischen Schachbuchsammlers des 19. Jahrhunderts J. W. Rimington Wilson auf dem alten miteingebundenen Vorsatz. Zustand: Titel mit repariertem Defekt. Innen gebräunt und gering fleckig, teilweise mit Wurmspuren und mit einigen Notizen von alter Hand. Gesuchte und seltene Ausgabe.          300,00

 

583 - (Greco, Gioacchino) Divertissemens innocens, contenant les règles du Jeu des Echets, du Billard, de la Paume, du Palle - Mail, et du Trictrac. Den Haag, Moetjens, 1696. 12°. Mit 1 Frontispiz. Titel in Rot und Schwarz, 10 Bll., 476 (recte 496) Seiten, 3 Bll. Table. Neuer hellbrauner Lederband mit goldverziertem Rücken. (81)

* Van der Linde I, 363; Kieler Schachkatalog 2052 (alle mit abweichender Kollation, da nicht erkannt wurde, dass die Paginierung nach Seite 456 springt); Linde - N. 3473. Gioacchino Greco (um 1600 - 1634) war der bedeutendste Schachmeister des 17. Jahrhunderts. Das Neue an seiner Abhandlung über das Schachspiel war, dass er intuitiv das Wesen des Kombinationsspiels erfasste. Auch heute noch zählen seine Bücher zum Rüstzeug jedes Turnierspielers. "Grecos Matt" ist in die Schachgeschichte eingegangen. Im Jahre 1625 überarbeitete er seine Abhandlung, und erwähnte erstmals die neue Form der Rochade. Das überarbeitete Handbuch erschien erst nach seinem Tode. Hier eine der mehreren erschienenen Ausgaben mit der Verwendung seines Textes. (Vergl. v. d. Linde) Enthalten sind noch andere Spielebeschreibungen. Zustand: Vorsätze erneuert. Innen papierbedingt gebräunt und vereinzelt fleckig. Seltene Ausgabe.          240,00

 

584 - Greco, Giachino. Le royal jeu des échecs, traduit de Italie ... London 1752. 8°. 208 Seiten. Neuer brauner Lederband mit Rückenschildchen und Rückenvergoldung. (81)

* Linde - N. 407; van der Linde I, 365. Greco war der stärkste Schachmeister des 17. Jahrhunderts, ca. 1600 in Kalabrien geboren und 1634 auf den Antillen verstorben. Er erfand "herrliche" Spielkombinationen, die auch heute noch bekannt sind. (Grecos Opfer - Grecos Matt) „Eine Leipziger Titelausgabe nach der Académie univ. des Jeux Amsterdam et Leipzic 1752 … am Schluss steht: Fin, es fehlt aber die „nouvelle Description.“ (van der Linde) Zustand: Vorsätze neu, mit Exlibrisstempel von Rob. Blass. Innen etwas gebräunt und fleckig, oben teilweise randig. Textseiten durch Feuchtigkeit gewellt. Wenige Seiten mit Defekten. Als aufgeschnittene Broschur gebunden. Einband etwas bestoßen und teilweise verblichen.           90,00

 

585 - Greco, Giachino. Le jeu des échecs, traduit de l'italien ... Nouvelle édition. Paris, Libraires Associés, 1774. Kl. - 8°. 4 Bll., XII, 244 Seiten. Brauner Lederband mit Rückenvergoldung. (Als aufgeschnittene Broschur gebunden) (81)

* Linde - N. 409; van der Linde I, 366. Mit eigenhändigem Namenszug des englischen Schachbuchsammlers des 19. Jahrhunderts J. W. Rimington Wilson auf altem Umschlag und Titel. Greco war der stärkste Schachmeister des 17. Jahrhunderts, ca. 1600 in Kalabrien geboren und 1634 auf den Antillen verstorben. Er erfand "herrliche" Spielkombinationen, die auch heute noch bekannt sind. (Grecos Opfer - Grecos Matt) Die Ausgabe enthält eine Darstellung von Schachspielen in 94 Kapiteln, vorangestellt ist eine Dedikation und eine Information über die Regeln. Zustand: Ohne Vorsätze gebunden. Die alten Umschläge sind eingebunden. Innen etwas gebräunt und wenig fleckig. Einband bestoßen und mit Defekten. Das Rückenschildchen nennt den Titel eines anderen Werkes. Seltene Ausgabe.          150,00

 

586 - Hellwig, Johann Christian Ludewig. Das Kriegsspiel, ein Versuch die Wahrheit verschiedener Regeln der Kriegskunst in einem unterhaltenden Spiele anschaulich zu machen. Braunschweig, Reichard, 1803. 8°. Mit 11 Kupfern (auf 7 Tafeln, davon 4 farbig). XX, 196 Seiten. Grüner Lederband mit Rückenschildchen, reicher Rückenvergoldung und floraler Randverzierung auf den Deckeln. Steh- und Innenkantenvergoldung. Dreikantgoldschnitt. (81)

* Linde - N. 4829; van der Linde II, 364. Johann Christian Ludwig Hellwig (1743 - 1831) war Professor für Mathematik und Naturwissenschaften am Collegium Carolinum in Braunschweig. Er war auch Herzogl. Braunschweigischer Pagenhofmeister und Hofmathematiker. Zu seinen Schülern zählte Carl Friedrich Gauß. Hellwig verfasste mathematische Lehrbücher zum Schul- und Hochschulgebrauch. Er war der Erfinder des bekannten und in der Zeit sehr beliebten "Kriegsspiels", eine Abart des Schachspiels. Es war als kostengünstige Kriegssimulation für die Ausbildung des Militärnachwuchses konzipiert. Die Figuren stehen stellvertretend für Infanteriebataillone, Kavallerieeskadrone oder Artilleriebatterien. Das selbst herzustellende Spielbrett zeigt variable, verschiedene Geländeformen, die u. a. mit Brustwehren, Brücken oder brennenden Gebäuden verändert werden können. Die gegenerischen Parteien müssen nun eine langfristige Strategie entwickeln, um den Gegner strategisch u. taktisch auszulavieren. Zustand: Innen etwas gebräunt u. vereinzelt fleckig, Vorsätze u. Innendeckel stärker. Einband etwas berieben und bestoßen. Seltene und dekorativ gebundene Ausgabe.          180,00

 

587 - Hirschbach, Herrmann. Beiträge zur Theorie und Praxis des Schachspiels. In einer Reihe von Abhandlungen, Partien, Räthseln etc. Hrsg. von ... Leipzig, Brauns, (1846 - 1848). 8°. Mit wenigen Diagrammen. IV S. (=Inhalt 1. Jg.), 2 Bll. (= Inhalt 2. + 3. Jg.), 278 (inkl. Titel), 240; 122 Seiten. Neuer roter Halblederband mit goldgeprägtem Rückentitel und goldverziertem Rücken. Dreikantgoldschnitt. (81)

* Separatausgabe bzw. Sammelband aus der Deutschen Schachzeitung I., II. und III. Vergl. Linde - N. 6046; van der Linde II, 124 f.; Schmid S. 311: "Diese Zeitschrift sollte übrigens das reichhaltigste Archiv alles Neuen im Fache des Schachspiels zu seyn streben, und ursprüngliche Aufsätze, Partien, Aufgaben enthalten, und auch das Ausländische zur Kenntniss bringen." Herrmann Hirschbach (1812 - 1888) war Journalist, Leipziger Schachmeister und galt als hervorragender Praktiker. Nach dem Inhaltsverzeichnis ist die Ausgabe so komplett. Die Inhaltsverzeichnisse sind vorgebunden. Zustand: Innen gebräunt, gering fleckig, teilweise stärker und mit wenigen handschriftlichen Notizen. Einband leicht berieben. Seltene und dekorativ gebundene Ausgabe.          300,00

 

588 - [Hoyle, Edmond.] Hoyle's Games improved. Being practical treatises on the following fashionable games, Whist, Quadrille, Piquet, Chess, Back - Gammon, Draughts, Cricket, Tennis ... Revised and corrected by Charles Jones. London, Rivington, Wilkie, Payne u. a., 1779.] 12°. Mit 1 gefalteten Kupfertafeln zum Billard. S. XI / XII, 294 Seiten. Neuer brauner Halblederband mit Rückenschildchen. (81)

* Linde - N. 3503. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Der Brite Edmond Hoyle (1672 - 1769) galt als Spieleexperte im 18. Jahrhundert. Seine vorher als kleine Ausgaben herausgebrachten Bücher über Whist, Quadrille, Piquet, Schach und Backgammon wurde in einem Band zusammengefasst. Das Schachspiel wird auf den Seiten 156 - 171 dargestellt. Zustand: Es fehlen: S. I - X (Titel und größte Teil des Inhaltsverzeichnisses) und 3 Bll. Anzeigen. Zustand: Innen gebräunt und vereinzelt fleckig, teilweise stärker. Wenige Seiten mit reparierten Defekten. Schön gebundene Ausgabe.          40,00

 

589 - Huarte (de San Juan), Juan. Essame de gl'Ingegni de gl’hvomini, per apprender le Scienze. Nel quale, scoprendosi la varietà delle nature, si mostra a che professione sta atto ciascuno … Tradotto dalla lingua Spagnuola da M. Camillo Camilli. Venedig, Aldus, 1586. 8°. Mit 1 Holzschnittdruckermarke auf Titel. 12 Bll. (inkl. Titel), 367 Seiten (S. 235 / 236 fehlt). Pergamentband mit handschriftlichem Rückentitel. (81)

* Vergl. van der Linde II, 419 ff.; vergl. Garrison - M. 4964; vergl. Schmid S. 199 (jeweils andere Ausgaben). Zweite italienische Ausgabe. Das erstmals 1575 erschienene Werk "Examen de ingenios ..." der spanischen Arztes Juan Huarte (um 1530 - 1592) gilt als erstes Werk der differenziellen Psychologie. Ausgehend von medizinischen Erkenntnisse, Beispielen und Analyse der klassischen Literatur schuf er ein eigenes Intelligenzmodell und gab Ratschläge für die Praxis. "... the first attempt to show the connexion between psychology and physiology." (Garrison - M.) Gotthold Ephraim Lessing übersetzte das Werk ins Deutsche. Vom Vorbesitzer wegen der an einigen Stellen gemachten Aussagen zum Schach erworben (auf S. 123, 240, 253, 257 und 260). So liest man bei Schmid Zitate aus der deutsche Übersetzung: "Das Schachspiel zeigt am deutlichsten von der Stärke der Einbildungskraft ... Das Schachspiel ist eine Vorstellung der Kriegskunst" und bei van der Linde „Warum es einige besser nüchtern, als nach dem essen und umgekehrt spielen.“ Die vorliegende Ausgabe ist eine italienische Übersetzung durch Camillo Camilli. Zustand: Vorsatz fehlt. Buchblock gelockert. Stempel auf Titel. Innen wenig gebräunt und gering fleckig. Wenige Seiten randig oder mit Defekten. Letztes Blatt verso mit Notizen von alter Hand und größerem (blassen) Tintenfleck. Einband angestaubt, etwas fleckig und bestoßen und mit leichten Wurmspuren. Seltene Ausgabe.          150,00

 

590 - Hyde, Thomas. (Hrsg.) De ludis orientalibus libri duo ... & Historia Nerdiludii ... 3 Teile in einem Band. Oxford, Sheldon, 1694. 8°. Mit zusammen 3 gefalteten Kupfertafeln, 14 Textkupfern und 18 Textholzschnitten. Pergamentband. (81)

* Linde - N. 173 und van der Linde, Geschichte I, 88 f.; Schmid S. 200 ff. Mit eigenhändiger Unterschrift von Tassilo von Heydebrand und der Lasa auf einem Exlibris mit seinem Familienwappen: "... 1884 Lasa" und mit seiner eigenhändigen kurzen Anmerkung auf Vorsatz. Enthalten sind: I. (De Ludis Orientalibus. Libri Duo ...) Mandragorias, seu Historia Shahiludii, viz. ejusdem Origo, Antiquitas, Ususque per totum Orientem ... De ludis Orientalium Libri primi ... 36 Blätter (inkl. Vortitel und Titel), 184 Seiten. II. Shahiludium. Traditum in tribus scriptis hebraicis, quae sunt Rabbi Abraham Abben - Ezrae elegans Poema ryhtmicum ... Omnia ex Chartis MSS jam primus deprompsit & Latinè vertit Thomas Hyde ... 2 Blätter (inkl. Titel), 71 Seiten. III. Historia nerdiludii, hoc est dicere, Trunculorum; cum quibusdam aliis Arabum, Persarum, Indorum, Chinensium, & aliarum gentium ludis tam politicis quàm bellicis, plerumque Europae inauditis, multò minùs visis: additis omnium Nominibus in dictarum Gentium Linguis. Ubi etiam Classicorum Graecorum & Latinorum loca quaedam meliùs quàm hactenùs factum est explicantur. Item, Explicatio amplissimi Chinensium Ludi, qui eorum Politiam & modum perveniendi ad Dignitates in Aulâ Regiâ exponit, & egregio ac peramplo Schemate repraesentat. / De Ludis Orientalibus Lib. 2dus, quem horis succisivis congessit Thomas Hyde ... 8 Blätter (inkl. Titel), 278 Seiten, 1 (statt 2) Bll. weiß. Erste Ausgabe. Seltenes Werk bzw. Übersetzung des englischen Bibliothekars und Orientalisten Hyde. Er gilt heute als Begründer der wissenschaftlichen Schachgeschichte. (Vergl. HAB, Katalog Spielerische Seiten Nr. 11) In den "Historia Nerdiludii" werden wenige bekannte arabische, persische, indische und chinesische Würfelspiele vorgestellt. Zustand: Stempel mit Wappen von Heydebrand und der Lasa auf Titel. Die 2 unn. Bll. (Titel) zum 2. Teile sind falsch eingebunden. Innen gebräunt, vereinzelt fleckig und mit wenigen handschriftlichen Notizen. Eine Tafel mit Einriss. Wenige Blätter mit Defekten. Der Einband ist angestaubt, wenig fleckig und gering bestoßen. Rücken mit kleinem Defekt. Ungewöhnlich seltene Ausgabe.          900,00

 

591 - Kindermann, Joseph Karl. Vollständige Anweisung, das Schachspiel durch einen vorhergehenden allgemeinen Unterricht, dann durch die nachfolgenden Erläuterungen der von den besten Meistern aufgestellten Musterspiele, ohne fernere mündliche Unterweisung, selbst ohne einen Mitspieler, gründlich zu erlernen. 2. verbesserte Auflage. Grätz, Ferstl, 1801. 8°. Mit 1 (statt 2) gefalteten Kupfertafel und 1 Titelvignette. 8 Bll., 255 Seiten. Pappband mit Rückenschildchen. (46)

* Linde - N. 573; van der Linde I, 399 mit ausführlicher Inhaltsangabe; Schmid S. 213 mit Angabe von nur 1 Kupfertafel. Der Historiker und Geograf Joseph Karl Kindermann (1744 - 1801) machte sich einen Namen durch seine wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Geographie und Kartographie. Unter seiner publizistischen Leitung erlangte die "Grätzer Zeitung" (Graz) eine bedeutende Stellung unter den österreichischen Zeitungen. Aus dem Inhalt: Geschichte und Apologie des Schachspiels. Vom Schachbrette. Philidors erläuterte Musterspiele. Stamma's Schachspielkunststücke. Zustand: Name und privater Stempel auf Titel. Innen etwas gebräunt und stärker fleckig. Wenige Seiten mit Randdefekten. Einband angestaubt und stark bestoßen. Rücken mit Defekten. Seltene und gesuchte Ausgabe.          90,00

 

592 - Die Kunst die Welt mitzunehmen in den verschiedenen Arten der Spiele, so in Gesellschaften höhern Standes, besonders in der ... Residenz - Stadt Wien üblich sind; Nebst ... Anhang von dem neuen Spiel Lotto di Genoua. Erster Theil (von 2). Wien und Nürnberg, Georg Bauer, 1756. 8°. Mit 1 gest. Titelvignette. 11 Bll., 406 Seiten, 5 Bll. Register. Pappband. (81)

* Linde - N. 3530; van der Linde I, 396 f.; Kieler Schachkatalog 2114. Die Seiten 1 - 94 beschrieben das Schachspiel in einem Beitrag unter dem Titel: "Des berühmten und jetzt lebenden grossen Schach - Meisters in England A. D. Philidor, ganz neuer Unterricht von dem so edlen ... Schachspiel. Nach dieser Art man ... Wien zu spielen pflegt." Die Darstellung zeigt einen Salon mit zwei Spieltischen an denen Dame und l'Hombre gespielt wird. Beschrieben werden u. a. noch das Damespiel, Ballspiele, Billard, l'Hombre, Piquet, Whist und Tarock. Zustand: Buchblock gelockert. Innen etwas gebräunt und fleckig, teilweise stärker. Einband angestaubt, bestoßen und mit Defekten. Rücken fehlt.          150,00

 

593 - Das neue Königliche L'Hombre, nebst einer gründlichen Anweisung wie Quadrille, Cinquille, Piquet, Reversy, Trisett, Taroc, Whist ... nach jetziger Art zu spielen sind, wobey nebst noch andern Kartenspielen das Billard- Pielkentafel- Schach- und Ballspiel, wie auch das Verkehren im Brett, Trictrac und Toccategli ... 14. verbesserte u. vermehrte Auflage. Frankfurt (M.) und Leipzig, Herold, 1797. 8°. VIII, 336 S. Brauner Halblederband mit Rückenvergoldung. (81)

* Vergl. dazu VD18 11544694; Linde - N. 3483; van der Linde II, 53. Mit eigenhändigem Namenszug des englischen Schachbuchsammlers des 19. Jahrhunderts J. W. Rimington Wilson auf Vorsatz. Diese erstmals 1715 erschienene, beliebte Sammlung mit Darstellungen verschiedener Spiele erlebte bis 1846 insgesamt 18 Auflagen. Die Darstellung über das Schachspiel steht in der vorliegenden Ausgabe auf den S. 230 - 238. Zustand: Innen stärker gebräunt und fleckig. Einband etwas bestoßen.          120,00

 

594 - (Lambe, Robert) The history of chess, together with short and plain instructions by which any one may easily play at it without the help of a teacher. [2. Auflage] London, Wilkie und Frier, 1765. 8°. Mit 1 gefalt. Tafel. 148 S. Angebunden: Vida. Poèmes sur le jeu des échecs. 1° Latin ... Vida, de Crémone; 2° Polonais, de Jean Kochanowski; 3° Anglais, de Sir William Jones; 4° Allemand, du recteur Fischer. Traduit en français par Frédéric Alliey. Ces quatre poèmes sont précédés de la bibliographie complète du poème de Vida et d'un aperçu biographique de ce célébre poète. Paris, Café de la Régence, 1851. 8°. 31, 32 Seiten. Blauer Halbleinenband. (81)

* Ad I: Linde - N. 177; Schmid S. 221; van der Linde I, 90. Mit eigenhändiger Unterschrift von Tassilo von Heydebrand und der Lasa auf einem Exlibris mit seinem Familienwappen: "... 1884 Lasa" und seinen eigenhändigen handschriftlichen Notizen vorderem und hinterem Vorsatz. Robert Lambe (1712 - 1795) war Vikar in Norham upon Tweed. Die Seiten 3 - 84 enthalten die Ausführungen zur Geschichte des Schachspiels, wie die Anfänge des Schachspiels, Namen und Figuren des Schachs, berühmte Schachspieler, Autoren und Bücher über das Schachspiel und Chinesisches Schach. Zustand: Stempel mit Wappen von Heydebrand und der Lasa auf Titel. Die S. 117 / 118 fehlen. Handschriftliche Notiz auf Vorsatz. Innen stärker gebräunt und fleckig. Wenige Seiten mit teils reparierten Defekten, S. 9 / 10 mit größerem Ausriss (mit Textverlust). Einband bestoßen. Seltene und frühe englischsprachige Ausgabe. Ad II: Linde - N. 4607; van der Linde II, 267 f.; di Cesare 266. Eines von 100 Exemplaren, vom Übersetzer eigenhändig auf Vortitel signiert u. mit einer eigenhändigen Widmung auf Titel verso versehen. Seltene Zusammenstellung mit einer Bibliographie der Vida - Ausgaben. Zustand: Innen gebräunt u. fleckig, mit wenigen handschriftlichen Notizen. Widmungsblatt oben knapp beschnitten, mit teilweisem Buchstabenverlust. Seltene Ausgabe.          300,00

 

595 - Lewis, W. Oriental Chess, or specimens of hindoostanee excellence in that celebrated game; exhibited in more than seventy situations, originally published in India, and remarkable for their unparalleled skill and ingenuity: to which are added, numerous original situations, together with selections from the best european authors. 2 Bände. London, Richardson, 1817. 12°. IX, 1 Bl., 75 unnum. Bll. mit 150 Diagrammen, 1 Bl. Errata; 2 Bll. Titel, 141 Seiten. Rote Lederbände mit Rückenschildchen und reicher Rückenvergoldung. (81)

* Linde - N. 2365; van der Linde II, 93; Kieler Schachkatalog 6875; Schmid S. 224. "Das vorhergehende Werk ist eine freie Bearbeitung von Trevangadacharya Shastree, Essays on Chess adopted to the European mode of play ..." (Schmid) Der erste Band enthält die Diagramme, im zweiten Band sind die Lösungen. 73 dieser 150 Probleme "(marked E), are extracted from a most scarce and valuable treatise, originally compiled in the Sanscrit language". (Vergl. Vorwort) Zustand: Jeweils Etikett auf Innendeckel. Privater Stempel von Miroslv Soukup und Name auf Vorsatz. Innen gebräunt und vereinzelt fleckig. Einbände gering bestoßen. Seltene und dekorativ gebundene Ausgabe.          180,00

 

596 - (Marinière, E. de la) La maison des ieux academiques, contenant un recueil general de tous les Ieux divertissans pour se réjouir & passer le temps agreablement. Et augmentée de la Lotterie Plaisante. Paris, Loyson, 1668. 8°. Mit 1 Frontispiz. 5 Bll. (inkl. Titel), 300 Seiten. Brauner Lederband mit goldverziertem Rücken. (81)

* Linde – N. 3459; van der Linde II. 51. Der Beitrag über das Schachspiel steht auf den Seiten 276 – 284. Das Frontispiz zeigt einen Blick durch ein Portal auf Personen bei verschiedenen Spielen, u. a. bei Karten- und Würfelspiel, Billard und links vorne hält ein Herr ein Schachbrett. Zustand: Buchblock gelockert. Frontispiz mit Eckabriss. Innen stärker gebräunt, etwas fleckig und mit wenigen Anstreichungen. Wenige Seiten mit Defekten. Letzter Vorsatz fehlt. Einband bestoßen. Rücken oben und unten defekt.          80,00

 

597 - Mauvillon, F(riedrich) W(ilhelm) v. Anweisung zur Erlernung des Schach - Spiels, mit besonderer Rücksicht auf diejenigen, denen das Spiel durchaus unbekannt ist. Essen, Bädeker, 1827. 8°. Mit 1 lithographierten Porträt von Elias Stein und 526 Spielzeichnungen auf 19 lithographierten, gefalteten Tafeln. VIII, 4 Bll., 382 S., 1 Bl. Inhalt. Brauner Halbleinenband mit etwas defektem Rückenschildchen. (46)

* Linde - N. 652; van der Linde II, 32; Schmid S. 248f. Friedrich Wilhelm von Mauvillon (1774 - 1851) war königlich preußischer Oberst und ein Schüler des holländischen Schachmeisters Elias Stein. Seine schriftstellerische Tätigkeit umfasst meist militärische Werke und Schachbücher. Die vorliegende Ausgabe ist ein umfangreiches Schachlehrbuch, das u. a. Kapitel über die Regeln, den Wert der Steine, Eröffnungen, Endspiele und ausgewählte, ganze Partien enthält. Zustand: Innen stärker gebräunt und etwas fleckig, teilweise stärker. Wenige Seiten mit Textabklatsch oder mit Defekten. Einband stark angestaubt, etwas fleckig und bestoßen. Gesuchte Ausgabe.          150,00

 

598 - Der Meister in allen Kartenspielen oder vollständige, deutliche und faßliche Anweisung, L’Hombre, Whist, Quadrille, Piquet, Reversy, Triset, Boston, Patience, Cabale, Casino, nebst allen übrigen Kartenspielen vollkommen gut … zu spielen, nebst einem Anhang wie die Billard-, Schach-, Ball- und alle anderen Gesellschaftsspiele … Hamburg und Altona, Vollmer, ca. 1790. 12°. 2 Bll. (Titel und Inhalt), 91 Seiten. Marmorierter Pappband. (81)

* Der Beitrag über das Schachspiel ist auf den Seiten 75 – 79. Zustand: Innen gebräunt und ringsum knapp beschnitten. Einband an Ecken und Kanten bestoßen.          60,00

 

599 - Netto, (Friedrich August Wilhelm) Schathrandsch oder das Schachspiel unter Zweien, und dessen Geheimnisse; ferner das Courierspiel, Rundschach des Tamerlan und das Kriegesspiel. Aus den ältesten und seltensten literarischen Quellen, nach dessen Benennung, Erfindung, Einrichtung, Verbreitung, Spielart, seinen Regeln und Musterspiele für die Selbstunterweisung systematisch bearbeitet. Berlin, Pauli, 1827. Mit 1 Textabbildung und 2 Diagrammen (Titelkupfer fehlt). VI, 211 S. (1 Bl. Anzeigen fehlt). Brauner Halbleinenband. (46)

* Linde - N. 4858; Kieler Schachkat. 1809; Schmid S. 257. Titelbeginn in Sanskritschrift. Zustand: Innen gebräunt, fleckig, teilweise stärker u. etwas knapp beschnitten. Einband bestoßen und Rücken verblichen. Seltene und gesuchte Ausgabe.          90,00

 

600 - Netto, (Friedrich August Wilhelm) Schathrandsch oder das Schachspiel unter Zweien, und dessen Geheimnisse; ferner das Courierspiel, Rundschach des Tamerlan und das Kriegesspiel. Aus den ältesten und seltensten literarischen Quellen, nach dessen Benennung, Erfindung, Einrichtung, Verbreitung, Spielart, seinen Regeln und Musterspiele für die Selbstunterweisung systematisch bearbeitet. Berlin, Pauli, 1827. Mit 1 Titelkupfer, 1 Textabbildung und 2 Diagrammen. VI, 211 Seiten, 1 Bl. Anzeigen. Neuer brauner Lederband mit geprägten Verzierungen auf Rücken und Vorderdeckel. (Als Broschur gebunden) (81)

* Linde - N. 4858; Kieler Schachkat. 1809; Schmid S. 257. Friedrich August Netto (geb. 1783) war Mathematiker und Geodät. Titelbeginn in Sanskritschrift. Interessante Ausgabe u. a. mit Kapiteln über Erfindung und Verbreitung des Schachspiels, Bezeichnung der Steine, Spielanfänge, Courierspiel etc. Zustand: Orig. Umschlag eingebunden. Innen papierbedingt etwas gebräunt, mit wenigen privaten Stempeln und vereinzelt fleckig, Titel und letztes Blatt stärker. Einband angestaubt und wenig bestoßen. Seltene und schön gebundene Ausgabe.          90,00

 

601 - Philidor, A. D. (François André Danican) L'Analyse des Echecs contenant une nouvelle Methode pour apprendre un peu de tems à se perfectioner dans ce noble Jeu ... Leipzig, Breitkopf, 1754. 8°. Mit 1 Titelvignette. 8 Bll. (inkl. Titel), 168 Seiten. Pappband. (81)

* Van der Linde I, 391. Mit eigenhändiger Unterschrift von Tassilo von Heydebrand und der Lasa auf einem Exlibris mit seinem Familienwappen: "... 1884 Lasa". Philidor (1726 - 1795) war der größte Meister des 18. Jahrhunderts und stärkster Spieler der Welt nach seinen Wettkampfsiegen gegen Stamma. Sein Buch enthält seine Schachstrategie mit der er seinen Zeitgenossen weit voraus war. Er verfasste sie mit 22 Jahren und ließ sie dann in London drucken. Sein Satz "Die Bauern sind die Seele des Schachspiels ..." wurde zur Legende. Von Beruf war er eigentlich Musiker und Opernkomponist. Die Inhalte sind auch heute noch von großer Bedeutung, es war eben ein bahnbrechendes Werk. "Mit der Erläuterung seiner Grundsätze in seinem Buch "L'Analyse du Jeu des Echecs" legte Philidor den Grundstein des modernen Schachs. Zustand: Stempel mit Wappen von Heydebrand und der Lasa auf Titel. Name auf Titel. Innen gebräunt, etwas fleckig und wenige Seiten mit Defekten. S. 165 – 168 mit repariertem Ausriss in der unteren Ecke. Der Einband ist stark bestoßen. Seltenes und gesuchtes Werk.          300,00

 

602 - Philidor, A. D. (André Danican) Die Kunst im Schachspiel ein Meister zu werden. das ist: Ein neuer Unterricht, wie man in kurzem dieses so edle und beliebte Spiel nach seiner Vollkommenheit erlernen könne. gewiesen Nach den neuesten Mustern des berühmten und itztlebenden großen Schachspiel - Meisters in England ... und Des Arabers Philipp Stamma ... entdeckte Schachspiel - Geheimnisse, nebst einigen Regeln ... und den Sieg durch feine und subtile Züge davon zu tragen. 2 Teile in einem Band. Straßburg, König, 1754. Kl. - 8°. Mit 1 gefalteten Tafel. 12 Bll. (inkl. Titel u. Titel von Teil 2), 351 Seiten, letzte (unnum.) Seite Errata. Angebunden: Aben Esra, Abraham. Neu – eröffnete Kunststück des Schach – Spiels, darinnen Nicht allein die unterschiedlichen Nahmen und Gebrauch auch Anzahl der Steine dieses Spiels bey allerhand Nationen … Als vornehmlich die Kunst – Griffe dieses Spiels in anmuthigen Gleichnissen … in Hebäischer Sprache geschrieben … ins Teutsche übersetzet von Ludi Magistro. Frankfurt und Leipzig 1743. 104 S. Brauner Lederband mit goldverziertem Rücken. (81)

* Ad I: Linde - N. 476; van der Linde I, 395. Erste deutsche Ausgabe. "Mit der Erläuterung seiner Grundsätze in seinem Buch "L'Analyse du Jeu des Echecs" legte Philidor den Grundstein des modernen Schachs. Er führte das Schachspiel aus den engen Grenzen Euklidscher Beobachtung heraus in den grenzenlosen Bereich Cartesianischen Denkens". (Max Euwe) Philidor war der stärkste Schachmeister des 18. Jahrhunderts, er war Musiker und Schachmeister gleichermaßen. So erschien diese erste deutsche Ausgabe in Straßburg im gleichen Jahr, als in London seine Hymn to Harmony uraufgeführt wurde. Ad II: Linde – N. 340; van der Linde I, 160 f.; Schmid S. 91 f. Der spanische Gelehrte und Schriftsteller Abraham Aben Esra (um 1090 - 1167) beschäftigte sich u. a. mit der Bibelauslegung, Grammatik, Astrologie und Philosophie. Die vorliegende Ausgabe enthält sein Gedicht über das Schachspiel. Nach den Vorreden des Übersetzers, des Rabbi Wirmischa, Rabbi Abrahams Reimen über das Schachspiel folgt auf den Seiten 49 - 91 "Das Buch: des Königs Lust".  Am Ende folgt eine Abhandlung von Aben Jachia und ein Schlussgedicht. Das Schachgedicht gilt als eines der ältesten literarischen Belege für das Spiel in Westeuropa. Zustand: Exlibris auf Innendeckel.  Innen etwas gebräunt, teilweise stärker und vereinzelt fleckig. Stempel auf hinterem Vorsatz. Einband bestoßen und mit Defekten. Seltene Ausgabe.          450,00

 

603 - Philidor, A. D. (André Danican) Die Kunst im Schachspiel ein Meister zu werden. das ist: Ein neuer Unterricht, wie man in kurzem dieses so edle und beliebte Spiel nach seiner Vollkommenheit erlernen könne. gewiesen Nach den neuesten Mustern des berühmten und itztlebenden großen Schachspiel - Meisters in England ... und Des Arabers Philipp Stamma ... entdeckte Schachspiel - Geheimnisse, nebst einigen Regeln, dieses Spiel wohl zu vollziehen, und den Sieg durch feine und subtile Züge davon zu tragen. 2 Teile in einem Band. Straßburg, König, 1754. Kl. - 8°. Mit 1 gefalteten Tafel. 12 Bll. (inkl. Titel u. Titel von Teil 2), 351 Seiten, letzte (unnum.) Seite Errata. Schwarzer Halblederband mit goldverziertem Rücken. (33)

* Linde - N. 476; van der Linde I, 395. Erste deutsche Ausgabe. Eine ausführliche Würdigung von Philidor finden sie bei dem vorstehenden Exemplar. Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Buchblock gelockert. Vorsätze erneuert. Titel mit Defekten und mit weißem Papier dubliert. Innen stärker gebräunt, etwas fleckig, wenige Seiten stärker. Wenige Seiten mit Notizen von alter Hand.  Einband etwas berieben und bestoßen. Seltene Ausgabe.          240,00

 

604 - Philidor, A. D. (André Danican) Die Kunst im Schachspiel ein Meister zu werden. Das ist: Ein neuer Unterricht, wie man in kurzem dieses so edle und beliebte Spiel nach seiner Vollkommenheit erlernen könne. Gewiesen nach den neuesten Mustern des berühmten und itztlebenden großen Schachspiel - Meisters in England ... und Des Arabers Philipp Stamma ... entdeckte Schachspiel - Geheimnisse, nebst einigen Regeln, dieses Spiel wohl zu vollziehen, und den Sieg durch feine und subtile Züge davon zu tragen. 2 Teile in einem Band. [2. Auflage] Straßburg, König, 1764. Kl. - 8°. Mit 1 gefalteten Tafel. 10 (statt 12) Bll. (inkl. Titel u. Titel von Teil 2), 352 Seiten. Brauner Halblederband mit goldverziertem Rücken. (81)

* Linde - N. 477; van der Linde I, 396. Eine ausführliche Würdigung von Philidor finden sie bei dem vorstehenden Exemplar. Zustand: Vorsätze erneuert, mit Stempel und Leimschatten. Name auf Titel. Innen papierbedingt gebräunt und stärker fleckig. Tafel mit repariertem, größerem Ausriss. Einband bestoßen. Rücken etwas beschabt.          150,00

 

605 - Philidor, A. D. (André Danican) Die Kunst im Schachspiel ein Meister zu werden. Das ist: Ein neuer Unterricht, wie man in kurzem dieses so edle und beliebte Spiel nach seiner Vollkommenheit erlernen könne. Gewiesen nach den neuesten Mustern des ... großen Schachspiel - Meisters in England ... und Des Arabers Philipp Stamma ... entdeckte Schachspiel - Geheimnisse, nebst einigen Regeln ... und den Sieg durch feine und subtile Züge davon zu tragen. Zwei Teile in einem Band. Dritte Auflage. Straßburg, König, 1771. 8°. Mit 1 gefalteten Tafel. 11 (statt 12) Bll. (inkl. Titel), 352 Seiten. Neuer roter Halblederband. (Als aufgeschnittene Broschur gebunden) (46)

* Linde - N. 476; v. d. Linde I, 395. Eine ausführliche Würdigung von Philidor finden sie bei dem vorstehenden Exemplar. Zustand: Vorsätze erneuert. Innen papierbedingt gebräunt und etwas fleckig, teilweise stärker, mit wenigen Notizen von alter Hand und teilweise randig. Wenige Seiten mit teils reparierten Defekten. Einband etwas bestoßen. Rücken etwas verblichen. Seltene und gesuchte Ausgabe.          240,00

 

606 - Ringhieri, Innocenzo. Cento giuochi liberali, et d'ingegno, nouellamente da ... ritrovati e in dieci libri discritti. Non sia alcuno cotanto ardito, che quest'Opra fra dieci anni imprima ... Bologna, Anselmo Giaccarelli, 1551. 4°. Mit vielen teils größeren Initialen und einer großen Druckermarke auf dem Titel. 4 unnummerierte, 162 nummerierte Blätter, 1 Bl. mit Druckermarke. Brauner Lederband mit Linienvergoldung auf den Deckeln, Steh- und Innenkantenvergoldung, Rückenschildchen und reicher Rückenvergoldung. Dreikantgoldschnitt. (81)

* Chicco - Sanvito 734; van der Linde II, 331; Rosenthal, Bibl. Magica 7285. Das Werk ist der Catarina de Medici, Königin von Frankreich, zugeeignet und enthält auf Bll. 157 b - 158b die Anweisung eine Partie Schach mittels Personen auszuführen. Eine seltene Sammlung von kuriosen Gesellschaftsspielen der Renaissance, darunter Giuoco della Fortuna, dell'Amante et dell amato, del Corpo humano, del Chiromante, della Bellazza, della Musica etc. Zustand: Die ersten 4 Blätter sind im weißen Rand teilweise mit weißem Papier dubliert. Innen etwas gebräunt, vereinzelt etwas fleckig und mit wenigen Notizen von alter Hand. Der Einband ist bestoßen. Seltener Druck in einem dekorativen Einband.          750,00

 

607 - Selenus, Gustavus. (Kryptonym für Herzog August d. J. von Braunschweig und Lüneburg) Das Schach = oder König = Spiel. Von Gustavo Seleno, In vier unterschiedene Bücher / mit besonderm fleiß / gründ = und ordentlich abgefasset. Auch mit dienlichen Kupfer = Stichen / gezieret: Desgleichen vorhin nicht aufgangen. Diesem ist zu ende / angefüget / ein sehr altes Spiel / genandt / Rythmo - Machia. Leipzig 1617. Druckvermerk am Ende unter großer verzierter Druckermarke: Leipzig / Gedruckt durch Lorentz Kober. Bey Henning Groß den Jüngern / zu finden. Im Jahr 1616. 4°. Kollation: Prachtvoll verzierter Kupfertitel, 5 gestochene figürliche Zwischentitel mit Zierbordüren (davon 4 gleiche), 1 Tabelle, 1 doppelblattgroße Kupfertafel, viele Textkupfer, Vignetten und Zierstücke sowie 30 blattgroße Kupfertafel und einer gestochenen Druckermarke am Ende. 12 Blätter (inkl. Titel), 495 Seiten. Pergamentband. (46)

* Van der Linde I, 348 ff; Brunet V, 270; Ebert 20818; Graesse VI, 344; VD17 39:125792Z. Titelausgabe [= Zweite Auflage] der ersten Ausgabe (Van der Linde S. 351 mit den Merkmalen) und die erste wissenschaftliche Publikation des Herzogs. Das umfangreiche Werk war nach gründlichen Literaturrecherchen entstanden und ist die erste umfangreiche Darstellung zum Thema in deutscher Sprache. Besonders die Ausgabe von Ruy Lopez de Sigura, Libro de la invención liberal y arte del juego del Axedrez ..., Alcala 1561, war Grundlage der Darstellung. Der Herzog hatte das Schachbuch auch auf eigene Kosten drucken lassen. Er kümmerte sich um den Vertrieb und verschenkte einen Teil der Auflage an Fürsten und Herzöge. Ausführliche Hinweise finden sich im Katalog der Herzog August Ausstellung der Bibliothek in Wolfenbüttel 1979, Seite 173 ff. Unser Exemplar stammt aus der ersten Titelauflage, die auf Seite 496 um ein Druckfehlerverzeichnis vermehrt ist. Besonders hervorzuheben ist die doppelblattgroße Kupfertafel, die den Herzog beim Schachspiel mit einem Unbekannten zeigt. Der Kupferstich zum Titelblatt war nach genauen Angaben des Herzogs von Kilian 1616 entworfen worden und beinhaltet Legenden um Palamedes, der im Trojanischen Krieg das Schach- und auch das Würfelspiel erfunden haben soll. Auf einer der doppelblattgroßen Tafeln ist Selenus mit einem Ahnherrn, Herzog Ernst zu Braunschweig abgebildet. Auf dem Titelblatt ist statt Palamedes der Herzog beim Schachspiel abgebildet, in einem unteren Bild vertritt er Columbus mit dem Ei. (Ausführliche Darstellungen finden sich im Beitrag von Marion Faber im oben zitierten Katalog und im Katalog "Spielerische Seiten") Zustand: Buchblock gelockert. Innen gebräunt und etwas fleckig, teilweise stärker. Wenige Blätter mit kleinen Defekten. Ab Seite 490 mit größerem Braunfleck. Einband angestaubt, fleckig und etwas bestoßen. Rücken oben defekt. Interessantes Sammlerstück.          1800,00

 

608 - Stamma, Philippe. Nouvelle manière de jouer aux échecs selon la méthode du Sr. Philippe Stamma natif d'Alep. Utrecht, Schoonhoven, 1777. Kl. - 8°. Mit gestochenem Titel und 2 Textkupfern als Zierstücke. XXXI, 163 Seiten, 1 Bl. weiß. Brauner Lederband mit Rückenschildchen und goldverziertem Rücken. (81)

* Van der Linde I, 380; Linde - N. 425; Kieler Schachkat. 3243. Exlibris des dänischen Internationalen Meisters Jens Enevoldsen auf Innendeckel. Philipp Stamma war bekannter syrischer Schachmeister des 18. Jahrhunderts. Bereits 1737 gab er eine Sammlung von Endspielstudien heraus. Sein größtes Verdienst ist die Erfindung einer Kurznotation, die auch heute noch in leicht verbesserter Form angewendet wird. Die vorliegende Ausgabe enthält eine Texteinführung über das Schachspiel und seine Regeln, danach Beschreibung von Partien in verschiedenen Fassungen. Zustand: Stempel auf Titel. Innen wenig gebräunt, Buchschnitt fleckig. Einband wenig bestoßen.          180,00

 

609 - Stamma. (Schlesinger, W.) Des Arabers Philipp Stamma Schachspiel - Geheimnisse. Das ist dessen hundert Spiel - Endungen. Neu herausgegeben und mit Anmerkungen, Verbesserungen, und Zusätzen zum Unterricht für minder geübte Schachspieler versehen von W. S., einem Oesterreicher. Wien, Georg Binz, 1806. 8°. 211 Seiten (1 Bl. Errata fehlt).  Brauner Lederband mit Rückenschildchen und Rückenvergoldung. (81)

* Linde - N. 431; van der Linde I, 380; Schmid S. 322. Philipp Stamma war bekannter syrischer Schachmeister des 18. Jahrhunderts. Bereits 1737 gab er seine Sammlung von Endspielstudien heraus, die danach in vielen weiteren Auflagen und Übersetzungen verbreitet wurden. Sein größtes Verdienst ist die Erfindung einer Kurznotation, die auch heute noch in leicht verbesserter Form angewendet wird. Vergl. zu Stamma und den verschiedenen Ausgaben umfassend van der Linde I, 377 ff. Zustand: Der orig. lithographierte Umschlag ist eingebunden. Innen etwas gebräunt und fleckig, teilweise stärker. Wenige Seiten mit reparierten Defekten. Einband etwas angestaubt und bestoßen.          120,00

 

610 - Theoretisch - praktischer Unterricht im Schachspiele von einer Gesellschaft von Liebhabern. Aus dem Französischen übersetzt und mit den hundert Spielen des Philipp Stamma vermehrt. [Übersetzt von K. F. Trost] Berlin, Nicolai, 1780. 8°. Titel, 4 Bll. Vorrede, 430 Seiten. Marmorierter Pappband mit Rückenschildchen. (46)

* Van der Linde I, 414; Linde - N. 542; vergl. Schmid S. 337 und 108 f. Erste Ausgabe. Die französische Erstausgabe datiert aus dem Jahre 1775; sie wurde von einigen Spielern des Café de la Régence mit dem Titel "Traité Théorique et Practique du Jeu des Echecs, par une Société d'Amateurs" in kleinem Format ediert. Der Fachverleger Nicolai hebt in seinem Vorwort hervor, dass eine Menge lehrreicher Anmerkungen für diejenigen enthalten seien, "welche im Schachspiel vollkommen werden wollen". Darauf folgen im ausführlichen Vorwort weitere Kommentierungen zur vorliegenden Ausgabe. "Die in dem Werke befolgte Theorie ist die, damals ausser Italien allgemein angenommenen, und nach dem grossen Meister jener Zeit benannte Theorie des Philidor." (Schmid) Die Seiten 377 - 427 im Anhang enthalten die hundert Spiele des Philipp Stamma. Zustand: Name auf Vorsatz. Innen papierbedingt gebräunt u. vereinzelt fleckig. Pappband bestoßen. Rücken mit Defekten. Seltene Ausgabe.          120,00

 

611 - Theoretisch - praktischer Unterricht im Schachspiele von einer Gesellschaft von Liebhabern. Aus dem Französischen übersetzt und mit den hundert Spielen des Philipp Stamma vermehrt. [Übersetzt von K. F. Trost] Berlin, Nicolai, 1780. 8°. Titel, 4 Bll. Vorrede, 430 Seiten. Brauner Lederband mit Rückenschildchen und blindgeprägtem Vorderdeckel. (Als aufgeschnittene Broschur gebunden) (81)

* Van der Linde I, 414; Linde - N. 542; vergl. Schmid S. 337 und 108 f. Erste Ausgabe. Die französische Erstausgabe datiert aus dem Jahre 1775; sie wurde von einigen Spielern des Café de la Régence mit dem Titel "Traité Théorique et Practique du Jeu des Echecs, par une Société d'Amateurs" in kleinem Format ediert. Der Fachverleger Nicolai hebt in seinem Vorwort hervor, dass eine Menge lehrreicher Anmerkungen für diejenigen enthalten seien, "welche im Schachspiel vollkommen werden wollen". Darauf folgen im ausführlichen Vorwort weitere Kommentierungen zur vorliegenden Ausgabe. "Die in dem Werke befolgte Theorie ist die, damals ausser Italien allgemein angenommenen, und nach dem grossen Meister jener Zeit benannte Theorie des Philidor." (Schmid) Seiten 377 - 427 im Anhang enthalten die hundert Spiele des Philipp Stamma. Zustand: Innen papierbedingt stärker gebräunt, fleckig, mit wenigen handschriftlichen Notizen und Stempeln. Der dekorative Einband ist etwas bestoßen, beschabt und angestaubt. Letztes Blatt kürzer beschnitten. Seltene Ausgabe.          150,00

 

612 - Traité théorique et pratique du jeu des échecs, par une société d'amateurs. Paris, Stoupe, 1775. 8°. Mit 1 Diagramm. XII, 412 Seiten, 2 Bll. Brauner Lederband. (81)

* Van der Linde I, 413 / 14; Linde - N. 538; vergl. Schmid 109. Diese Anweisung in franz. Sprache wurde von einigen Spielern verfasst, die zu jener Zeit im Café de la Régence in Paris zusammenkamen u. spielten. Darunter so namhafte Spieler wie Carlier, Leger, Bernard und Verdoni. Die Darstellung folgt der Theorie des Philidor. Letzter Vorsatz mit montiertem, handschriftlichen Blatt mit Notation einer Partie von Paul Laroche – P. Morphy. Zustand: Innen gebräunt, fleckig und mit wenigen Notizen von alter Hand. Einige Seiten mit Defekten oder kürzer beschnitten. Einband bestoßen. Rücken defekt. Seltene Ausgabe.          90,00

 

613 - Trevangadacharya Shastree. Essays on Chess adapted to the European mode of play: Consisting principally of positions and critical situations calculated to improve the learner and exercise the Memory. Bombay, Cruz, 1814. 8°. Mit 1 Schlussvignette. 4 Bll. Subskribentenliste, XIII, 178 Seiten. Dunkelgrüner Halblederband mit goldgeprägtem Titeldruck auf Rücken. (81)

* Linde – N. 2164; van der Linde I, 126 ff.; Schmid S. 334. Mit eigenhändigem Namenszug von Miron James Hazeltine auf Vorsatz. „Trevangadacharya hat zu Anfang dieses Jahrhunderts das hindostanische dem neuen europäischen Schach angepasst.“ (van der Linde) Die vorliegende Ausgabe ist die erste englische Übersetzung nach dem orig. Sanscrit - Manuskript. Begonnen wird mit einer Vorrede, in der der Verfasser 10 Differenzpunkte angibt. Es folgen „Positions or critical situations“ und auf den S. 78 – 107 sind „vier Spiele (Four essays …) mit ihren Varianten, die uns einen richtigen Blick in das Wesen dieser Abart erlauben.“ Ab S. 108 folgen die Lösungen. Miron James Hazeltine (1824 – 1907) betreute die Schachkolumne von 1856 bis zu seinem Tod 1907 die Schachkolumne im New York Clipper, war Schachschriftsteller u. soll bei seinem Tod 1907 in jener Zeit eine der größten Schachbibliotheken in den USA gehabt haben. Zustand: Innen etwas gebräunt und vereinzelt fleckig, teilweise stärker. Handschriftliche Nummer auf Titel verso u. Rücken. Wenige Seiten unten etwas kürzer beschnitten oder mit kleinen Defekten. Stempel auf letztem Vorsatz u. Buchschnitt. Einband bestoßen und beschabt. Rücken verblichen. Seltene Ausgabe.          450,00

 

614 - Tric Trac. (Guiton, Nicolas). Traité complet du jeu de Trictrac, avec figures; contenant les principes et Règles de ce jeu, avec des tables de calculs qui ne se trouvent dans aucun des traités connu. Paris, Michaud et Delaunay, 1816. 8°. Mit einigen Holzschnittillustrationen. 310 Seiten, 1 Bl. Neuer brauner Halblederband mit Rückenschildchen. (81)

* Barbier IV, 741. Erste Auflage, dieses im frühen 19. Jahtrhundert erschienenen Buches über Tric Trac, einer französischen Variante des Backgammons. Zustand: Innen randig, etwas gebräunt und vereinzelt fleckig. Mit wenigen Notizen von alter Hand.           50,00

 

615 - Vida, Marcus Hieronymus. Opera. Quorum catalogum sequens pagella continet. (Genf), Jacob Stoer, 1605. 16°. Mit 1 Titelbordüre. 555 Seiten. Angebunden: Sannazaro, Jacopo. Opera Omnia. Hac novissima editione … Lyon, de Harsy, 1605. Mit 1 Titelvignette. 206 Seiten. Pergamentband mit handschriftlichem Rückentitel. (81)

* Ad I: Van der Linde II, 261; di Cesare 32. Das Schachgedicht ist auf den S. 501 - 523 abgedruckt. Es schildert mit Mitteln d. heroischen Epos die Geschehnisse einer Schachpartie zwischen Apollo u. Merkur, erklärt Figurenaufstellung, Zug- und Schlagweise und Zweck des Spiels. Marco Girolamo Vida (geboren um 1490) war junger Priester u. stammte aus Cremona. Zum Lohn für seine Dichtkunst u. besonders das Schachgedicht erhielt Vida von Papst Clemens VII. den Episkopat von Alba bei Turin, wo er bis zu seinem Tod im Jahre 1566 wirkte. Die vorliegende Ausgabe enthält: Hymni de rebus divinis ..., Christiados, de Arte poetica, de Bombyce, Scacchia, Bucolica Eclogae, Carmina diversi generis. Ad II: Jacob Sannazaro (1558 - 1530) war einer der bedeutenden italienischen u. neulateinischen Dichter der Renaissance. Zustand: Innen stärker gebräunt, gering fleckig u. mit wenige Notizen von alter Hand. Einband verblichen und fleckig. Schöne kleinformatige Ausgabe.          150,00

 

616 - Vida, Marcus Hieronymus. Das Schachspiel, ein Heldengedicht im Kleinen aus dem Lateinischen. Magdeburg und Frankfurt / Oder, Hechtel, 1772. 8°. Mit 1 Titelvignette. 46 Seiten. Neuer brauner Leinenband. (81)

* Di Cesare 227. Exlibris des dänischen Internationalen Meisters Jens Enevoldsen auf Innendeckel. Privater Stempel des deutschen Schachspielers, -schriftstellers und Schachfunktionärs Max Lange auf Titel verso. Deutschsprachige Übersetzung von Johann David Müller von Vida's Schachgedicht "Scacchia Ludus". Das Schachgedicht schildert mit Mitteln des heroischen Epos die Geschehnisse einer Schachpartie zwischen Apollo u. Merkur, erklärt Figurenaufstellung, Zug- u. Schlagweise u. Zweck des Spiels. Marco Girolamo Vida (geboren um 1490) erhielt von Papst Clemens VII. den Episkopat von Alba bei Turin, wo er bis zu seinem Tod im Jahre 1566 wirkte. Zustand: Innen gebräunt und etwas fleckig.          120,00

 

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