Schachraritäten aus alter Zeit



468 Aben Esra, Abraham. Neu – eröffnete Kunststueck des Schach - Spiels : darinnen nicht allein die unterschiedliche Nahmen und Gebrauch auch Anzahl der Steine dieses Spiels, bey allerhand Nationen als: denen Persern, Türcken, Mohren, Russen, Pohlen, Teutschen … gezeiget wird, Als vornehmlich die Kunst - Griffe dieses Spiels, In anmuthigen Gleichnissen … von … Abraham Aben Esra in Hebräischer Sprache geschrieben, Nun aber … ins Teutsche übersetzet von Lvdi Magistro. Frankfurt und Leipzig, 1743. 8°. 104 Seiten. Dunkelblauer Leinenband. (81)

* Linde – N. 340; van der Linde I, 160 f. Mit eigenhändiger Unterschrift und Nummerierung von Tassilo von Heydebrand und der Lasa auf einem Exlibris mit seinem Familienwappen auf Innendeckel: "No ... 1884 Lasa" und Stempel mit Wappen von Heydebrand und der Lasa auf Titel. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. „Dieses ebenfalls ziemlich seltene Büchlein ist nichts Anderes als eine anonyme deutsche Uebersetzung der Ausgabe 1726 …“ (van der Linde) Die Ausgabe enthält eine kurze Anrede, eine Vorrede des Übersetzers, eine Vorrede des Rabbi Wirmischa. Es folgen Rabbi’s Abrahams Aben Esra Reimen über das Schach - Spiel und der eigentliche Kern des Werks „Das Buch: Des Königs Lust“. Am Ende eine Abhandlung von Aben Jachia (… andere schöne Erklärung des Schach – Spiels) und ein Schlussgedicht. Der spanische Gelehrte und Schriftsteller Abraham Aben Esra (um 1092 – 1167) gilt als Verfasser des Schachgedichtes, das im 12. Jahrhundert die hebräische Schachliteratur eröffnet. Das Gedicht, das Schach als einen Krieg schildert, gilt als eines der ältesten literarischen Zeugnisse des Schachspiels in Westeuropa. Allerdings ist die Zuschreibung des Gedichtes zum Autoren nicht unumstritten. Zustand: Privater Stempel auf Titel verso. Innen stärker gebräunt und mit wenigen handschriftlichen Notizen. Wenige Seiten mit Defekten oder randig. Einband berieben, wenig bestoßen und teilweise verblichen. Seltene Ausgabe.            240,00

 

469 Académie universelle des jeux, contenant les règles des jeux de Quadrille, & Quintille, de l'Hombre à trois, du Piquet, du Réversis, des échecs, du Trictrac; & de tous les autres jeux. Avec des instructions faciles pour aprendre à les bien jouer. Nouvelle édition. Paris, Le Gras, 1739. 8°. Mit 1 Textabbildung. 12 Bll. (incl. Titel), 588 Seiten. Neuer brauner Lederband mit goldgeprägtem Rückentitel und Rückenvergoldung. (81)

* Van der Linde I, 365; Linde - N. 3424; Kieler Schachkat. 1998 mit etwas anderer Kollation. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Ein populäres Handbuch mit vielen Spielbeschreibungen. Die Abteilung Schach ist auf Seite 280 - 458 dargestellt. Ausgabe mit Daten im Wasserzeichen 1743 – 44. Zustand: 1 Bl. weiß fehlt. Innen gebräunt u. teilweise fleckig und oben etwas knapp beschnitten. Gesuchtes Spielbuch.            90,00

 

470 Alfons der Weise. Das spanische Schachzabelbuch des Königs Alfons des Weisen vom Jahre 1283. Illustrierte Handschrift im Besitze der Königl. Bibliothek des Eskorial. Vollständige Nachbildung der Handschrift ... El Tratado de Ajedrez ordonando ... del Rey D. Alonso el Sabio ... Faksimiledruck - unnummerierte Normalausgabe. Zwei Teile, ungebunden in Lagen lose. Leipzig, Hiersemann, 1913. Groß - Folio. Mit zusammen 194 nummerierten schwarz - weißen Lichtdrucktafeln mit vielen Nachdrucken der Miniaturen im Text. Vortitel, Titel, 3 Bll. Einführung. (Deutsch und Spanisch von John G. White). Lose in zwei rotbraunen, privaten Pappumschlägen. (75)

* Vergl. dazu Linde - N. 344 und zur Bedeutung der Handschrift vergl. van der Linde I, 137 ff. und 278 ff. Die "älteste europäische Urkunde des Schachspiels ... eine kostbare Pergamenthandschrift", die auf Anordnung Alfons X. d. Weisen bearbeitet wurde u. neben dem Schachspiel auch das Trictrac- u. Mühlespiel behandelt. Es enthielt auch eine Schachproblemsammlung. Zustand: Der Druck erfolgte auf getöntem Papier, die Tafeln haben am Rand leichte Läsuren bzw. Knickspuren. Jeweils zwei Tafeln sind am Rand durch einen weißen Leinenstreifen zusammenmontiert. Vortitel stärker gebräunt. Die Papphüllen sind bestoßen, haben Defekte und Gebrauchspuren. Immer noch gesuchter Faksimiledruck dieser wichtigen Ausgabe.            450,00

 

471 Allgaier, Johann. Neue theoretisch - practische Anweisung zum Schachspiele. In fünf Tabellen bearbeitet. [3. Auflage] Wien, Rötzl und Kaulfuß, 1811. 8°. Mit 1 Titelkupfer und 6 gefalteten Tabellen. 2 Bll. (inkl. Titel), 133 Seiten, 1 Bl. Roter Halblederband mit goldgeprägtem Titeldruck auf Rücken. (81)

* Linde - N. 565; Chicco / Porreca S. 14; Schmid S. 102 ff.: "Unter den deutschen Originalwerken gebührt der ... Anweisung zum Schachspiele ... ohne Zweifel der erste Platz ... Allgaier hat das Verdienst, zuerst die Spiele in Tabellen übersichtlich geordnet zu haben, wodurch er das Studium ungemein erleichterte. Die Spiele selbst, welche er aufführt, sind zum Teil aus Philidor, und mitunter auch aus Lolli und Ponziani entlehnt; viele ... Veränderungen rühren aber auch vom Verfasser selbst her. So zeichnet sich unter den Gambitspielen das nach ihm benannte Gambit Allgaier's aus ..." Johann Allgaier (1763 - 1823) war deutscher Meister und Theoretiker. Da er die Ideen Philidors verwandte, nannte man ihn auch "le Philidor d'Allemagne". Seine 'Anweisung zum Schachspiel' bezeichnet van der Linde als das "erste zum Theil selbständige deutsche Schachbuch". Erfolgreiches und häufig aufgelegtes Werk, dessen erste Ausgabe 1795 erschienen ist. Das Titelkupfer zeigt ein Schachbrett. Angebunden: Handschriftliche Abschrift von Schreiberhand mit einem „Auszug von J. K Kindermanns vollständiger Anweisung des Schachspieles nebst 100 Schachspielbruchstücken von Stamma“ auf 43 unn. Blättern. Ohne Ort und Jahr. Zustand: Buchblock mit Papierstreifen gefestigt. Innen gebräunt, vereinzelt fleckig und wenige Seiten mit Defekten. Stempel auf letztem Vorsatz. Einband bestoßen. Rücken defekt und beschabt. Vorderdeckel lose.            90,00

 

472 Allgaier, Johann. Neue theoretisch - practische Anweisung zum Schachspiele. In fünf Tabellen bearbeitet. [3. Auflage] Wien, Rötzl und Kaulfuß, 1811. 8°. Mit 1 Titelkupfer und 6 gefalteten Tabellen (liegen lose bei). 2 Bll. (inkl. Titel), 133 Seiten, 1 Bl. Geheftet. Im Schuber. (81)

* Linde - N. 565; Chicco / Porreca S. 14; Schmid S. 102 ff. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. "Unter den deutschen Originalwerken gebührt der ... Anweisung zum Schachspiele ... ohne Zweifel der erste Platz ... Allgaier hat das Verdienst, zuerst die Spiele in Tabellen übersichtlich geordnet zu haben, wodurch er das Studium ungemein erleichterte. Die Spiele selbst, welche er aufführt, sind zum Teil aus Philidor, und mitunter auch aus Lolli und Ponziani entlehnt; viele ... Veränderungen rühren aber auch vom Verfasser selbst her. So zeichnet sich unter den Gambitspielen das nach ihm benannte Gambit Allgaier's aus ..." (Schmid) Johann Allgaier (1763 - 1823) war deutscher Meister und Theoretiker. Da er die Ideen Philidors verwandte, nannte man ihn auch "le Philidor d'Allemagne". Seine 'Anweisung zum Schachspiel' bezeichnet van der Linde als das "erste zum Theil selbständige deutsche Schachbuch". Erfolgreiches u. häufig aufgelegtes Werk, dessen erste Ausgabe 1795 erschienen ist. Das Titelkupfer zeigt ein Schachbrett. Die losen Tafeln u. der Textband sind zusammen in einem Schuber. Zustand: Exlibrisstempel von Rob. Blass auf Titelkupfer verso. Innen etwas gebräunt, teilweise stärker. Umschlag etwas angestaubt u. bestoßen.            90,00

 

473 Allgaier, Johann. Neue theoretisch - practische Anweisung zum Schachspiele. In Tabellen bearbeitet. 4. stark vermehrte und verbesserte Auflage. Wien, Kaulfuß, 1819. 8°. Mit 1 Titelkupfer und 9 gefalteten Kupfertafeln (Tabellen). IV, 189 Seiten, 1 Bl. (1 Bl. Verlagsanzeigen fehlt). Aufgeschnittene Broschur. (81)

* Linde - N. 566; Chicco / Porreca S. 14; Schmid S. 102 ff. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. "Unter den deutschen Originalwerken gebührt der ... Anweisung zum Schachspiele ... ohne Zweifel der erste Platz ... Allgaier hat das Verdienst, zuerst die Spiele in Tabellen übersichtlich geordnet zu haben …“ (Schmid) Johann Allgaier (1763 - 1823) war deutscher Meister und Theoretiker; man nannte ihn auch "le Philidor d'Allemagne". Erfolgreiches und häufig aufgelegtes Werk, dessen erste Ausgabe 1795 - 1796 erschienen ist. Zustand: Innen etwas gebräunt und fleckig, mit wenigen Unterstreichungen und teilweise randig. Wenige Tafeln mit Defekten. Innenumschläge mit vielen Notizen von alter Hand. Umschlag verblichen, bestoßen und mit Defekten und Etikett.            120,00

 

474 Allgaier, Johann. Neue theoretisch - practische Anweisung zum Schachspiele. Nach eigenen Erfahrungen und Grundsätzen systematisch entwickelt und durch zahlreiche tabellarisch - geordnete Musterspiele erläutert. 5. von allen Druckfehlern gereinigte Auflage. Wien und Prag, Haas, 1823. 8°. Mit 1 Titelkupfer und 9 gefalteten Kupfertafeln (Tabellen). 1 Bl., 2 Bll. Anzeigen, 189 Seiten, 1 Bl. Illustrierter Pappband des 19. Jahrhunderts. (Als Broschur gebunden) (81)

* Linde - N. 567; van der Linde I, 421; Schmid S. 102 ff. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. "Unter den deutschen Originalwerken gebührt der ... Anweisung zum Schachspiele ... ohne Zweifel der erste Platz ... Allgaier hat das Verdienst, zuerst die Spiele in Tabellen übersichtlich geordnet zu haben …“ (Schmid) Johann Allgaier (1763 - 1823) war deutscher Meister und Theoretiker. Da er die Ideen Philidors verwandte, nannte man ihn auch "le Philidor d'Allemagne". Erfolgreiches und häufig aufgelegtes Werk, dessen erste Ausgabe 1795 - 1796 erschienen ist. Zustand: Innen etwas gebräunt und fleckig. Einband angestaubt, wenig bestoßen und Rücken verblichen.            80,00

 

475 Allgaier, Johann. Neue theoretisch - practische Anweisung zum Schachspiele. Nach eigenen Erfahrungen und Grundsätzen systematisch entwickelt und durch zahlreiche tabellarisch - geordnete Musterspiele erläutert. Sechste, mit 120 Spieleröffnungen und den neuesten Spielarten vermehrte, neu durchgesehene und von allen Druckfehlern gereinigte Auflage. Hrsg. von C. de Santo Vito. Wien, Haas, 1834. 8°. Mit 1 Frontispiz und 9 gefalteten Kupfertafeln. VIII, 222 Seiten, 1 Bl. Anzeigen. Illustrierter Pappband des 19. Jahrhunderts. (81)

* Schmid S. 104; Linde - N. 568; van der Linde II, 421 f. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. "Unter den deutschen Originalwerken gebührt der ... Anweisung zum Schachspiele ... ohne Zweifel der erste Platz ... Allgaier hat das Verdienst, zuerst die Spiele in Tabellen übersichtlich geordnet zu haben …“ (Schmid) Johann Allgaier (1763 - 1823) war deutscher Meister und Theoretiker; man nannte ihn auch "le Philidor d'Allemagne". Erfolgreiches und häufig aufgelegtes Werk. Zustand: Innen gebräunt u. etwas fleckig, teilweise stärker. Einband etwas angestaubt u. wenig bestoßen. Rücken verblichen u. mit Defekten im Papierbezug.            80,00

 

476 Andrae, H. F. (d.i. Adam Friedrich Geisler) Das Schachspiel mit historischen Bemerkungen erläutert und zum Gebrauch sowol für Anfänger als geübtere Freunde desselben practisch ausgearbeitet. Halle, Hendel, 1796. 8°. S. 3 - 62 S., 1 Bl. Anz. (Titel fehlt, ist als Kopie auf altem Papier eingebunden). Schwarzer Halblederband mit goldgeprägtem Titeldruck auf Rücken. (81)

* Linde - N. 182; van der Linde II, 28 f. Mit eigenhändigem Namenszug des englischen Schachbuchsammlers des 19. Jahrhunderts J. W. Rimington Wilson auf Vorsatz. Inhalt: Kurze Geschichte des Schachspiels, wie auch seines Ursprungs und seiner Schicksale. Versuch einer Darstellung der Ähnlichkeit auf dem Schachbrette mit dem des Militairs im Felde. Das Schach für die ersten Anfänger. Zustand: Innen stärker gebräunt, etwas fleckig und mit wenigen privaten Stempeln. Am Ende sind 50 weiße Blätter zusätzlich eingebunden. Stempel auf Buchschnitt. letztem Bl. weiß. Einband etwas bestoßen. Rücken beschabt und mit handschriftlicher Nummer. Seltene Ausgabe.            90,00

 

477 Anweisung und Regeln, nach welchen das Billard- und Schachspiel, das Verkehren im Brettspiel, und das Trictrac- und Toccateglispiel gespielet werden muß. Berlin, Schropp und Halle, Dreißig, 1793. 8°. 62 Seiten. Geheftet. (81)

* Vergl. Dazu van der Linde II, 53 (3. Auflage) Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Das Schachspiel wird auf den S. 19 – 25 behandelt. Zustand: Innen gebräunt und vereinzelt fleckig. Wenige Seiten mit Defekten. Umschlag angestaubt und mit Defekten.            40,00

 

478 Aretin, Wilhelm von. Strategonon. Versuch die Kriegführung durch ein Spiel anschaulich darzustellen. Ansbach, Dollfduß, 1830. 8°. Mit 3 kolorierten, gefalteten Kupfertafeln, 1 gestochenen Tabelle und 4 gefalteten Tabellen. XXXV, 145 Seiten, 1 Bl. Roter Lederband mir Rückenschildchen, Rückenvergoldung und Goldfileten auf den Deckeln. Dreikantgoldschnitt. (81)

* Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Seltene Ausgabe mit dem Versuch die Kriegführung in der Form eines Spieles darzustellen. Die dekorativen kolorierten Tafeln zeigen Gebäude, Soldaten, Waffen und Bausteine für die Gestaltung des Areals für Gefechtsszenen. Zustand: Innendeckel mit Leimschatten. Buchblock etwas gelockert. Stempel auf Titel. Innen vereinzelt fleckig und leicht gebräunt, wenige Tafeln stärker. Einband etwas bestoßen. Schön gebundene Ausgabe.            180,00

 

479 Bekanntmachung der bis jetzt geheimen jedoch erlaubten Wissenschaft wie jedermann im neuen Kriegs- oder verbesserten als auch gewöhnlichem Schachspiele, ferner in Whist, Piquet, Mariage und l’Hombre immer glücklich zu spielen im Stande ist. Herausgegeben von J. A. Ch. … Aachen 1806. 8°. Mit 2 Diagrammen. 64 Seiten. Aufgeschnittene Broschur. (81)


* Van der Linde II, 366. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Auf den S. 1 – 18 mit dem Beitrag: „Das neue Kriegsspiel, oder verbesserte Schachspiel.“ Zustand: Handschriftliche Notiz auf Innenumschlag. Innen wenig gebräunt und vereinzelt fleckig. Umschlag angestaubt, etwas fleckig und mit Defekten. Seltene Ausgabe.            90,00

 

480 Bertin, Joseph. The noble game of chess. Containing rules and instructions, for the use of those who have already a little knowledge of this game. London, Woodfall, 1735. 8°. VIII, 78 Seiten. Brauner Lederband mit Rückenschildchen, Rückenvergoldung und Linienvergoldung auf den Deckeln. (81)

* Linde - N. 420; van der Linde I, 376; Schmid S. 125. Mit eigenhändiger Unterschrift und Nummerierung von Tassilo von Heydebrand und der Lasa auf einem Exlibris mit seinem Familienwappen auf Innendeckel: "No ... 1884 Lasa" und Stempel mit Wappen von Heydebrand und der Lasa auf Titel. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. "Dieses ... Buch enthält Gambitspiele, gewöhnliche Spiele ohne Vorgaben und einige Endspiele. Bemerkenswerth ist aber darin nur das Gambit der drei Bauern, welches seit Philidor gewöhnlicher Gambit Cunningham genannt wird. Die Endspiele sind zum Theil aus dem Greco entlehnt; andere finden sich in dem zwei Jahre später zu Paris gedruckten Werke des Stamma ..." (vergl Bilguer zitiert nach Schmid) Nach den Ausführungen von Hooper und Whyld im "Oxford Companion to chess" war Captain Joseph Bertin (um 1695 - ca. 1736) "author of the of the first worthwhile chess textbook in the English language". Zustand: Innen wenig gebräunt, vereinzelt fleckig und mit wenigen handschriftlichen Notizen. Einband bestoßen und beschabt. Seltene Ausgabe im schönen Einband.            600,00

 

481 Bonifacius, Baldassare. Historia Ludicra. Opus ex omni disciplinarum genere selecta & jucunda eruditione refertum. Editio nova et versior: Cui accessit vita authoris ... Brüssel, Mommaert, 1656. 8°. Mit 1 gestochenen Titel und 1 Holzschnitt - Druckermarke. 10 Bll. (inkl. gest. Titel), 591 Seiten, 17 Bll. Index. Pergamentband. (81)

* Graesse I, 487. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Die Ausgabe enthält eine Zusammenstellung von Kuriosa aus verschiedenen Gebieten, u. a. auch zum Bereich der Spiele. Der italienische Jurist und Kleriker Baldassare Bonifacius (1585 – 1659) war Polyhistor und Bischof von Capodistria. Zustand: Zeitungsausschnitte auf Innendeckel und Vorsatz geklebt. Buchblock etwas gelockert. Innen etwas gebräunt, vereinzelt fleckig und teilweise randig. Wenige Seiten mit Defekten, wenige falsch paginiert. Einband angestaubt und etwas fleckig.            90,00

 

482 Brant, Sebastian. Varia carmina. Basel, Joh. Bergmann v. Olpe. 1498. 4°. Mit 2 blattgroßen Holzschnitten im Text und einer Druckermarke am Ende. 132 gezählte Blätter von (140?). Neuer marmorierter Pappband. (81)

* Vergl. dazu: GW 5068. Erste Ausgabe dieser Sammlung, mit u.a. "Vita divi Brunonis", außerdem viele neue Gedichte darunter das Lobgedicht auf Jac. Locher, die Geiler v. Keyserberg gewidmete "Invectiva contra mundi delicia", die "Vita divi Germani abbatis"; ferner "De corrupto ordine vivendi pereuntibus" etc. Gedichte an Kaiser Maximilian, Albrecht von Straßburg, Joh. Reuchlin u. a. Das Schachgedicht "De piculoso scarorum ludo" in lateinischer und deutscher Sprache [vergl. v. d. Linde I, 151], "De laudibus thermarum marchiae Badensis", "Ad campanam Basilee dictam Felicis pape" u.v.a. Zum Werk: Die blattgroßen Holzschnitte zeigen: Einen Wagen mit einem Mann in Narrenkleidung, der Kopf steht; und Kaiser Maximilian vor den Toren Jerusalems stehend, wie er aus der Hand Gottes ein Schwert empfängt. Zustand: Der vorliegenden Ausgabe fehlen: Blatt A 1 (Titelblatt mit dem 3teiligen Holzschnitt); C 7 + 8; D 1.; und am Ende die 9 Blatt Ergänzungen. Innen leicht gebräunt und fleckig, ab D 1 stärker gebräunt, fleckig u. vereinzelt mit Marginalien von alter Hand. Die Vorsatzblätter sind beschriftet, der Einband ist stark berieben, bestoßen u. defekt. Unkomplette Ausgabe.            180,00

 

483 (Butrimow, Iwan). O schachmatnoj igre. St. Petersburg, Senatskoj Tipografij, 1821. 8°. Mit 1 Frontispiz und 5 Abbildungstafeln. 6 Bll., 11 S., 1 Bl., 214 S., 1 Bl. Halblederband. (81)

* Linde - N. 634; van der Linde I, 357; Sacharow 1. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Frühes russisches Schachbuch mit einem Auszug aus Koch "Codex der Schachspielkunst ..." von Iwan Butrimow. Koch hatte sein Schachbuch u. a. nach Selenus, Philidor und dem Pariser Club bearbeitet. Zustand: Widmung auf Vorsatz. Innen randig, gebräunt und wenig fleckig. Wenige Seiten mit Defekten. Einband stark bestoßen. Rücken defekt und beschabt. Seltene russische Ausgabe.            300,00

 

484 Carrera, Pietro. Il gioco de gli scacchi diviso in otto libri, Ne' quali s'insegnano i precetti, le vscite, e i tratti posticci del gioco, e si discorre della vera origine di eßo. Con due discorsi, l'uno del Padre D. Gio. Battista Cherubino, l'altro del Mario Tortelli, Opera a non meno vtile a'professori del gioco, che dilettenole 'a gli studiosi per la varietà della eruditione cauata dalle tenebre dell' antichità ... Militello, Giouanni de' Rossi da Trento, 1617. 8°. Mit 1 ganzseitigen Wappenholzschnitt, 1 Titelvignette und 3 Textholzschnitten. 556 (recte 552) Seiten, 42 Bll. (Tavole), 2 Bll. Brauner Lederband mit goldgeprägtem Titeldruck auf Rücken, reicher Rückenvergoldung, Linienvergoldung auf den Deckeln, Steh- und Innenkantenvergoldung. Dreikantgoldschnitt. (81)

* Linde - N. 388; van der Linde I, 370 f.; Schmid 138. Aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Exlibris von Dr. M. Niemeijer auf Innendeckel. Erste Ausgabe des berühmten italienischen Werkes. Der italienische Schachspieler und Priester Pietro Carrera (1571 - 1647) brachte 1617 eine in acht Bücher geteilte Abhandlung über das Schachspiel heraus, in der er das von früheren Verfassern gesammelte Wissen über das Schach zusammenfasste. Seine Darstellung ist vollständiger als die von Damiano und Salvio und enthält manche in anderen Werken ausgelassene Spiele sowie einige nur mit Bauern geführten Endspiele. Das Schachbrett auf S. 531 zeigt ein von Carrera erdachtes neues Schachspiel mit 8 x 10 Feldern. Die Probleme, die Carrera behandelt gehen u. a. auf Damiano und Salvio zurück. "Die drei Tavole ... die Argomenti der einzelnen Bücher, so wie auch eine der Vorreden, sind von Mario Tortelli entworfen." (Schmid) Zustand: Exlibris und Etikett auf Innendeckel. Innen wenig gebräunt und fleckig, teilweise stärker und teilweise randig. Wenige Seiten mit Defekten oder in etwas schwächerem Abdruck. Paginierung springt von S. 352 auf 357. Einband bestoßen. Schön und dekorativ gebunden Ausgabe dieses seltenen Werkes.            1500,00

 

485 Carrera, Pietro. A treatise on the game of chess. Containing games of odds, various openings of even games, different methods of winning and drawing the game. Also ... To which are added, the art of playing without seeing the board, and an account of the most celebrated chess players of his time. First published in 1617 ... Translated from the Italian with additional notes and remarks, by W. Lewis. London, Richardson & Triphook, 1822. 8°. Mit vielen Diagrammen. 3 Bll. (inkl. Titel), 300 Seiten (S. 101 – 108 fehlen). Dunkelbrauner Lederband mit Goldverzierungen und goldgeprägtem Titeldruck auf Rücken, Goldfileten auf den Deckeln, Steh- und Innenkantenvergoldung. Dreikantgoldschnitt. (81)

* Linde - N. 389; van der Linde I, 371; Kieler Schachkatalog 2464. Mit eigenhändigem Namenszug des englischen Schachbuchsammlers des 19. Jahrhunderts J. W. Rimington Wilson auf Vorsatz. Erste englische Ausgabe. Laut Vorwort nur in kleiner Auflage erschienen, davon auch eine Auflage von 50 nummerierten Exemplaren. Die "wohl gelungene Übersetzung" (Schmid S. 138) der berühmten italienischen Ausgabe. Der italienische Schachspieler und Priester Pietro Carrera (1571 - 1647) brachte 1617 eine in acht Bücher geteilte Abhandlung über das Schachspiel heraus, in der er das von früheren Verfassern gesammelte Wissen über das Schach zusammenfasste. Zustand: Innen etwas gebräunt und vereinzelt fleckig. Einband etwas bestoßen. Schönes Exemplar der seltenen Ausgabe.            150,00

 

486 Chess made easy. New and comprehensive rules for playing the game of chess; with examples from Philidor, Cunningham etc. to which is prefixed a pleasant account of its origin; some interesting anecdotes of several exalted personages who have been admirers of it; and the Morals of Chess, written by ... Dr. Franklin. 2nd Edition. London, Symonds, Lee und Hurst, 1798. 12°. Mit 1 Frontispiz. 72 S. Neuer brauner Lederband mit goldgeprägtem Rückentitel. (81)

* Vergl. Linde - N. 575 (erste Ausgabe); van der Linde II, 29. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schnmid. Aus dem Inhalt: Origin of the game of chess. Anecdotes of the game of chess. The Morals of Chess. A new and comprehensive treatise on the game of chess. Mr. Philidor's method of playing. Cunningham's gambit. Back - game. Reflections on game the first. Reflections on Cunningham's gambit. Zustand: Vorsätze erneuert. Vortitel mit weißem Papier dubliert. Innen gebräunt, teilweise stärker und vereinzelt fleckig und oben etwas knapp beschnitten. Seltene kleinformatige Ausgabe.            90,00

 

487 (Christie, James) An inquiry into the antient Greek game, supposed to have been invented by Palamedes, antecendent to the siege of Troy; with reasons for believing the same to have been known from remote antiquity in China, and progressively improved into the Chinese, Indian, Persian, and European chess. Also two dissertations: I. On the Athenian Skirophoria, II. On the mystical meaning of the bough and umbrella, in the Skiran rites. London, Bulmer for Becket, 1801. 4°. Mit 3 größeren Vignetten auf den Zwischentiteln, 5 Kupfertafeln (I - IV und 1 nicht numm.), 1 Titelvignette, 3 Textkupfer und 2 Textholzschnitten. (Zum Teil von Henry Tresham) XVI, 169 S. Brauner goldverzierter Lederband des 19. Jhrdts. (81)

* Vergl. van der Linde I, 12, Fußnote 18; Linde - N. 184; Schmid S. 145; Kieler Schachkatalog 831 und 2040. Aus der Sammlung Lothar Schmid. Anonym erschienenes Werk. Nach Schmid und anderen Bibliographen wurden nur 40 Exemplare gedruckt. (Watt. 233; Lowndes I, 411 und Notizen auf dem Innendeckel) Interessante Darstellung zur Geschichte und zum mythologischen Hintergrund der genannten Spiele. Das Thema Schach wird auf den Seiten 53 bis 85 abgehandelt. "In der grauen Vorzeit haben die Skythischen Hirten das Spiel erfunden, im Laufe der Zeit wurde es dem Palamedes überliefert u.s.w." Die reizenden Titelvignetten zeigen Themen aus der Mythologie und Geschichte. Zustand: Vorsätze mit Leimschatten. Buchblock gelockert. Stempel auf Vorsatz. Innen gebräunt, randig und vereinzelt fleckig. Einband bestoßen, etwas angestaubt und beschabt. Rücken mit Defekten. Sehr seltene Ausgabe.            450,00

 

488 Damiano de Odemira. Questo libro e da imparare giocare a Scachi & dele par tite. (2. Auflage) Rom, J. P. de Nani, 1518. 8°. Mit vielen Holzschnittdiagrammen im Text. Vorsatz weiß, 60 unn. Bll. (inkl. Titel) und letzte Blatt weiß. Pappband. (81)

* Vergl. dazu Linde - N. 349; van der Linde I, 341; Schmid S. 154 ff.; Maßmann, Seite 172, 4. Aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Der portugiesische Meister und Autor Damiano (um 1480 - um 1544) wurde in Odemira in Portugal geboren und war von Beruf Apotheker. Sein bedeutendes Schachlehrbuch erschien erstmals 1512 und behandelte die zu jener Zeit veränderten Regeln, Partieanfänge und gibt Ratschläge für das Positionsspiel. Damianos Werk ist besonders wegen der Sammlung von Schachkompositionen geschätzt, bei denen er u. a. das 'erstickte Matt' und das Matt mit doppeltem Turmopfer schuf. Im ersten Kapitel wird jede Schachfigur und die allgemeinen Regeln erklärt. Das zweite Kapitel gibt Andeutungen zu dem Spiel selbst und umfasst drei Spiele. In weiteren Kapiteln werden das Gambit der Königin und Vorgabespiele behandelt und Probleme und Studien skizziert. Damiano war auch der erste, der die Regel für die Anordnung des Bretts festlegte, dass das Feld h1 weiß ist. Zustand: Name auf Vorsatz. Buchblock gelockert. Innen etwas gebräunt und fleckig, teilweise stärker und teilweise randig und mit wenigen Notizen von alter Hand. Wenige Seiten mit Defekten oder lose. Einband stärker angestaubt, fleckig und bestoßen. Sehr seltene Ausgabe             1800,00

 

489 Damiano de Odemira. Libro da imparare giochare à Scachi, Et de belissimi Partiti, Revisti & recoretti, & con summa diligentia da molti famosissiomi Giocatori emendati, In lingua Spagnola, & Taliana, nouamente stampato. 5. (zweite undatierte) Ausgabe. Ohne Ort und Jahr (um 1530). 12°. Mit 1 Titelholzschnitt und vielen Holzschnittdiagrammen im Text. 64 num. Bll. (inkl. Titel). Brauner Lederband mit Blindprägungen auf den Deckeln. (Als aufgeschnittene Broschur gebunden) (81)

* Vergl. dazu Linde - N. 351; van der Linde I, 341 f.; Schmid S. 154 ff. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Der portugiesische Meister und Autor Damiano (um 1480 - um 1544) wurde in Odemira in Portugal geboren und war von Beruf Apotheker. Sein bedeutendes Schachlehrbuch erschien erstmals 1512 und behandelte die zu jener Zeit veränderten Regeln, Partieanfänge und gibt Ratschläge für das Positionsspiel. Damianos Werk ist besonders wegen der Sammlung von Schachkompositionen geschätzt, bei denen er u. a. das 'erstickte Matt' und das Matt mit doppeltem Turmopfer schuf. Im ersten Kapitel wird jede Schachfigur und die allgemeinen Regeln erklärt. Das zweite Kapitel gibt Andeutungen zu dem Spiel selbst und umfasst drei Spiele. In weiteren Kapiteln werden das Gambit der Königin und Vorgabespiele behandelt und Probleme und Studien skizziert. Damiano war auch der erste, der die Regel für die Anordnung des Bretts festlegte, dass das Feld h1 weiß ist. Der Titelholzschnitt zeigt einen Mönch und einen Geistlichen beim beim Schachspiel. Zustand: Vorsätze erneuert. Runde Wappendarstellung auf Titel verso montiert. Innen etwas gebräunt und wenig fleckig, teilweise stärker, oben etwas knapp beschnitten und teilweise randig. Wenige Seiten mit Defekten. Einband etwas fleckig, bestoßen und beschabt. Seltene Ausgabe in einem Lederband.            1500,00

 

490 Damiano de Odemira. Libro da imparare giochare à Scachi, Et de belissimi Partiti, Revisti & recoretti …  . 5. (zweite undatierte) Ausgabe. Ohne Ort und Jahr (um 1530). 12°. Mit 1 Titelholzschnitt und vielen Holzschnittdiagrammen im Text. 64 num. Bll. (inkl. Titel). Neuer Pergamentband mit Rückenschildchen und goldverzierten Deckeln. (81)

* Vergl. dazu Linde - N. 351; van der Linde I, 341 f.; Schmid S. 154 ff. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Der portugiesische Meister und Autor Damiano (um 1480 - um 1544) wurde in Odemira in Portugal geboren und war von Beruf Apotheker. Sein bedeutendes Schachlehrbuch erschien erstmals 1512 und behandelte die zu jener Zeit veränderten Regeln, Partieanfänge und gibt Ratschläge für das Positionsspiel. Damianos Werk ist besonders wegen der Sammlung von Schachkompositionen geschätzt, bei denen er u. a. das 'erstickte Matt' und das Matt mit doppeltem Turmopfer schuf. Im ersten Kapitel wird jede Schachfigur und die allgemeinen Regeln erklärt. Das zweite Kapitel gibt Andeutungen zu dem Spiel selbst und umfasst drei Spiele. In weiteren Kapiteln werden das Gambit der Königin und Vorgabespiele behandelt und Probleme und Studien skizziert. Damiano war auch der erste, der die Regel für die Anordnung des Bretts festlegte, dass das Feld h1 weiß ist. Der Titelholzschnitt zeigt einen Mönch und einen Geistlichen beim beim Schachspiel. Zustand: Vorsätze neu. Innen etwas gebräunt und fleckig, teilweise stärker und teilweise randig. Wenige Seiten mit Defekten. Einband wenig berieben. Seltene und schön gebundene Ausgabe.            1500,00

 

491 [Damiano de Odemira. Modo facile per imparar presto di giocar à Scacchi. Composto del … Antonio Porto. Bologna, Rossi, 1607.] 12°. S. 3 – 31 (Titel und Seite 1 / 2 fehlen). Neuer schwarzer Leinenband. (81)

* Vergl. dazu Linde – N. 355; van der Linde I, 343. Aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Der portugiesische Meister und Autor Damiano (um 1480 - um 1544) wurde in Odemira in Portugal geboren und war von Beruf Apotheker. Berühmt wurde er für sein erstmals 1512 erschienenes Schachlehrbuch, das die zu jener Zeit veränderten Regeln, Partieanfänge und Ratschläge für das Positionsspiel behandelt. Zustand: Innen gebräunt, vereinzelt fleckig und wenige Seiten randig. Seite 31 mit repariertem Ausriss. Am Ende sind zahlreiche weiße Blätter zusätzlich eingebunden. Stempel auf letztem Vorsatz.            120,00

 

492 Deutliche Anweisung vom Schach - Spiel / Daraus man selbst alle Vortheile und Hand – Griffe ohne Anführung erlernen, mit sich selbst spielen, und sich perfectioniren kan. Ohne Ort 1740. 8°. Mit 1 Titelvignette (Diagramm) und 1 Holzschnittvignette im Text. 96 Seiten. Dunkelblauer Leinenband mit leichter Rückenvergoldung. (81)

* Linde - N. 442; van der Linde II, 28; van der Linde (Jartausend) 186; Schmid S. 113: „Ein seltenes, besonders dem Anfänger nützliches Werk.“ Mit eigenhändiger Notiz von Tassilo von Heydebrand und der Lasa “Linde Jahrtausend weist bei diesem Buch auf Bertin hin“ und eigenhändiger Unterschrift und Nummerierung von Lasa auf einem Exlibris mit seinem Familienwappen auf Innendeckel: "No ... 1884 Lasa" sowie Stempel mit Wappen von Heydebrand und der Lasa auf Titel. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Zustand: Privater Stempel auf Titel verso. Innen fleckig, stärker gebräunt, teilweise randig und mit einigen Notizen von alter Hand. Einband wenig bestoßen und teilweise verblichen Sehr seltene Ausgabe.            900,00

 

493 (Dimülont,B. V.) Beschreibung zweyer ganz neuer und origineller Vernunft-oder Verstandspiele, als des Kriegsspiels vom Jahre 1813 und des Friedensspiels vom Jahre 1814. Wien 1814. 8°. Mit 1 Frontispiz. 56 Seiten. Geheftet. (81)

* Linde – N. 4780. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Ein Hinweis auf den Verfasser ergibt sich aus der Vorrede, die mit „B. Vash Dimülont beeideter Notär eines h. königl. Gerichtshofes“ endet.“ In der Vorrede erläutert er: „ Meine erste Absicht war zwar, nur äußerst leichte Spiele, die von jedem Kinde leicht erlernt werden könnten, zu ersinnen, da ich aber dadurch nicht eben die beste Aufnahme zu erwarten glaubte, so habe ich diese Spiele noch viel schwerer und tiefsinniger, als das Schachspiel selbst, gemacht; nun fand ich aber dieß nicht zweckmäßig, noch weniger allen Praenumeranten angemessen, ich versetzte also diese zwey Spiele in jene Form, in der sie hier erscheinen, so daß sie weder zu schwer, noch allzu leicht sind.“ Nach einer Einleitung werden in zwei Kapiteln die „Regeln des … Kriegsspieles“ und eine „Gedrängte Beschreibung des … Friedensspiels“ gegeben. Das Frontispiz zeigt 12 Spielfiguren, von denen 7 die Formen von Schachfiguren zeigen und 5 Figuren mit Kanonen gestaltet sind. Zustand: Innen etwas gebräunt und vereinzelt fleckig. Umschlag angestaubt, verblichen und etwas bestoßen. Sehr seltene Ausgabe.            300,00

 

494 Ducchi, Gregorio. Il giuoco de gli scacchi. Ridotto in Poema Eroico, sotto prosopopea di due Potenti Rè, & de gli Eserciti Loro, Diletteuolissimo & erudito … Vicenza, Perin und G. Greco, 1607. 8°. Mit wenigen Holzschnitt – Ziervignetten und wenigen verzierten Holzschnitt - Initialen im Text. 6 unn. Bll., 120 Bll., 1 unn. Bl., 1 Bl. weiß. Pergamentband mit handschriftlichem Rückentitel. (81)

* Linde – N. 4360; van der Linde II, 272. Zweite Ausgabe des Gedichtes, das 1586 erstmals mit dem Titel „La Scaccheide“ erschienen ist. "Die Scacheide, kein eigentliches Schachgedicht, handelt von den Kämpfen zwischen einem africanischen und einem scythischen Fürsten. Das letzte Blatt enthält auf der rechten Seite die Namen der im Spiele streitenden Personen; jede Seite hat: 1 Rè, 1 Regina, 2 Arfili, 2 Caualieri, 2 Rocchi und 8 Pedone. Aus der Schachliteratur "zu streichen" ist das Gedicht also nicht." Zustand: Name auf Innendeckel. Vorsatz fehlt. Innen etwas gebräunt, teilweise stärker und wenig fleckig. Wenige Blätter mit Defekten. Letzter Vorsatz mit Notizen. Einband angestaubt, wenig bestoßen und fleckig.            450,00

 

495 (Garon, L.) Exilium melancholiae, Das ist Unlust – Vertreiber: Oder Zwey Tausendt Lehrreiche / scharffsinnige / kluge Sprüche … lustige Historien / Exempel und Thaten … Auß Ludovici Caron Frantzösischem tractat Le Chasse – Ennuy … übergesetzet [von Chr. Lehmann]. Straßburg, Zetzners Erben, 1643. 8°. Mit 1 Titelvignette. 4 Bll., 563 Seiten, 21 Bll. Register. Marmorierter Pappband. (81)

* Faber du Faur 61; Goedeke III, 265, 6;  Hayn – Gotendorf I, 549 f. Erste Ausgabe. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. „Reichhaltige Anekdotensammlung. Enth. u. A.: über Frawenlist, Fresser, Geizhälse, Gelehrte, Kinderzucht … Räuber, Studenten … Träumer … viele ergötzliche Geschichten.“ (Hayn – G.) Die Ausgabe ist nach Sachwörtern, meist mit humorischem Inhalt, alphabetisch geordnet ist. Auf S. 382 ist ein kurzer Beitrag über das „Schachspiel. Zustand: Etikett auf Innendeckel. Vorsätze erneuert. Buchblock gelockert. Name und Stempel auf Titel. Innen fleckig und stark gebräunt. Einband stark bestoßen und mit Etikett.            80,00

 

496 Giacometti, François. Nouveau jeu d'échecs ou le jeu de la guerre. Invention ... Gênes (Genua), Como, 1801. 8°. Mit 1 Frontispiz (Spielfiguren) und zwei gefalteten Kupfertafeln (Spielbrett mit Figuren und Schemadarstellungen). 2 Bll., 115 Seiten. Schwarzer Leinenband mit goldgeprägten Titeldruck auf Rücken. (81)

* Linde - N. 4778; Schmid S. 172. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Interessantes Werk mit einer Darstellung zu einer Abart des Schachspiels, das auf einem Brett mit 153 Feldern gespielt wird. Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Vorsätze neu. Der alte Umschlag ist eingebunden. Innen papierbedingt wenig gebräunt und vereinzelt fleckig, erste Seiten und Frontispiz randig. Wenige Seiten und Frontispiz mit kleinen Randdefekten. Seltene und gesuchte Ausgabe.            180,00

 

497 Giacometti, Francesco. Nuovo giuoco di scacchi ossia il giuoco della guerra ... Genua, Scionico und de Grossi, 1801. 8°. Mit 3 Kupfertafeln, davon 2 gefaltet. 2 Bll. (inkl. Titel), 99 Seiten, 1 Bl. Errata. Schwarzer Halblederband mit goldgeprägtem Rückentitel und reicher Rückenvergoldung. (81)

* Linde - N. 4777; van der Linde II, 366; Chicco / Sanvito, Lineamenti ..., 399. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Mit eigenhändigem Namenszug des englischen Schachbuchsammlers des 19. Jahrhunderts J. W. Rimington Wilson auf Vorsatz. Interessantes Werk mit einer Darstellung zu einer Abart des Schachspiels, das auf einem Brett mit 153 Feldern gespielt wird. Die Tafeln zeigen Spielbrett mit Figuren, Schemadarstellungen und Spielfiguren. Zustand: Titel in etwas schwächerem Abdruck. Innen leicht gebräunt und vereinzelt fleckig. Wenige Seiten mit rabnddefekten oder etwas kürzer beschnitten. Am Ende sind 55 weiße Blätter zusätzlich eingebunden. Stempel auf letztem Vorsatz. Einband etwas bestoßen. Rücken mit Leimspur. Seltene und gesuchte Ausgabe.            150,00

 

498 Gianutio, Horatio. Libro nel quale si tratta della Maniera di Giuocar'à Scacchi, Con alcuni forttissimi Partiti. Nouamente composto ... Turin, Antonio de Bianchi, 1597. 8°. Mit 1 Titelvignette, 13 ganzseitigen Diagrammen im Text, 6 Textholzschnitten (Schachfiguren) und wenigen Holzschnittinitialen im Text. 4 unnumm. Bll. (inkl. Titel), 51 (recte 52) numm. Bll. Brauner Lederband mit goldverziertem Rücken. (81)

* Linde - N. 374; van der Linde I, 368 f.; Schmid S. 180 ff. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Die Ausgabe enthält: Das Giuoco piano. Das doppelte Königsspringerspiel. Verteidigung des Lopez gegen das Königsspringerspiel. Zweispringerspiel im Nachzuge. Damengambit. Königsgambit. Spiel mit Vorgaben. Aufgaben. Sehr seltenes und frühes Schachbuch von Gianutio, das nach der Ansicht von van der Linde "einige bemerkenswerthe gute Züge" enthält. "Wenn man erwägt, dass er nur Damiano und Lopez als Muster vor sich fand, so muss man seinen Bemühungen unbedingtes Lob ertheilen, denn an Reichthum der Ideen und richtiger Berechnung übertrifft er seine Vorgänger augenscheinlich." (Schmid) Die Textseiten sind mit einer Randbordüre verziert. Zustand: Die letzten Blätter sind falsch paginiert. Exlibris auf Innendeckel. Privater Stempel und Name auf Vorsätzen. Innen stärker gebräunt, etwas fleckig, teilweise randig und an zwei Seiten knapp beschnitten. Einige Seiten mit stärkeren Randdefekten. Mit wenigen Notizen von alter Hand. Einband stärker bestoßen und Rücken defekt. Sehr seltenes und frühes Schachwerk.            1200,00

 

499 Graw, Friedrich von. Abhandlung über die Natur und Grundsätze des Schachspiels. Wien, k.k. Taubstummeninstitut, 1787. 8°. Mit 1 Titelvignette und 4 Holzschnittvignetten im Text. 62 Seiten (1 unn. Bl. fehlt). Marmorierter Pappband mit Rückenschildchen. (81)

* Linde - N. 546; van der Linde II, 424; Schmid S. 184. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Dieses 1787 in Wien herausgebene Buch ist das erste selbständige österreichische Werk zum Schachspiel. Nach einer Vorrede folgt ein Kapitel mit der Darlegung der Grundlagen und Vorkenntnisse des Schachspiels. Danach folgt ein Abriß der Schachspieltheorie in zwei Hauptteilen „Nach welchen Grundsätzen sind Entwürfe zu fassen – ein Werk der Taktik“ und „Wie sind selbe auszuführen – ein Werk der Mathematik.“ Das nächste Kapitel beschreibt die „Anwendung der Grundsätze“ und am Schluss sind drei Spiele. Zustand: Innen gebräunt, wenig fleckig, teilweise stärker und teilweise randig. Einband wenig bestoßen. Rücken etwas verblichen Seltene Ausgabe.            240,00

 

500 Greco, Gioachino. Le jeu des eschets. Traduit de l'Italien de ... Paris, Jacques le Febure, 1713. 12°. Mit Titelvignette, wenigen Textvignetten und gestalteten Initialen. 10 Bll. (inkl. Titel), 343 Seiten. Brauner Lederband mit Rückenschildchen und goldverziertem Rücken. (75)

* Linde - N. 402; van der Linde I, 363. Die Ausgabe enthält im 1. Buch eine Beschreibung der Grundzüge des Schachs und ausführlich dokumentierte Spiele und Probleme. Das 2. Buch enthält "diverses manières de jouer le Gambit" mit 55 weiteren Problemen und Spielen. Greco war der stärkste Schachmeister des 17. Jahrhunderts, ca. 1600 in Kalabrien geboren und 1634 auf den Antillen verstorben. Er erfand "herrliche" Spielkombinationen, die auch heute noch bekannt sind (Grecos Opfer - Grecos Matt). Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Name auf Vorsatz. Privater Stempel und Name auf Titel. Innen etwas gebräunt, teilweise stärker u. wenig fleckig. Einband bestoßen, etwas beschabt und fleckig. Rücken mit Defekten. Seltene Ausgabe.            180,00

 

501 (Greco, Gioachino) The Royall Game of Chesse - Play. Sometimes The Recreation of the late King, with many of the Nobility. Illustrated With almost an hundred Gambetts. Being The study of Biochimo the famous Italian. London, Printed for Henry Herringman, 1656. 12°. Mit 1 Titelporträt (Charles I.) und 1 Textillustration. Titel mit typographischer Bordüre, 8 Bll., 120 Seiten, 1 Bl. Errata. Brauner Halblederband mit reicher Rückenvergoldung. (81)

* Linde - N. 395; van der Linde I, 362; Schmid 188. Doublette aus der Schachbuchsamlung Lothar Schmid. Erste englische Ausgabe. Gioacchino Greco war der bedeutendste Schachmeister des 17. Jahrhunderts, ca. 1600 in Kalabrien geboren und 1634 auf den Antillen verstorben. Das Neue an seiner Abhandlung über das Schachspiel war, dass er intuitiv das Wesen des Kombinationsspiels erfasste. "Grecos Matt" ist in die Schachgeschichte eingegangen. Er erfand "herrliche" Spielkombinationen, die auch heute noch bekannt sind. (Grecos Opfer - Grecos Matt). Darstellung von Schachspielen in 94 Kapiteln, vorangestellt sind einleitende Anmerkungen u. a. über die Figuren und Regeln. Zustand: Vorsatz fehlt. Titel bis auf die Bordüre beschnitten und auf weißes Papier montiert. Innen gebräunt und wenig fleckig, teilweise stärker und etwas knapp beschnitten. Wenige Seiten mit teils reparierten Defekten. Mit wenigen Anstreichungen und einem handschriftlichen Diagramm. Einband bestoßen. Seltene und gesuchte Ausgabe.            900,00

 

502 Gutsmuths, (Johann Christoph Friedrich). Spiele zur Uebung und Erholung des Körpers und Geistes, für die Jugend, ihre Erzieher und alle Freunde unschuldiger Jugendfreuden. Gesammelt und praktisch bearbeitet. Schnepfenthal, Buchhandlung der Erziehungsanstalt, 1796. Mit 1 Frontispiz (von Stoelzel nach Ramberg) und 4 Abbildungstafeln. XVI, 492 Seiten, 2 Bll. Register, 4 Bll. Subskribentenliste. Pappband. (81)

* Linde - N. 3536 (2. Auflage); van der Linde II, 66 f. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Der deutsche Pädagoge Johann Christopf Friedrich Guthsmuths (1759 - 1839) war Lehrer an der Erziehungsanstalt Schnepfenthal und Mitbegründer des Turnens. Das Schachspiel wird in der vorliegenden Ausgabe auf den Seiten 440 - 485 behandelt. Das Kapitel enthält eine historische Einleitung, Grundlagen, praktische Beispiele, Stellungen und am Ende einen Auszug aus Vida. Zustand: Stempel auf Innendeckel. Name auf Vorsatz. Buchblock gelockert. Innen gebräunt und vereinzelt fleckig, teilweise stärker. Einband angestaubt, bestoßen und verblichen . Rücken mit Defekten.            120,00

 

503 Gutsmuths, (Johann Christoph Friedrich). Spiele zur Uebung und Erholung des Körpers und des Geistes, für die Jugend, ihre Erzieher und alle Freunde unschuldiger Jugendfreuden. Gesammelt und praktisch bearbeitet. 3. verbesserte Auflage. Schnepfenthal, Buchhandlung der Erziehungsanstalt, 1802. Mit 1 Frontispiz (von Stoelzel nach Ramberg) und 4 Abbildungstafeln. XX, 493 Seiten, 1 Bl. Register. Brauner Halblederband mit Rückenschildchen und goldverziertem Rücken. (81)

* Linde - N. 3537; van der Linde II, 67 f.; Schmid S. 190. Der deutsche Pädagoge Johann Christopf Friedrich Guthsmuths (1759 - 1839) war Lehrer an der Erziehungsanstalt Schnepfenthal und Mitbegründer des Turnens. Das Schachspiel wird in der vorliegenden Ausgabe auf den Seiten 440 - 487 behandelt. Das Kapitel enthält eine historische Einleitung, Grundlagen, praktische Beispiele, Stellungen und am Ende einen Auszug aus Vida. In der Ausgabe ist auch eine frühe Beschreibung der Regeln des Baseballs. Zustand: Name auf Vorsatz. Innen gebräunt und stärker fleckig. Wenige Seiten mit Defekten. Einband etwas bestoßen. Rücken etwas verblichen.            80,00

 

504 Hellwig, Johann Christian Ludewig. Das Kriegsspiel, ein Versuch die Wahrheit verschiedener Regeln der Kriegskunst in einem unterhaltenden Spiele anschaulich zu machen. Braunschweig, Reichard, 1803. 8°. Mit 11 Kupfern (auf 6 Tafeln, davon 5 farbig). XX, 196 Seiten. Aufgeschnittene Broschur. (81)

* Linde - N. 4829; van der Linde II, 364. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Johann Christian Ludwig Hellwig (1743 - 1831) war Professor für Mathematik und Naturwissenschaften am Collegium Carolinum in Braunschweig. Er war auch Herzogl. Braunschweigischer Pagenhofmeister und Hofmathematiker. Zu seinen Schülern zählte Carl Friedrich Gauß. Hellwig verfasste mathematische Lehrbücher zum Schul- und Hochschulgebrauch. Er war der Erfinder des bekannten und in der Zeit sehr beliebten "Kriegsspiels", eine Abart des Schachspiels. Es war als kostengünstige Kriegssimulation für die Ausbildung des Militärnachwuchses konzipiert. Die Figuren stehen stellvertretend für Infanteriebataillone, Kavallerieeskadrone oder Artilleriebatterien. Das selbst herzustellende Spielbrett zeigte variable, verschiedene Geländeformen, die u. a. mit Brustwehren, Brücken oder brennenden Gebäuden verändert werden können. Die gegenerischen Parteien müssen nun eine langfristige Strategie entwickeln, um den Gegner strategisch und taktisch aus zu lavieren. Zustand: Leimschatten eines frühreren Exlibris auf Innenumschlag und Titel. Innen etwas gebräunt und vereinzelt fleckig. Umschlag etwas angestaubt und fleckig. Etikett auf Rücken. Seltene Ausgabe.            600,00

 

505 (Hervey, Lord John.) A letter to the craftsman, on the game of chess. Occasioned by his paper of the fifteenth of this month. London, Peele, 1733. 8°. Mit 1 Holzschnittvignette. 29 Seiten (inkl. Titel). Als Broschur privat geheftet. (81)

* Linde - N. 4688; van der Linde II, 491 f. Doublette aus der Schachbuchsammlung von Lothar Schmid. Kleines politisches Pamphlet. "Diese Antwort wurde verfasst von John Lord Hervey und ist datirt aus Slaughter's Coffee - house, Sept. 21. 1733. Genanntes Café wurde 1692 gegründet in Martin's Lane und blieb auf längere Zeit der Versammlungsort der bedeutendsten Schachkräfte der englischen Hauptstadt." (van der Linde) Zustand: Textseiten teilweise etwas angestaubt. Seltene Kleinschrift.            120,00

 

506 Hirschel, Moses. Das Schach des Herrn Gioachino Greco Calabrois und die Schachspiel - Geheimnisse des Arabers Philipp Stamma, verbessert und nach einer ganz neuen Methode zur Erleichterung der Spielenden umgearbeitet ... 3 Teile in einem Band. Breslau, Löwe, 1784. 8°. (Frontispiz fehlt). 4 Bll., 221 Seiten. Pappband. (81)

* Linde - N. 412; van der Linde I, 367; Kieler Schachkatalog 951; Schmid S. 185 + 193. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Gioachino Greco "Il Calabrese" war ein bekannter italienischer Schachspieler des 17. Jahrhunderts. Bereits 1619 spielt er in Rom gegen führende Meister und gewann. In diesem Jahr schrieb er auch seine erste Abhandlung über das Schach mit kommentierten Partien. Das Neue an seinen Schachschriften war, dass er intuitiv das Wesen des Kombinationsspiels erfasste. Sein Figurenspiel und seine Taktik mit überraschenden Kombinationen waren bahnbrechend. Der Begriff "Grecos Matt" ist in die Schachgeschichte eingegangen. Sein überarbeitetes Handbuch erschien erst nach seinem Tode; er starb 1634 auf den Antillen. Das Werk des Gioacchino Greco gehört zu den wenigen Schachbüchern, die in viele Sprachen übersetzt wurde. Philipp Stamma war bekannter syrischer Schachmeister des 18. Jahrhunderts. Bereits 1737 gab er eine Sammlung von Endspielstudien heraus. Sein größtes Verdienst ist die Erfindung einer Kurznotation, die auch heute noch in leicht verbesserter Form angewendet wird. "Moses Hirschel hat allerdings, 1784, Stamma's Methode vollendet ..." (van der Linde). Die vorliegende Ausgabe zählte in Deutschland zu den bekanntesten. Die hier angebotene originale Ausgabe ist sehr selten. Zustand: Zusätzlich sind 14 Blätter mit Anmerkungen und Zusätzen von alter Hand sowie 49 Blatt weiß eingebunden. Reste eines entfernten Etikettes auf Innendeckel. Vorsatz fehlt. Buchblock gelockert. Titel mit repariertem Ausriss (mit Buchstabenverlust). Innen randig, etwas gebräunt und fleckig. Einband etwas angestaubt, stärker bestoßen und etwas verblichen. Gesuchte Ausgabe.            240,00

 

507 Hoverbeck, C. E. B. Das preussische National – Schach. Breslau, Stadt- und Universitäts – Buchdruckerey, 1806. 8°. Mit 1 gestochenen Titelvignette und 11 kolorierten Kupfertafeln, davon 1 gefaltet. XVI, VII; 160 S. Brauner Halblederband. (Als Broschur gebunden) (81)

* Linde – N. 4779. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Mit eigenhändigem Namenszug des englischen Schachbuchsammlers des 19. Jahrhunderts J. W. Rimington Wilson auf Innendeckel. C. E. B. Hoverbeck entwickelte eine Abart zum Schach, das Preussische National – Schach. Die einzelnen Spielfiguren bezeichnete er nach zeitgenössischen militärischen Graden: Dame als Leibgarde, Springer als Husaren. Gespielt wird auf einem Brett mit 11 x 11 Feldern. Die Absicht war mit dem Spiel Scharfsinn, Geist und Entscheidungsfreudigkeit zu fördern. Das einleitende Kapitel des Buches enthält eine Kritik über die Figuren des ordinären Schachspiels. Die Tafeln zeigen das Spielbrett mit der Anfangsaufstellung und die Spielfiguren, die nach militärischen Graden gestaltet wurden. Zustand: Buchblock etwas gelockert. Innen etwas gebräunt und fleckig, teilweise stärker. Stempel auf letztem Vorsatz. Einband bestoßen. Rücken stärker beschabt und mit handschriftlicher Nummer. Seltene Ausgabe.            450,00

 

508 Hoyle, Edmond. Games of Whist, Quadrille, Piquet, Chess and Back Gammon, complete. In which are contained, the method of playing and betting, at those games, upon equal or advantageous terms. Including the laws of the several games ... added, two new cases at Whist ... 12th edition. London, Osborne, Crowder und Baldwin, (1761). 8°. XII, 214 Seiten. Brauner Lederband mit rotem Rückenschild, Rückenvergoldung und Blindprägungen auf den Deckeln. (81)

* Linde - N. 3495; vergl. van der Linde II, 61 f. (spätere Auflage). Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Der Brite Edmond Hoyle (1672 - 1769) galt als Spieleexperte im 18. Jahrhundert. Seine vorher als kleine Ausgaben herausgebrachten Bücher über Whist, Quadrille, Piquet, Schach und Backgammon wurde in einem Band zusammengefasst und erschienen als höchst erfolgreiches Werk in vielen Auflagen. Mit der im englischen Sprachraum gebräuchlichen Redewendung "according to Hoyle" wird soviel wie "streng nach den Regeln" gemeint. Das Schachspiel wird in der vorliegenden Ausgabe auf den Seiten 153 - 168 dargestellt. Zustand: Vorsätze erneuert. Titel, S. 211 – 214 und letzter Vorsatz mit Leimschatten an den Rändern. Innen gebräunt und etwas fleckig. Einband berieben. Rücken etwas verblichen. Seltene und dekorativ gebundene Ausgabe.            60,00

 

509 Hoyle, Edmond. Il giuoco delli scacchi. Con alcune regole, ed osservazioni per ben giuocarlo del Signore Hoyle inglese. Tradotte del nostro Idioma ... del Signore Dudley Digges ... Florenz, Stecchi u. Pagani, 1768. 8°. 23 S. Rotbrauner Lederband mit reicher Goldverzierung. (81)

* Chicco / Sanvito, Lineamenti ..., 441. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Zustand: Kleberest auf Innendeckel. Buchblock etwas gelockert. Innen etwas gebräunt und wenig fleckig. Einband angestuabt, fleckig und etwas bestoßen. Dekorativ gebundene Ausgabe.            80,00

 

510 Hurter, Friedrich. Ausflug nach Wien und Presburg, im Sommer 1839. 2 Bände. Schaffhausen, Hurter, 1840. 8°. VIII, 396 Seiten; 1 Bl., 394 Seiten. Grüne Leinenbände mit handbeschrifteten Rückenschildchen. (75)

* Interessanter Reisebericht mit der ausführlichen Schilderung der Reise über Konstanz, Lindau, Bregenz, Feldkirch, Innsbruck, Hallein, Berchtesgaden, Salzburg, Ischl, Melk sowie Ankunft in Wien und Eindrücke (u. a. Feuerwerk im Prater, Fiaker, Küche von Wien, das Zeitungslesen, das Schachspiel). Der zweite Band beschreibt Wien, Ausflüge in die Umgebung und die Rückreise über München. Die Ausführungen über das Schach sind im ersten Band auf den Seiten 370 – 372. Der aus Schaffhausen stammende Friedrich Emanuel von Hurter(1787 – 1865) war Historiker und Theologe. Zustand: Jeweils Stempel auf Titel. Innen etwas gebräunt und fleckig, teilweise stärker. Einbände berieben, etwas bestoßen und angestaubt. Jeweils Etikett auf Vorderdeckel. Rücken verblichen.            150,00

 

511 Le Jeu de l'Hombre, augmenté des decisions nouvelles sur les difficultez et incidens de ce jeu. [Sixième Edition] Paris, Ribou, 1709. 8°. Mit 1 gestochenen Frontispiz und wenigen Textholzschnitten (Spielkarten). 6 Bll., 166, 7 Bll., 33 Seiten. Brauner Lederband mit verblasster Rückenvergoldung. (81)

* Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Seltene Ausgabe mit der Beschreibung des L'Hombre - Spiels, einem Kartenspiel für drei Personen, das in früherer Zeit weit verbreitet war. Nach dem Vorbemerkungen „Le Libraire au lecteur“ handelt es sich hier um die 6. Auflage. Zustand: Innen gebräunt und fleckig, teilweise stärker. Einband bestoßen und Rücken mit Defekten. Seltene Ausgabe.            80,00

 

512 Kindermann, Joseph K. Vollständige Anweisung, das Schachspiel durch einen vorhergehenden allgemeinen Unterricht, dann durch die nachfolgenden Erläuterungen der von den besten Meistern aufgestellten Musterspiele, ohne fernere mündliche Unterweisung, selbst ohne einen Mitspieler, gründlich zu erlernen. Graz, Ferstl, 1795. 8°. Mit 1 Titelvignette und 1 (statt 2) gefalteten Kupfertafel. 6 Bll. (inkl. Titel), 259 Seiten. Pappband. (81)

* Linde - N. 572; van der Linde I, 399; Schmid S. 213. Erste Ausgabe. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Joseph Karl Kindermann (1744 - 1801) machte sich einen Namen durch seine wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Geographie und Kartographie. Er war auch als Publizist tätig und unter seiner Leitung erlangte die "Grätzer Zeitung" (Graz) eine bedeutende Stellung unter den österreichischen Zeitungen. Um die wahre Mittagszeit zu fixieren, stellte er 1799 auf dem Grazer Schlossberg den nach ihm benannten Meridian auf. Aus dem Inhalt: Geschichte und Apologie des Schachspiels. Vom Schachbrette. Philidors erläuterte Musterspiele. Noch 17 andere Philidorsche Spielarten. Stamma's Schachspielkunststücke. Nach der Anweisung für den Buchbinder fehlt ein Kupfer, das die Schemadarstellung eines Schachbretts zeigt. Es wurde vom Verlag in der Zeit separat geliefert und fehlt daher den meisten Ausgaben; es sollte beim Buchbinder auf Pappe aufgezogen werden. Zustand: Innen gebräunt und gering fleckig. Wenige Seiten mit kleinen Defekten. Einband angestaubt und bestoßen. Rücken mit Defekten. Sehr seltene und gesuchte Ausgabe.            600,00

 

513 Koch, Johann Friedrich Wilhelm. Codex der Schachspielkunst, nach den Musterspielen und Regeln der größten Meister, in einer für die Erleichterung des Selbstunterrichts bequemen Bezeichnungsart und Anordnung entworfen ... / Sechshundert Schachspielaufgaben für geübtere Spieler, im Druck vollendet von C. F. Koch. 3 Bände in zwei gebunden. 2., gänzlich umgearbeitete und stark vermehrte Ausgabe. Magdeburg, Heinrichshofen, 1813 – 1814 und 1834. 8°. Mit 1 Kupfertafel "Das Schachbrett". VIII, 390, IV, 412 Seiten (1 Bl. Druckfehler fehlt); 3 Bll. (inkl. Titel), 192 Seiten, 1 Bl. Druckfehler. Unterschiedliche braune Halblederbände mit goldverziertem Rücken. (81)

* Linde - N. 598 und 2372; van der Linde I, 355 / 356 und II, 95 f.; Schmid, S. 214 f. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Seltenes Schachbuch des Magdeburger Superintendenten und Dompredigers F. W. Koch (1759 - 1833), das er u. a. nach Selenus, Philidor und dem Pariser Club bearbeitete. Der 2. Band "Nebst einem Anhang, enthaltend das Schachspiel unter Drey und Vier Spielern - und des Hieronymus Vida (d. i. Marco Giramolo Vida) Scachias (Scachia Ludus), lateinisch und deutsch." Aus dem Inhalt: Elementarischer Unterricht über die Wirksamkeit und den Gebrauch der Schachsteine, Spielanfänge, Spiele mit Vorgaben, Gemeine Spiele, Gambitspiele, Spielendungen, die vornehmsten Regeln des Schachspiels. Im Jahr 1834 brachte der Sohn des Herausgebers C. F. Koch einen dritten Teil unter dem Titel "Sechshundert Schachspielaufgaben für geübtere Spieler" heraus, der hier enthalten ist und "in welchem sich eine bedeutende Sammlung von künstlichen Endspielen befindet". (Schmid). Zustand für beide Bände: Vorsatz des 1. Bandes fehlt. Innen wenig fleckig und etwas gebräunt, teilweise stärker. Innendeckel mit Leimschatten und randig. Stempel auf Vorsatz des 2. Bandes. Einbände stärker bestoßen und etwas fleckig, Rücken beschabt. Seltene und gesuchte Ausgabe.            300,00

 

514 Koch, Johann Friedrich Wilhelm. Codex der Schachspielkunst, nach den Musterspielen und Regeln der größten Meister, in einer für die Erleichterung des Selbstunterrichts bequemen Bezeichnungsart und Anordnung entworfen ... 2 Bände in einem gebunden. 2., gänzlich umgearbeitete und stark vermehrte Ausgabe. Magdeburg, Heinrichshofen, 1813 - 1814. 8°. Mit 1 Kupfertafel "Das Schachbrett". VIII, 390, IV, 412 Seiten (1 Bl. Druckfehler fehlt). Brauner Halblederband. (81)

* Linde - N. 598; van der Linde I, 355 / 356; Schmid, S. 214 f. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Seltenes Schachbuch des Magdeburger Superintendenten und Dompredigers F. W. Koch (1759 - 1833), das er u. a. nach Selenus, Philidor und dem Pariser Club bearbeitete. Der 2. Band "Nebst einem Anhang, enthaltend das Schachspiel unter Drey und Vier Spielern - und des Hieronymus Vida (d. i. Marco Giramolo Vida) Scachias (Scachia Ludus), lateinisch und deutsch." Aus dem Inhalt: Elementarischer Unterricht über die Wirksamkeit und den Gebrauch der Schachsteine, Spielanfänge, Spiele mit Vorgaben, Gemeine Spiele, Gambitspiele, Spielendungen, die vornehmsten Regeln des Schachspiels. Im Jahr 1834 brachte der Sohn des Herausgebers C. F. Koch einen dritten Teil unter dem Titel "Sechshundert Schachspielaufgaben für geübtere Spieler" heraus, der hier nicht enthalten ist. Zustand: Name auf Titel. Innen papierbedingt gebräunt, mit wenigen handschrictlichen Notizen und etwas fleckig, teilweise stärker. Wenige Seiten mit Defekten. Letzter Vorsatz fehlt. Einband stark bestoßen und angestaubt. Rücken defekten und beschabt. Gesuchte Ausgabe.            120,00

 

515 Das neue Königliche L'Hombre, Auch wie Espadille forcé, l'Hombre selb Ander, selb Dritte und selb Fünfen nach ietziger Manier zu spielen; Wobey nebst noch andern Carten - Spielen, das Pielken - Tafel, Schach, Ballen - Spiel, und das Verkehren im Bret, samt den Wörtern, welcher man sich beym Spielen gebrauchet, beschrieben und erkläret wird ... Hamburg 1737. 8°. Mit 1 Frontispiz von Boetius und 3 Textabbildungen. 2 Bll. (inkl. Titel), 318 Seiten. Halbpergamentband. (81)

* Linde - N. 3475; vergl. van der Linde II, 52 (Ausgabe von 1757). Diese erstmals 1715 erschienene, beliebte Sammlung mit Darstellungen verschiedener Spiele erlebte bis 1846 insgesamt 18 Auflagen. Die Darstellung über das Schachspiel steht in der vorliegenden Ausgabe auf den S. 244 - 257. Das Frontispiz zeigt mehrere Personen bei verschiedenen Spielen. Zustand: Name auf Innendeckel. Innen stärker gebräunt, gering fleckig und ringsum etwas knapp beschnitten. Letzter Vorsatz mit Bemerkungen von alter Hand. Einband stärker angestaubt, fleckig und bestoßen.            120,00

 

516 Lanckisch, M. v. Eitelkeit des Spieles / Dabey / was vor grosse Sünden / Laster und Unglücke bey dem gewinnsüchtigen Spiele mit unterlauffen / nach Anleitung Göttlicher Schrifft: Wie auch heiliger Kirchen – Lehrer … ausgeführet: Der iezzo Spiel – begierigen Welt zur Scheu und Fliehung herausgegeben … Bautzen, Baumann, 1665. 12°. Gest. Titel, 10 unn. Bll., 402 (recte 399) num. Bll., 15 Bll. Register. Pergamentband. (81)

* Vergl. dazu VD17 3:309166T; Jöcher II, 2237. Aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Der lutherische Prediger Michael von Lanckisch (1620 – 1674 war Pfarrer zu Groß – Schönau und später Archidiaconus in St. Johannes zu Zittau. Kurze Erwähnung findet das Schach auf den Blättern 74, 90, 104, 152 und 246. Zustand: Handschriftliche Notizen auf Innendeckel und Vorsatz. Paginierung springt. Buchblock gelockert. Innen stark gebräunt, vereinzelt fleckig und teilweise mit Wurmspuren. Wenige Seiten und gest. Titel mit Defekten. Einband und Buchschnitt durch Russeinwirkung geschwärzt. Einband wenig bestoßen. Seltene Ausgabe.            80,00

 

517 (Lerchenthal, B. v.) Zwölf Schlacht - Parthien des großen Kampfes um Europa's Freiheit, Friede und Glück. Auf dem Schachbret dargestellt. Wien, Gerold, 1815. 8°. Mit 1 gefalteten Kupfertafel mit dem Schema eines Schachbretts und 1 gestochenen Titelvignette. 74 Seiten. Aufgeschnittene Broschur. (81)

* Linde - N. 2162; Schmid S. 220. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Die Ausgabe enthält zwölf Schachpartien, die symbolisch für Schlachten aus den Befreiungskriegen gegen Napoleon stehen. Die Vignette zeigt einen doppelköpfigen Adler und einen fallenden Adler, der ein Schachbrett mit einer Mattstellung hält, über der Silhouette der Insel Elba. Zustand: Innen wenig gebräunt. Umschlag beriebenm, teilweise verblichen und mit handschriftlicher Nummer. Seltene Ausgabe.            150,00

 

518 Lopez de Segura, Ruy. Le iev des eschecs, avec son invention science et practique. Où par un tres - docte & intelligible discours sont amplement descrits les moyens d'ordonner son jeu tant pour l'offensive que la defensive. Traduict d'Espagnol en François. Paris, Jean Micard, 1609. 8°. Mit 1 Titelvignette. 4 unn. Bll. (inkl. Titel), 44 numm. Bll. Brauner Lederband. Dreikantgoldschnitt. (81)

* Schmid S. 239; Linde - N. 369 (Ausgabe von 1615); van der Linde I, 348: "Erste Ausgabe der (abgekürzten) französischen Uebersetzung." Mit eigenhändig geschriebenem Anmerkungen von Tassilo von Heydebrand und der Lasa auf Vorsatz. Die Ausführungen beziehen sich auf einzelne Kapitel in dieser und der Ausgabe von 1615. Mit eigenhändiger Unterschrift und Nummerierung von Tassilo von Heydebrand und der Lasa auf einem Exlibris mit seinem Familienwappen auf Vorsatz: "No ... 1884 Lasa" und Stempel mit Wappen von Heydebrand und der Lasa auf Titel. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Lopez de Segura war Geistlicher, spanischer Meister und berühmter Autor des 16. Jahrhunderts. Er galt als stärkster Spieler der Welt, nachdem er am Hofe des spanischen Königs Philipp II. den Italiener Leonardo da Cutri besiegt hatte. Sein 1561 in spanischer Sprache erschienenes Lehrbuch beinhaltet die Spielregeln, Strategien und Eröffnungen. Dabei bevorzugte er das Läuferspiel, besonders "das Gambit des Lopez" und das Königsgambit. Lopez gilt als der "Vater der Schachtheorie", da er der erste war, der seine Züge begründete. Eine wichtige und ausführliche Würdigung findet sich bei Schmid auf den Seiten 231 bis 240. Baron Tassilo von Heydebrand und der Lasa (1818 - 1899) war neben van der Linde der bedeutendste Schachhistoriker im 19. Jahrhundert. In seinem wichtigsten Werk "Zur Geschichte und Literatur des Schachspiels", "untersuchte er eingehend den Ursprung und die Entwicklung des Schachspiels." (Lindörfer, S. 152) Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Innen gebräunt, wenig fleckig und mit wenigen Anstreichungen. Einband bestoßen, beschabt und teilweise verblichen. Deckel mit Resten einer Linienvergoldung. Rücken oben etwas defekt. Seltenes und außergewöhnliches Sammlerstück.            3000,00

 

519 Lopez de Segura, Ruy. Il givoco de gli scacchi di Rui Lopez, Spagnuolo; Nuouamente tradotto in lingua Italiana da M. Gio. Domenico Tarsia. All' Eccellentissimo S. Iacopo Bvoncompagni duca di Sora, e d'Arce ... Con Privilegio. Venedig, Cornelius Arriuabene, 1584. 8°. Mit 1 Schachbrettillustration, 6 Schachfiguren als Textvignetten und vielen verzierten Holzschnittinitialen. 4 Bll. (inkl. Titel), 214 Seiten, 1 Bl. Druckvermerk "Registro ... = Druckort, Verleger und Druckjahr". Neuer Pergamentband mit Rückenschildchen, goldverziertem Rücken und Linienvergoldung auf Vorderdeckel. (81)

* Schmid S. 236 f.; Linde - N. 372; van der Linde I, 348. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Erste italienische Ausgabe der spanischen Originalausgabe von G. Domenicus Tarsia, von außerordentlicher Seltenheit. Diese italienische Übersetzung ist eine etwas freie Bearbeitung, die mit Holzschnittfiguren vermehrt wurde. Selenus hat den Hauptinhalt seines Schachwerkes nach der gedruckten italienischen Übersetzung bearbeitet. Lopez de Segura war Geistlicher, spanischer Meister und berühmter Autor des 16. Jahrhunderts. Er galt als stärkster Spieler der Welt, nachdem er am Hofe des spanischen Königs Philipp II. den Italiener Leonardo da Cutri besiegt hatte. Sein Lehrbuch beinhaltet die Spielregeln, Strategien und Eröffnungen. Dabei bevorzugte er das Läuferspiel, besonders "das Gambit des Lopez" und das Königsgambit. Lopez gilt als der "Vater der Schachtheorie", da er der erste war, der seine Züge begründete. Eine wichtige und ausführliche Würdigung findet sich bei Schmid auf den Seiten 231 bis 240. Bezüglich der verschiedenen Drucke der italienischen Erstausgabe gibt Adriano Chicco zusammen mit Giorgio Porreca Hinweise. Nach einem Hinweis von Lothar Schmid ist dies Exemplar eine Ausgabe des 2. Druckes. Für die Differenzierung der Drucke ist ein Wort auf S. 133 wichtig. Zustand: Exlibris auf Innendeckel. Vorsätze neu. Innen etwas gebräunt und fleckig, teilweise stärker und teilweise randig. Mit vielen Notizen von alter Hand im Text. Einband etwas berieben und fleckig. Seltene Ausgabe.            900,00

 

520 Lopez de Segura, Ruy. Il givoco de gli scacchi di Rui Lopez, Spagnuolo; Nuouamente tradotto in lingua Italiana da M. Gio. Domenico Tarsia. All' Eccellentissimo S. Iacopo Bvoncompagni duca di Sora, e d'Arce ... Con Privilegio. Venedig, Cornelius Arriuabene, 1584. 8°. Mit 1 Schachbrettillustration, 6 Schachfiguren als Textvignetten und vielen verzierten Holzschnittinitialen. 4 Bll. (inkl. Titel), 214 Seiten, 1 Bl. Druckvermerk "Registro ... = Druckort, Verleger und Druckjahr". Neuer brauner Halblederband mit Rückenschildchen und goldverziertem Rücken. (81)

* Schmid S. 236 f.; Linde - N. 372; van der Linde I, 348. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Erste italienische Ausgabe der spanischen Originalausgabe von G. Domenicus Tarsia, von außerordentlicher Seltenheit. Diese italienische Übersetzung ist eine etwas freie Bearbeitung, die mit Holzschnittfiguren vermehrt wurde. Selenus hat den Hauptinhalt seines Schachwerkes nach der gedruckten italienischen Übersetzung bearbeitet. Lopez de Segura war Geistlicher, spanischer Meister und berühmter Autor des 16. Jahrhunderts. Er galt als stärkster Spieler der Welt, nachdem er am Hofe des spanischen Königs Philipp II. den Italiener Leonardo da Cutri besiegt hatte. Sein Lehrbuch beinhaltet die Spielregeln, Strategien und Eröffnungen. Dabei bevorzugte er das Läuferspiel, besonders "das Gambit des Lopez" und das Königsgambit. Lopez gilt als der "Vater der Schachtheorie", da er der erste war, der seine Züge begründete. Eine wichtige und ausführliche Würdigung findet sich bei Schmid auf den Seiten 231 bis 240. Bezüglich der verschiedenen Drucke der italienischen Erstausgabe gibt Adriano Chicco zusammen mit Giorgio Porreca Hinweise. Nach einem Hinweis von Lothar Schmid ist dies Exemplar eine Ausgabe des 1. Druckes. Für die Differenzierung der Drucke ist ein Wort auf S. 133 wichtig. Zustand: Die Seiten 90 – 96 sind in falscher Reihenfolge gedruckt und eingebunden. Am Ende sind 16 Bll. weiß zusätzlich eingebunden. Innen etwas gebräunt und fleckig, teilweise stärker und teilweise randig. Mit vielen Notizen von alter Hand. Wenige Seiten mit Defekten. Einband wenig bestoßen, etwas berieben und verblichen. Seltene Ausgabe.            900,00

 

521 Lopez de Segura, Ruy. Libro de la Invención liberal y Arte del juego del Axedrez, muy vtil y prouechosa: assi para los que de nueuo quisieren deprender à jugarlo, como para los que lo saben jugar. Compuesta aora nueuamente por Ruylopez de Sigura clerigo, vezino dela villa Cafra. Dirigida al muy illustre senor don Garcia de Toledo, ayo y mayordomo mayor del Serenißimo Principe don Carlos nuestro senor. Alcalá, Andres de Angulo, 1561. 8°. 8 unn. Bll., 150 Bll. Brauner Lederband mit Linienvergoldung auf den Deckeln, Steh- und Innenkantenvergoldung und verblasster Rückenvergoldung. (81)

* Linde – N. 363; van der Linde I, 347 f.; vergl. Schmid S. 231 ff. Erste Ausgabe von außerordentlicher Seltenheit. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Lopez de Segura war Geistlicher, spanischer Meister und berühmter Autor des 16. Jahrhunderts. Er galt als stärkster Spieler der Welt, nachdem er am Hofe des spanischen Königs Philipp II. den Italiener Leonardo da Cutri besiegt hatte. Lopez schenkte seine Aufmerksamkeit nicht mehr den Problemen sondern widmete sich ausschließlich der Partie. Auch „muss er als der „Vater der Schachtheorie“ betrachtet werden. Er ist namentlich der … Begründer des Königsgambit, des Gambit Lopez …“ (van der Linde) Sein Lehrbuch beinhaltet die Spielregeln, Strategien und Eröffnungen. Dabei bevorzugte er das Läuferspiel, besonders "das Gambit des Lopez" und das Königsgambit. Eine wichtige und ausführliche Würdigung findet sich bei Schmid auf den Seiten 231 bis 240. Zustand: Buchblock etwas gelockert. Innen etwas gebräunt und fleckig, teilweise stärker u. ringsum etwas knapp beschnitten. Wenige Seiten mit Defekten oder handschriftlichen Notizen. Einband etwas bestoßen u. beschabt, die Goldverzierung ist verblasst. Rücken verblichen u. mit kleinen Defekten. Sehr seltene Ausgabe des wichtigen Schachwerkes.             1200,00

 

522 Maßmann, Hans Ferdinand. Geschichte des mittelalterlichen, vorzugsweise des Deutschen Schachspieles. Nebst vollständiger und fortlaufender Literatur des Spieles, sowie Abbildungen und Registern. Quedlinburg und Leipzig, Basse, 1839. 8°. Mit 14 gefalteten Abbildungstafeln, 1 zusätzlichen Tafel No. XIbis und 1 Holzschnittabbildung im Text. VIII, 224 Seiten, letzte 2 Seiten = Verlagsanzeigen. Brauner Halblederband mit Rückenschildchen und Rückenvergoldung. (Als Broschur gebunden) (81)

* Linde - N. 199; van der Linde II, 170; Bibliotheca van der Linde - Niemeijeriana Vol I., 757; Schmid S. 248. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Umfassende Schachgeschichte mit dem Versuch einer Beschreibung der Herkunftsgeschichte und der kriegerischen Urbedeutung. Massmann (1797 - 1874) stellt die Namen der Figuren und deren Bedeutung bei den verschiedenen Völkern vor. Dabei steht aber Erforschung des mittelalterlichen Schachspiels in Deutschland im Vordergrund, insbesondere seine Erwähnung in den verschiedenen Literaturgattungen. "Massmann's Arbeit ist eine höchst verdienstliche zu nennen, da der gelehrte Verfasser bei dem Sammeln und Zusammenstellen der Citate überaus gründlich und mit grosser Genauigkeit zu Werke gegangen ist." (Schmid) Zustand: Innen etwas gebräunt und fleckig, teilweise stärker. Einband etwas bestoßen. Seltene und schön gebundene Ausgabe.            150,00

 

523 (Mehler, J.) Le jeu de la guerre, ou raffinement du jeu des échecs. Par M. M. Neues Kriegsspiel, oder verbessertes Schachspiel. Prag, Höchenberger, 1770. 8°. Mit 1 Kupfertafel. 75 Seiten. Original geheftet. (81)

* Linde – N. 4825; van der Linde II, 363. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Seltene Darstellung über eine Abart des Schachspiel, ein Kriegsspiel, das mit 50 Figuren und einem Schachbrett mit 11 x 11 Feldern gespielt wird. Die Figuren sind nach militärischen Graden benannt. Die Kupfertafel zeigt das Spielbrett. Zustand: Innen gebräunt und fleckig, teilweise stärker. Umschlag angestaubt und etwas bestoßen. Rücken unten defekt. Seltene Ausgabe.            300,00

 

524 Netto, (Friedrich August Wilhelm) Schathrandsch oder das Schachspiel unter Zweien, und dessen Geheimnisse; ferner das Courierspiel, Rundschach des Tamerlan und das Kriegesspiel. Aus den ältesten und seltensten literarischen Quellen, nach dessen Benennung, Erfindung, Einrichtung, Verbreitung, Spielart, seinen Regeln und Musterspiele für die Selbstunterweisung systematisch bearbeitet. Berlin, Pauli, 1827. Mit 1 Titelkupfer, 1 Textabbildung und 2 Diagrammen. VI, 211 Seiten, 1 Bl. Anzeigen. Aufgeschnittene Broschur mit lithographiertem Umschlag. (81)

* Linde - N. 4858; Kieler Schachkat. 1809; Schmid S. 257. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Friedrich August Netto (geb. 1783) war Mathematiker und Geodät. Titelbeginn in Sanskritschrift. Interessante Ausgabe u. a. mit Kapiteln über Erfindung und Verbreitung des Schachspiels, Bezeichnung der Steine, Spielanfänge, Courierspiel etc. Zustand: Innen randig, etwas gebräunt und fleckig. Wenige Seiten mit Defekten. Umschlag angestaubt, etwas fleckig und mit Defekten.            150,00

 

525 Palamedes Redivivus, Das ist: Nothwendiger Unterricht wie heutiges Tages gebräuchliche Spiele, als das Stein- oder Schach - Spiel das Picquet - Hoick - Thurn - und L'Ombre - Spiel, Nebst dem Rümpffer - Ordnung und Linquiren, Regles pour le jeu du Pilliard, Abhandlung des beliebten Ball - Spiels, Unterricht vom Bogel - Spiel, Von zwey und dreyßig Karten, Vom Scheffel - und bösen - Sieben - Spiel, Beschreibung des Piribi - Spiels und der Tabelle, Mariage - Spiel, nach künstlicher Wissenschafft recht und wohl zu spielen, aus denen üb - gründlichen Spiel - Gesetzen herfür gesucht, und ausführlich beschrieben. Auch bey dieser neuen Auflage abermahl vermehrt, mit dem Trisett - und Taroc - Spiel, ingleichen Reglement, wie es bey dem lang Kegelschieben zu halten. Leipzig, Johann Gottfried Dyck, 1755. 8°. Mit 1 Kupferstichfrontispiz und 1 gefalteten Tabelle. 153 Seiten, 1 Bl. Inhalt. Pergamentband mit handschriftlichem Rückentitel. (Als aufgeschnittene Broschur gebunden) (81)

* Linde - N. 3491; van der Linde I, 352; vergl. Schmid S. 265 und Kieler Schachkatalog 2160. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Auf Seite 3 - 46 wird das Stein- oder Schachspiel beschrieben. Das schöne Kupferstichfrontispiz von Krügner jun. zeigt vier Szenen mit Personen bei verschiedenen Spielen, u. a. beim Brettspiel, Billard und Kartenspiel. Zustand: Vorsätze erneuert. Der auf einem größeren Blatt gedruckte Titel ist gefaltet eingebunden. Innen papierbedingt stärker gebräunt und wenig fleckig, teilweise stärker. Einband angestaubt und etwas fleckig.            150,00

 

526 Philidor, A. D. (François André Danican) L'Analyze des Echecs: Contenant Une Nouvelle Méthode Pour apprendre un peu de Tems à se Perfectioner dans ce Noble Jeu ... London, 1749. 8°. Mit 1 Titel-, Text- (nach Subskribentenliste) und Schlussvignette. XXI, 170 Seiten. Brauner Lederband mit (defektem) Rückenschildchen und Rückenvergoldung. (81)

* Van der Linde I, 391. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Erster Druck der ersten Ausgabe. Zu identifizieren nach den Vignetten (Titel Ampel mit Blumen) und verschiedenen unterschiedlichen Schreibweisen einzelner Worte, der Seitenzahl und der bei dieser Ausgabe enthaltenen Liste der 127 Subskribenten. Philidor (1726 - 1795) war der größte Meister des 18. Jahrhunderts und stärkster Spieler der Welt nach seinen Wettkampfsiegen gegen Stamma. Sein Buch enthält seine Schachstrategie mit der er seinen Zeitgenossen weit voraus war. Er verfasste sie mit 22 Jahren und ließ sie dann in London drucken. Sein Satz "Die Bauern sind die Seele des Schachspiels ..." wurde zur Legende. Von Beruf war er eigentlich Musiker und Opernkomponist. Die Inhalte sind auch heute noch von großer Bedeutung, es war eben ein bahnbrechendes Werk. "Mit der Erläuterung seiner Grundsätze in seinem Buch "L'Analyse du Jeu des Echecs" legte Philidor den Grundstein des modernen Schachs. Er führte das Schachspiel aus den engen Grenzen Euklidscher Beobachtung heraus in den grenzenlosen Bereich Cartesianischen Denkens". (Max Euwe) Aus der Liste der Subskribenten ergeben sich auch Vorbestellzahlen. Die Herzogin von Cumberland hatte 50 Exemplare geordert! Zustand: Privater Stempel auf Vorsatz. Innen gebräunt, etwas fleckig, teilweise stärker und mit einigen Notizen von alter Hand. S. 165 mit montiertem handschriftlichen Anmerkungszettel. Am Ende ist ein Blatt mit handschriftlichem Inhaltsverzeichnis eingebunden. Der Einband ist etwas bestoßen und beschabt. Rücken oben etwas defekt. Bekanntes und gesuchtes Werk.            450,00

 

527 Philidor, A. D. (François André Danican) L'Analyze des Echecs: Contenant Une Nouvelle Methode Pour apprendre en peu de tems à se Perfectioner dans ce Noble Jeu ... Londres, 1749. 8°. Mit 1 Titel- und Schlussvignette. XIV, 162 Seiten. Brauner Halblederband mit goldverzierten Deckeln und Rücken. (81)

* Van der Linde I, 391. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Nachdruck des 1. Nachdrucks im Jahr der ersten Ausgabe. (Vergl. van der Linde) Zu identifizieren nach den Vignetten (Titel doppeltes Füllhorn mit Blumen, am Schluss Palmenbaum daneben Mann) und verschiedenen unterschiedlichen Schreibweisen einzelner Worte, der Seitenzahl und der bei dieser Ausgabe natürlich nicht enthaltenen Liste der Subskribenten. Ein zeitgenössischer Nachdruck, der die große Nachfrage nach diesem Werk verdeutlicht, die bereits kurz nach dem Erscheinen einsetzte. Philidor (1726 - 1795) war der größte Meister des 18. Jahrhunderts und stärkster Spieler der Welt nach seinen Wettkampfsiegen gegen Stamma. Sein Buch enthält seine Erkenntnisse über die Schachstrategie, mit der er seinen Zeitgenossen weit voraus war. Er verfasste sie mit 22 Jahren und ließ sie dann in London drucken. Sein Satz "Die Bauern sind die Seele des Schachspiels ..." wurde zur Legende. Von Beruf war er eigentlich Musiker und Opernkomponist. Die Inhalte sind auch heute noch von großer Bedeutung, es war eben ein bahnbrechendes Werk. "Mit der Erläuterung seiner Grundsätze in seinem Buch "L'Analyse du Jeu des Echecs" legte Philidor den Grundstein des modernen Schachs. Er führte das Schachspiel aus den engen Grenzen Euklidscher Beobachtung heraus in den grenzenlosen Bereich Cartesianischen Denkens". (Max Euwe) Zustand: Buchblock gelockert. Innen etwas gebräunt und wenig fleckig, teilweise stärker. Einband etwas bestoßen und beschabt. Rücken mit Defekten. Bekanntes und gesuchtes Werk in einer frühen Ausgabe.            300,00

 

528 Philidor, A. D. (François André Danican.) Chess analysed: Or instructions by which a perfect knowledge of this noble game may in a short time be acquir'd. 3rd Edition. London, Nourse and Vaillant, 1773. 8°. Mit Kopf- und Schlussvignetten. VIII, 144 Seiten. Angebunden: Philidor, (André Danican). Analysis of the game of chess. A new edition, improved and greatly enlarged. To which are added, several parties, played by the author blindfold, against three adversaries. Band 2. London, Elmsly, 1790. 8°. 2 Bll. (inkl. Titel), 183 Seiten. Brauner Halblederband mit Rückenvergoldung. (81)

* Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Ad I: Linde - N. 488; van der Linde I, 394. Philidor (1726 - 1795) war der größte Meister des 18. Jahrhunderts und stärkster Spieler der Welt nach seinen Wettkampfsiegen gegen Stamma. Philidor war auch der Erste, der sich mit dem Schüler ans Brett setzte und angenehm und fasslich mit ihm plauderte. (v. d. Linde) 1750 war die erste englische Ausgabe des vorliegenden Werks, in etwa gleichem Umfang erschienen. Ad II: Linde - N. 491; van der Linde I, 404; Schmid, S. 272. Bereits 1749 erschien sein Werk "L'Analyse du jeu des Echecs" mit seiner Schachstrategie. Der vorliegende 2. Teil enthält neue Eröffnungen und Endspiele sowie Anweisungen für das Blindspiel. Zustand: Name und privater Stempel auf Vorsatz. Innen etwas gebräunt, teilweise stärker, randig, vereinzelt fleckig und mit wenigen handschriftlichen Notizen. Einband etwas angestaubt und bestoßen. Rücken mit Defekten.            240,00

 

529 Philidor, André Danican. Praktische Anweisung zum Schachspiel. Aus dem Französischen übersetzt von S. H. Ewald. Zwei Teile in einem Band. Gotha, Ettinger, 1779. 8°. Mit 1 Frontispiz. 5 Bll. (inkl. Titel), 314 Seiten, 3 Bll. Regeln. Aufgeschnittene Broschur. (81)

* Linde - N. 479; van der Linde I, S. 398. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Chicco / Porreca, S. 395 mit dem Hinweis auf die ursprüngliche französische Ausgabe von 1749 und 1777, die häufige Bearbeitungen und Neuauflagen erfuhr. Seltene deutsche Ausgabe. Philidor war der stärkste Spieler seiner Zeit und unter seinem Einfluss entwickelten sich Paris und London zu Zentren des Schachspiels. Er selbst war im Übrigen auch Musiker und komponierte komische Opern. Das Frontispiz zeigt ein Porträt von Philidor nach Bartolozzi. Zustand: Privater Stempel auf Titel. Innen papierbedingt etwas gebräunt und vereinzelt fleckig. Umschlag angestaubt, etwas bestoßen und Rücken defekt.            150,00

 

530 Philidor, André Danican. Praktische Anweisung zum Schachspiel. Aus dem Französischen. 2 Teile in einem Band. 2. verbesserte Auflage. Gotha, Ettinger, 1797. 8°. Mit 1 Porträt. 4 Bll. (inkl. Titel), 182; 156 Seiten (inkl. Regeln des Spiels), 2 Bll. weiß. Angebunden: Das Schach - Verkehren im Brett- und Tokkateglispiel nach den neuesten und bewährtesten Regeln und Gesetzen zum Selbstunterricht. Aus dem Englischen des Elias Fielding. Neue stark vermehrte Auflage. Berlin, Oehmigke, 1798. 8°. Mit 1 Diagramm im Text. 80 Seiten. Brauner Halblederband mit Rückenschildchen. (81)

* Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Ad I: Linde - N. 479; van der Linde I, S. 398; Chicco / Porreca, S. 395 mit dem Hinweis auf die ursprüngliche französische Ausgabe von 1749 und 1777, die häufige Bearbeitungen und Neuauflagen erfuhr. Seltene deutsche Ausgabe. Philidor war der stärkste Spieler seiner Zeit und unter seinem Einfluss entwickelten sich Paris und London zu Zentren des Schachspiels. Er selbst war auch Musiker und komponierte komische Opern. Das Frontispiz zeigt sein Porträt. Ad II: Van der Linde II, 70. "... Schriften, mit den Pseudonymen ... Fielding ... sind, in sofern sie sich auf das Schach beziehen, weiter nichts als Nachdrucke der Guthsmuth'schen Abhandlung!" (van der Linde II, 67) Die Ausgabe behandelt auf den Seite 3 - 32 das Schachspiel. Zu Kapitel "Verkehren im Brettspiel" ab S. 33 steht im einleitenden Text: "Doch kann dieser Name ... daher kommen, weil man nicht vor sich, sondern auf des Gegentheils Seite, die Steine anfängt einzuspielen ..." Ab Seite 45 wird das "Triktrak- oder Tokkateglispiel" erläutert. Der deutsche Pädagoge Johann Christopf Friedrich Guthsmuths (1759 - 1839) war Lehrer an der Erziehungsanstalt Schnepfenthal und Mitbegründer des Turnens. Zustand: Innendeckel mit Leimschatten. Privater Stempel auf Vorsatz. Innen papierbedingt gebräunt und etwas fleckig, teilweise stärker. Einband stärker bestoßen. Rücken beschabt. Gesuchte Ausgaben.            240,00

 

531 Philidor, A. D. Underretning om Skak – Spil, uddragen af Philidor, udgivet i Nürnberg … 1769, og Forsög i Skak – Spil udgivet i Hamborg … 1770. Viborg, Mangor, 1773. 8°. Mit 3 (statt 4) Diagrammtafeln. 176 Seiten, 1 Bl.(S. 110 / 111 fehlt). Pappband. (81)

* Vergl. dazu Linde – N. 514; van der Linde I, 397. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. François André Danican Philidor (1726 - 1795) war der größte Meister des 18. Jahrhunderts und stärkster Spieler der Welt nach seinen Wettkampfsiegen gegen Stamma. Sein Buch enthält seine Erkenntnisse über die Schachstrategie, mit der er seinen Zeitgenossen weit voraus war. Er verfasste sie mit 22 Jahren und ließ sie dann in London drucken. Sein Satz "Die Bauern sind die Seele des Schachspiels ..." wurde zur Legende. Von Beruf war er eigentlich Musiker und Opernkomponist. Die Inhalte sind auch heute noch von großer Bedeutung, es war eben ein bahnbrechendes Werk. Zustand: Vorsätze erneuert. Innen etwas gebräunt und fleckig. Einband bestoßen und etwas angestaubt. Rücken mit Defekten.            120,00

 

532 (Ponziani, Domenico Lorenzo.) Il Giuoco incomparabile degli Scacchi, sviluppato con nuovo metodo, per condurre chiunque colla maggiore facilità dai primi elementi sino alle finezze più magistrali. Opera d'Autore Modenese, divisa in tre parti. Seconda Edizione purgata, ed arricchita di nuovi moltissimi lumi, e scoperte. Modena, Bartolomeo Soliani, (1782). 8°. Mit 3 Abbildungen und einigen Holzschnittvignetten im Text. VIII, 242 Seiten, 1 Bl. Errata. Brauner Halblederband mit Rückenschild. (81)

* Linde - N. 527; van der Linde I, 375; Schmid, S. 276 f. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Domenico Ponziani (1719 - 1796) war Professor für Zivilrecht, einer der führenden italienischen Autoren des 18. Jahrhunderts und der bekannteste Vertreter der Schachschule von Modena. Mit dem Werk "Il Giuoco incomparabile degli Scacchi" lieferte er einen wichtigen Beitrag zur Schachtheorie. Ponziani propagierte das freie Figurenspiel, die Bauern waren Wegbereiter für die Figuren. Nach ihm ist die "Ponziani - Eröffnung" benannt. Die hier vorliegende 2. Auflage wurde von ihm gegenüber der 1. Auflage vermehrt und bedeutend verbessert. In der neuen Vorrede wird auch der Autor genannt. "Das Ganze zerfällt in drei Theile, deren erster allgemeine Regeln und eine schätzenswerte Kritik der bekannten Autoren jener Zeit enthält. Im zweiten Theile, welcher wieder nach den Eröffnungen abgetheilt ist, folgen dann das Giuoco piano mit den verschiedenen Rochaden, das Läuferspiel und die Veränderungen der Springerpartie, die unregelmäßigen Anfänge, das Königsgambit, und im fünften Abschnitt das Damengambit ... Den letzten Theil nehmen die regelmäßigen Spielendungen und 50 künstliche Endspiele ein, welche sich, eben so wie die Anfänge, durch eine überaus grosse Genauigkeit, mit der sie gearbeitet sind, vortheilhaft auszeichnen ... Diese zweite Modenenser Auflage gilt als die beste." (Schmid, S. 276). Zustand: Buchblock gelockert. Innen etwas gebräunt und fleckig, teilweise stärker und teilweise randig. Einband wenig bestoßen. Sehr seltene Ausgabe.            300,00

 

533 (Rio, Ercole del.) Sopra il giuoco degli scacchi. Osservazioni pratiche d'Anonimo Autore Modenese. Modena, Francesco Torri, 1750. 8°. Mit 1 gestochenen Titelvignette und 1 gestochenen Vignette im Text. Titel, 4 Bll., 108 Seiten, 2 Bll. Index, 1 Bl. Errata. Roter Halblederband mit Rückenvergoldung. (81)

* Linde - N. 515; van der Linde – I, 372. Mit eigenhändiger Unterschrift und Nummerierung von Tassilo von Heydebrand und der Lasa auf einem Exlibris mit seinem Familienwappen auf Innendeckel: "No ... 1884 Lasa" und Stempel mit Wappen von Heydebrand und der Lasa auf Titel. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Der italienische Schachspieler Ercole del Rio (um 1718 - 1802) war Stadtrat in Modena und Begründer der sogenannten italienischen Schule, die die Bedeutung einer schnellen Entwicklung der Figuren in der Eröffnung hervorhebt. Sein 1750 erstmals erschienenes Werk "Sopra il giuoco degli scacchi ..." (deutsch: Praktische Beobachtungen über das Schachspiel) wurde unter dem Pseudonym Anonimo Modenese veröffentlicht und diente später zur Grundlage von Lollis ausführlichem Werk. Die Textvignette zeigt eine Schachspielszene. Zustand: Vorsätze erneuert. Innen etwas gebräunt und vereinzelt fleckig, teilweise stärker. Wenige Seiten mit reparierten Defekten. Buchblock oben etwas knapp beschnitten. Einband wenig bestoßen. Seltene und gesuchte Ausgabe.            300,00

 

534 (Rio, Ercole del.) Sopra il giuoco degli scacchi. Osservazioni pratiche d'Anonimo Autore Modenese. Modena, Torri, 1750. 8°. Mit 1 gestochenen Titelvignette und 1 gestochenen Textvignette (Schachspielszene). 5 Bll. (inkl. Titel), 108 Seiten, 2 Bll. Index, 1 Bl. Errata. Brauner Halblederband. (Als aufgeschnittene Broschur gebunden) (81)

* Linde - N. 515; van der Linde I, 372; Chicco - Sanvito, Lineamenti ..., 284; Schmidt S. 293. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Exlibris von M. Niemeijer auf Innendeckel. Erste Ausgabe. Der italienische Schachspieler Ercole del Rio (um 1718 - 1802) war Stadtrat in Modena und Begründer der sogenannten italienischen Schule, die die Bedeutung einer schnellen Entwicklung der Figuren in der Eröffnung hervorhebt. Sein Werk "Sopra il giuoco degli scacchi ..." (deutsch: Praktische Beobachtungen über das Schachspiel) wurde unter dem Pseudonym Anonimo Modenese veröffentlicht und diente später zur Grundlage von Lollis ausführlichem Werk. „Das Buch enthält, ausser einer Reihe nützlicher und belehrender Endspiele, viele vortreffliche Anfangsspiele …“ (Schmidt) Zustand: Name auf Vorsatz und Titel. Innen etwas gebräunt, vereinzelt fleckig und teilweise randig. Einband wenig bestoßen. Rücken beschabt und oben etwas defekt. Gesuchte Ausgabe.            180,00

 

535 Le Royal Jeu de l'Ombre et du Piquet, augmentez du Jeu des Eschets, et d'un nouveau Jeu de L'Ombre, comme on le joue presentement à la Cour & à Paris, & autres nouvellement inventez. 2 Teile in einem Band. Den Haag, Jacob van Ellinckhuysen, 1712. 12°. 96, 73 Seiten, 3 Bll. Brauner Lederband mit etwas defektem Rückenschildchen. (81)

* Linde - N. 3470; vergl. van der Linde II, 51 (Ausgabe von 1703). Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Kupferstich mit dem eigenhändigen Namenszug des englischen Schachbuchsammlers des 19. Jahrhunderts J. W. Rimington Wilson auf Innendeckel montiert. Die Ausführungen zum Schach sind auf den Seiten 58 bis 67. Der zweite Teil mit dem Titel "Nouveau jeu de l'Hombre ... à Paris, Où l'on voit comment se joue espadille force, l'hombre à deux, à trois & à cinq." Das Werk erschien erstmals im Jahr 1690 und beschreibt verschiedene Spiele wie l'Hombre, Piquet, Reversy und Billard. Zustand: Vorsatz fehlt. Buchblock gelockert. Innen etwas gebräunt und wenig fleckig. Einband etwas bestoßen und beschabt.            120,00

 

536 Salvio, Alessandro. Il puttino altramente detto, il cavaliero errante del Salvio, sopra il gioco de' scacchi, con la sua apologia contra il Carrera, diviso in tre libri. / Trattato dell'inventione et arte liberale del gioco di scacchi del Dottor Alessandro Salvio Napolitano Libro Quarto. Seconda Impressione. Napoli, nella stampa di Gio: Domenico Montanaro, 1634. 8°. Mit wenigen Holzschnittvignetten und -initialen im Text. 4 Bll., 71 Seiten (letzte Seite (72) leer, ohne "Errori"), 8 Bll., 64 Seiten. Pergamentband. (81)

* Linde - N. 383 f.; van der Linde I, 369; Chicco / Sanvito, Lineamenti Nr. 755; Kieler Schachkatalog 1137; Schmid S. 302. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Die schöne Titelvignette zeigt das Wappen des Pietro Giordano Ursino, dem das Buch auch zugeeignet ist. Blatt 4 recto enthält ein "Sonnetto del Signor Giuseppe Imperato ...". Der starke italienische Schachspieler Alessandro Salvio (um 1570 - um 1640) beschreibt in seinem Schachbuch die Veränderungen des Königsgambits und des Giuochi piani. "Salvio's geschätztes Werk besteht aus zwei Theilen, deren einer jedoch meist geschichtliche Notizen enthält." (Schmid) Seite 1 - 16 bildet ein discorso sopra la nobilità, Seite 17 - 48 enthalten den Schachroman Il Puttino, dessen Held Gio. Leonardo da Cutri ist. Ab Seite 36 - 42 ist ein Gedicht über das Schachspiel enthalten. Der neue Ausgabe des Trattato von 1604 bildet hier das vierte Buch des Puttino. Die beiden Teile benennen viele berühmte Schachspieler und Schachschriftsteller. Zustand: Vorsätze und Innenspiegel mit Wurmspuren, vielen Notizen von alter Hand und hinterlegtem Einriss. Buchblock gelockert. Stempel auf Titel. Innen etwas gebräunt, teilweise stärker, etwas fleckig und mit einigen Notizen von alter Hand. Wenige Seiten mit Defekten oder Wurmspuren. Einband angestaubt, etwas fleckig und mit Defekten. Sehr seltene Ausgabe.            800,00

 

537 Salvio, Alessandro. Il puttino altramente detto, il cavaliero errante del Salvio, sopra il gioco de' scacchi, con la sua apologia contra il Carrera, diviso in tre libri. / Trattato dell'inventione et arte liberale del gioco di scacchi del Dottor Alessandro Salvio Napolitano Libro Quarto. Seconda Impressione. Napoli, nella stampa di Gio: Domenico Montanaro, 1634. 8°. Mit wenigen Holzschnittvignetten und -initialen im Text. 4 Bll. (inkl. Titel), 71 Seiten, letzte Seite (72) mit "Errori", 8 Bll., 64 Seiten. Pergamentband. (81)

* Linde - N. 383 f.; van der Linde I, 369; Chicco / Sanvito, Lineamenti Nr. 755; Kieler Schachkatalog 1137; Schmid S. 302. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Der starke italienische Schachspieler Alessandro Salvio (um 1570 - um 1640) beschreibt in seinem Schachbuch die Veränderungen des Königsgambits und des Giuochi piani. "Salvio's geschätztes Werk besteht aus zwei Theilen, deren einer jedoch meist geschichtliche Notizen enthält." (Schmid) Seite 1 - 16 bildet ein discorso sopra la nobilità, Seite 17 - 48 enthalten den Schachroman Il Puttino, dessen Held Gio. Leonardo da Cutri ist. Ab Seite 36 - 42 ist ein Gedicht über das Schachspiel enthalten. Der neue Ausgabe des Trattato von 1604 bildet hier das vierte Buch des Puttino. Die beiden Teile benennen viele berühmte Schachspieler und Schachschriftsteller. Zustand: Etikett auf Innendeckel. Buchblock mit Papierstreifen gefestigt. Privater Stempel auf Titel. Innen etwas gebräunt und fleckig, teilweise stärker und teilweise randig. Einband angestaubt, fleckig und etwas bestoßen. Sehr seltene Ausgabe.            800,00

 

538 Salvio, Alessandro. Il giuoco degli scacchi ... diviso in IV. libri, ed in questa ristampa accresciuto di alcuni giuochi dello stesso autore ... aggiunta in fine di un modo facile, per intendere il giuoco degli scacchi ... Neapel, Mosca, 1723, a spese di Bernardino Gessari. 8°. 4 Bll., 160 S. Neuer Halblederband mit Rückenschildchen und leichter Rückenvergoldung. (81)

* Van der Linde I, 370; Linde - N. 385; Kieler Schachkatalog 1136. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Gegenüber der Ausgabe von 1634 vermehrt. Der starke italienische Schachspieler Alessandro Salvio (um 1570 - um 1640) beschreibt in seinem Schachbuch die Veränderungen des Königsgambits und des Giuochi piani. Seite 1 - 16 bildet ein discorso sopra la nobilità, Seite 17 - 48 enthalten den Schachroman Il Puttino, dessen Held Gio. Leonardo da Cutri ist. Seite 36 - 42 ist ein Gedicht über das Schachspiel enthalten. Im dritten Buch "Apologia contra il Carrera" antwortet Salvio auf Carreras Bemerkungen gegen seine Verse. Die neue Ausgabe vom Trattato aus dem Jahr 1604 bildet hier das vierte Buch des Puttino. Die beiden Teile benennen viele berühmte Schachspieler u. Schachschriftsteller. Die vorliegende Ausgabe ist vermehrt mit einem "Modo facile per intendere il Vago e Dilettevole Giuoco degli scacchi". Zustand: Vorsätze erneuert. Name auf Titel. Ein Vorsatzblatt mit handschriftlichen Notizen. Innen papierbedingt gebräunt u. fleckig, teilweise stärker. Wenige Seiten mit, teils reparierten Randdefekten. Einband verblichen. Sehr seltene Ausgabe.            600,00

 

539 Das Schach- oder Königs – Spiel, also eingerichtet, daß es, theils Eine Person für sich alleine, theils ein paar Personen zugleich, ohne einen Lehrmeister, erlernen können. Ohne Ort und Jahr, um 1800. 8°. 24 unn. Bll. (inkl. Titel). Marmorierter Pappband. (81)

* Van der Linde I, 354; Schmid S. 309; Oettinger 211. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Das zweite Blatt enthält eine inhaltsreiche Zuschreibung: „Denen, welche den Verstand, weit mehr, als das Glücke, lieben, wird dis Edle Königs – Spiel, mit Vergnügen, zugeschrieben.“ Kurze Darstellung des Schachspiels, seiner Regeln, Zugmöglichkeiten und Erläuterungen zu den verschiedenen Phasen des Schachspiels, teils mit Begriffen und Analogien aus dem Militärwesen. Zustand: Vorsätze erneuert und mit Etikett. Titel mit Defekten und mit weißem Papier dubliert. Innen stärker gebräunt, etwas fleckig, teilweise randig und ringsum etwas knapp beschnitten. Wenige Blätter mit Defekten. Einband stärker angestaubt, bestoßen und am Rücken defekt. Seltene Ausgabe.            90,00

 

540 (Schildo, Eustach.) Spilteufel. Ein gemein Auffschreiben von der Spiler Brüderschafft und Orden / sampt iren Stifftern / guten wercken und Ablas / Mit einer kurtzen angehengter erklerung / nützlich und lustig zu lesen. Frankfurt (Oder), Johann Eichorn, 1557. 8°. 36 unn. Bll. (inkl. Titel). Neuer Halbpergamentband. (81)

* Holzmann – B. 3293; vergl. dazu VD16 S2852. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Moralisierenden Schrift wider das Karten- und Glücksspiel, die die Verführungen und Verfehlungen dieser Leidenschaft aufzeigt. Schildo schreibt dieses Werk in der Form eines satirischen Sendbriefes, den Spieler im Namen ihres Teufels veröffentlichen. „Wir Spitzbuben / Dopler und alle Spielbrüder, sampt vnsern treuwen Gehülffen, den Kartenmahlern, Würffelschnitzern vnd den Kunstreichen Meistern des Schachs … vnd andrer Instrument, darauf man spielet." Diese Mitglieder schildern darin stolz ihr komisches Ordensbewusstsein, indem Tätigkeiten, wie Spielen, Fluchen, Verschwenden, Lügen, Betrügen, Raufen u. Schlagen, rühmend hervorgehoben werden. Danach kommt eine Auseinandersetzung über die Sündhaftigkeit und die schädlichen Folgen des Spiels. Der Spielteufel u. die anderere Teufel sorgen dafür, dass der Spieler alle zehn heiligen Gebote durch sein Laster übertritt. Schildo beschreibt die Aufregungen des Spiels, erzählt von gewerbsmässigen Betrügern und zählt jedes Spiel zu den Sünden, nur das Schach u. einige Brettspiele finden seine Gnade. Der Moralist Eustachius Schildo war lutherischer Kantor zu Kirchhain u. später zu Luckau. Zustand: Innen etwas gebräunt u. vereinzelt fleckig. Einband etwas berieben. Seltene Ausgabe.            300,00

 

541 Selenus, Gustavus. (Kryptonym für Herzog August d. J. von Braunschweig und Lüneburg) Das Schach = oder König = Spiel. Von Gustavo Seleno, In vier unterschiedene Bücher / mit besonderm fleiß / gründ = und ordentlich abgefasset. Auch mit dienlichen Kupfer = Stichen / gezieret: Desgleichen vorhin nicht aufgangen. Diesem ist zu ende / angefüget / ein sehr altes Spiel / genandt / Rythmo - Machia. Leipzig 1617. Druckvermerk am Ende unter großer verzierter Druckermarke: Leipzig / Gedruckt durch Lorentz Kober. Bey Henning Groß den Jüngern / zu finden. Im Jahr 1616. 4°. Kollation: Prachtvoll verzierter Kupfertitel, 5 gestochene figürliche Zwischentitel mit Zierbordüren (davon 4 gleiche), 1 Tabelle, viele Textkupfer, Vignetten und Zierstücke sowie 30 blattgroße Kupfertafel und einer gestochenen Druckermarke am Ende. (Die doppelblattgroße Kupfertafel mit dem Herzog beim Schachspiel fehlt.) 12 Blätter (inkl. Titel), 495 Seiten. Pergamentband mit handschriftlichem Rückentitel. (81)

* Vergl. dazu van der Linde I, 348 ff; Brunet V, 270; Ebert 20818; Graesse VI, 344; VD17 39:125792Z. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Titelausgabe [= Zweite Auflage] der ersten Ausgabe (Van der Linde S. 351 mit den Merkmalen) und die erste wissenschaftliche Publikation des Herzogs. Das umfangreiche Werk war nach gründlichen Literaturrecherchen entstanden und ist die erste umfangreiche Darstellung zum Thema in deutscher Sprache. Besonders die Ausgabe von Ruy Lopez de Sigura, Libro de la invención liberal y arte del juego del Axedrez ..., Alcala 1561, war Grundlage der Darstellung. Der Herzog hatte das Schachbuch auch auf eigene Kosten drucken lassen. Er kümmerte sich um den Vertrieb und verschenkte einen Teil der Auflage an Fürsten und Herzöge. Ausführliche Hinweise finden sich im Katalog der Herzog August Ausstellung der Bibliothek in Wolfenbüttel 1979, Seite 173 ff. Unser Exemplar stammt aus der ersten Titelauflage, die auf Seite 496 um ein Druckfehlerverzeichnis vermehrt ist. Der Kupferstich zum Titelblatt war nach genauen Angaben des Herzogs von Kilian 1616 entworfen worden und beinhaltet Legenden um Palamedes, der im Trojanischen Krieg das Schach- und auch das Würfelspiel erfunden haben soll. Auf dem Titelblatt ist statt Palamedes der Herzog beim Schachspiel abgebildet, in einem unteren Bild vertritt er Columbus mit dem Ei. (Ausführliche Darstellungen finden sich im Beitrag von Marion Faber im oben zitierten Katalog und im Katalog "Spielerische Seiten") Zustand: Buchblock gelockert. Innen stärker gebräunt und etwas fleckig. Die Seiten 247 / 248 und 253 / 254 sind verheftet. Wenige Blätter mit kleinen Defekten. Zwei Kupfertafeln sind oben knapp beschnitten (mit geringem Bildverlust). Einband angestaubt und etwas fleckig, Rücken stärker und etwas bestoßen. Schließbändchen fehlen. Interessantes Sammlerstück.            900,00

 

542 Severino, (Severinus) M. (Marcus) Aurelius. La filosofia overo il perche degli scacchi per cui chiaramente si mostra prima l'artificio della fabrica universale, poscia la ragion particolare della ordinanza, & degli andamenti tutti degli scacchi: trattato non tanto per lo gradevolo scherzo, quanto per la riposta contezza delle cose pregiato ... dedicato ... Benedetto Caracciolo ... Neapel, a spese d'Antonio Bulifon, 1690. 4°. Mit 1 Kupferstichporträt des Verfassers, 1 Titelvignette und 1 Textkupfer. 3 Blätter (inkl. Titel), 120 Seiten. Angebunden: Derselbe. Dell'Antica pettia overo che Palamede non è stato l'inventor degli Scacchi. Trattato ... Nel quale si dà piena contezza non solo de' Scacchi, ma di più Giuochi degli Antichi, non men dilettevoli, che necesssarii all'intelligenza di moltiluoghi di Greci & Latini Scrittori  ... Neapel, a spese di Antonio Bulifon, 1690. Mit 1 Titelvignette (1 Kupferstichporträt des Verfassers fehlt). 5 Bll. (inkl. Titel), 82 (recte 64) S. Brauner Lederband mit Rückenschildchen und reicher Rückenvergoldung. (81)

* Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Ad I: Linde - N. 4147; van der Linde I, Beil. 33; vergl. Schmid 314; Massmann S. 171,12; Chicco - Sanvito 805. "Der Autor versucht zu zeigen, dass das Schachspiel moralische, politische, oekonomische und besonders militärische Vorschriften enthält, erwähnt aber den Cessoles gar nicht." (van der Linde) Das hier angebotene Werk enthält auch die "Rythmomachie". Außerdem war er Verfasser vieler medizinischer Werke. Ad II: Linde - N. 171; van der Linde I, 41 f.; Chicco - Sanvito 806; Schmid S. 315. Marcus Aurelius Severino (Geboren 1580 in Tarsia - 1656 in Neapel an der Pest gestorben) war Philosoph, Arzt und Chirurg in Neapel. Zustand: Beide Teile innen papierbedingt etwas gebräunt und fleckig, teilweise stärker, teilweise randig und mit wenigen Notizen von alter Hand. Bis Seite 14 im ersten Teil in der oberen Ecke mit Wurmspur und Defekten im weißen Rand. 2 Blätter mit längerem Einriss. Paginierung im zweiten Teil springt. Der Einband ist wenig bestoßen. Seltene und dekorativ gebundene Ausgabe.            380,00

 

543 Seymour, Richard. The Compleat Gamester: In three parts: Containing, I. The Court Gamester: Or, Full and easy instructions for playing … Whist, Ombre … and the Royal Game of Chess. II. The City Gamester: Or, True manner of playing the most usual games at cards … and … Billiards … III. The Gentleman’s Diversion: Or, the arts of riding, racing, archery, cocking, and bowling. … now carefully revised, very much enlarged and improved … by Charles Johnson. 8th edition. London, Hodges, 1754. 8°. Mit 1 Frontispiz. XII, 324 Seiten. Brauner Lederband. (81)

* Van der Linde II, 61; vergl. Linde - N. 3466 (Ausgabe von 1739). Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Das Schachspiel wird in der vorliegenden Ausgabe auf den Seiten 122 – 136 dargestellt. Das Frontispiz zeigt eine Gesellschaft beim Kartenspiel. Zustand: Name auf Vorsatz. Buchblock mit braunem Papierstreifen gefestigt. Vorsätze und Frontispiz mit Leimschatten an den Rändern. Innen gebräunt und wenig fleckig. Einband bestoßen und stärker beschabt. Rücken defekt.            150,00

 

544 Silberschmidt, Hirsch (Hermann). Die neu entdeckten Geheimnisse im Gebiete des Schachspiels, oder Verbesserungen mehrerer Spiele des Selenus, Philidor's, Stamma's, Calabroisen u. s. m.; nebst einer leichten theoretisch - praktischen Anweisung zum Schach und neu verbesserten Kriegesspiel. Braunschweig, Meyer, 1826. 8°. Mit 1 gefalteten Kupfertafel mit 5 Diagrammen. 2 Bll. (inkl. Titel), 192 Seiten, 1 Bl. Druckfehler. Pappband mit reicher Goldverzierung, Steh- und Innenkantenvergoldung und Rückenschildchen. Dreikantgoldschnitt. (81)

* Linde - N. 650; van der Linde II, 3; Kieler Schachkat. 3229. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. "Silberschmidts Schriften gehören ... zu den vorzüglichsten in der deutschen Schachliteratur." (Schmit) Erste Ausgabe. Der Verfasser (1801 - 1866) war bekannter deutscher Theoretiker seiner Zeit. Bekannt auch das Silberschmidt - Gambit. In der vorliegenden Ausgabe folgt auf den allgemeinen Teil ab S. 163 "Das neu verbesserte Kriegesspiel" und im Anhang ab S. 177 "Die Reise nach Ströbeck". Zustand: Etikett auf Innendeckel. Stempel auf Titel. Innen etwas gebräunt. Einband berieben und etwas bestoßen. Rücken mit Defekten. Seltene und dekorativ gebundene Ausgabe.            150,00

 

545 Silberschmidt, Hirsch (Hermann). Das Gambit, oder Angriff und Vertheidigung gegen Gambitzüge. Nebst einer systematischen Anleitung zum gewöhnlichen Schach-, dem kleinen Krieges- und sinesischen Schach - Spiele. Mit einem Anhange über die Geschichte des Schachs. Braunschweig, Waisenhaus, 1829. 8°. Mit 2 gefalteten Kupfertafeln mit 6 Diagrammen. VI, 1 Bl., 222 Seiten, 1 Bl. Verbesserung. Roter Pappband mit goldgeprägtem Titeldruck auf Rücken, reicher Goldverzierung, Steh- und Innenkantenvergoldung. Dreikantgoldschnitt. (81)

* Linde - N. 657; van der Linde II, 3 f.; Schmidt 316. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. "Silberschmidts Schriften gehören ... zu den vorzüglichsten in der deutschen Schachliteratur." (Schmidt) Der Verfasser (1801 - 1866) war bekannter deutscher Theoretiker seiner Zeit. Die umfangreichen Überlegungen des Verfassers über das Gambit waren gegen die Ausführungen von A. Reinganum gerichtet. Die Ausgabe enthält auf den Seiten 197 - 219 einen guten Teil zur Geschichte des Schachs. Zustand: Etikett auf Innendeckel. Stempel auf Titel. Innen etwas gebräunt und vereinzelt fleckig. Tafel 1 mit Fehlstelle und hinterlegtem Riss. Einband etwas berieben und wenig bestoßen. Seltene und dekorativ gebundene Ausgabe.            240,00

 

546 Stamma, Philippe. Essai sur le jeu des échecs. Où l'on donne quelques Règles pour le bien jouer, & remporter l'avantage par les Coups fins & subtils, que l'on peut appeller les Secrets de ce jeu. Par ... Natif d'Alep en Syrie. A La Haye, chez Antoine van Dole, M.DCC.XLI (Den Haag, Antoine van Dole, 1741). 12°. Mit 1 Titel in Rot und Schwarz und 2 Diagrammtafeln (17,18). 160 Seiten. Brauner Halblederband mit Rückenschildchen und reicher Rückenvergoldung. (Als aufgeschnittene Broschur gebunden) (81)

* Van der Linde I, 379; Linde - N. 422; Kieler Schachkat. 1176. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Philipp Stamma war bekannter syrischer Schachmeister des 18. Jahrhunderts. Bereits 1737 gab er seine Sammlung von Endspielstudien heraus. Sein größtes Verdienst ist die Erfindung einer Kurznotation, die auch heute noch in leicht verbesserter Form angewendet wird. "For the first time it was possible to place the move and its reply on a single line, and to introduce order and ease of reference for the unattractive record of older works" (Murray, S. 848). Die vorliegende 2. Ausgabe ist kein Abdruck der ersten Ausgabe, wie manchmal in der Literatur behauptet, sondern bearbeitet und erweitert. Irrtümer und Fehler der 1. Auflage sind geändert. (Vergl. umfassend v. d. Linde) Mitenthalten ist auch die "Description poétique du jeu ..." auf Seite 17 - 29. Zustand: Innen papierbedingt etwas gebräunt und vereinzelt fleckig. Wenige Seiten mit Randdefekten. Einband an Ecken und Kanten bestoßen. Seltene Ausgabe in schönen Einband.            300,00

 

547 Stamma, Philippe. Nouvelle manière de jouer aux échecs selon la méthode du Sr. Philippe Stamma natif d'Alep. Utrecht, Schoonhoven, 1777. Kl. - 8°. Mit gestochenem Titel und 2 Textkupfern als Zierstücke. XXXI, 163 Seiten, 1 Bl. weiß. Pergamentband mit rotem Rückenschildchen. (75)

* Van der Linde I, 380; Linde - N. 425; Kieler Schachkat. 3243. Philipp Stamma war bekannter syrischer Schachmeister des 18. Jahrhunderts. Bereits 1737 gab er eine Sammlung von Endspielstudien heraus. Sein größtes Verdienst ist die Erfindung einer Kurznotation, die auch heute noch in leicht verbesserter Form angewendet wird. Die vorliegende Ausgabe enthält eine Texteinführung über das Schachspiel und seine Regeln, danach Beschreibung von Partien in verschiedenen Fassungen. Zustand: Innen etwas gebräunt und vereinzelt fleckig. Einband angestaubt und etwas bestoßen. Gesuchte Ausgabe.            240,00

 

548 Stamma, Philipp. Proeven van het Schaak - spel: Waar in eenige Reegels aan de Hand gegeeven worden om het Wel te Speelen, en Voordeel te doen door Fyne en Subtiele zetten ... Uit het Fransch in't Nederduitsch vertaald. Amsterdam, van Egmont, (1810). 12°. Mit 1 gefalteten Tafel. 140 Seiten. Neuer brauner Kunstlederband mit Rückentitel. (Als aufgeschnittene Broschur gebunden) (81)

* Linde - N. 439; van der Linde I, 381 f. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Exlibris des dänischen Internationalen Meisters Jens Enevoldsen auf Innendeckel. Stamma war bekannter syrischer Schachmeister des 18. Jahrhunderts. Bereits 1737 gab er seine Sammlung von Endspielstudien heraus, die danach in vielen weiteren Auflagen und Übersetzungen verbreitet wurden. Sein größtes Verdienst ist die Erfindung einer Kurznotation, die auch heute noch in leicht verbesserter Form angewendet wird. Zustand: Vorsätze erneuert. Innen stark gebräunt, wenig fleckig und teilweise randig. Wenige Seiten in etwas schwächerem Abdruck oder mit Defekten.            90,00

 

549 Stamma, Philippe. Essai sur le jeu des échecs; Où l'on donne quelques Règles pour le bien jouer, & remporter l'avantage par des coups fins & subtils, que l'on peut appeller les Secrets de ce Jeu. Par ... Natif d'Alep en Syrie. Paris, P. Emery, 1737. 12°. Mit 1 in die Seitenzählung einbezogenen, gefalteten Diagrammtafel. 146 Seiten, 2 Bll. "Fautes à corriger". Brauner Lederband mit Rückenschildchen und reicher Goldverzierung auf den Deckeln und Rücken. Dreikantgoldschnitt. (81)

* Linde - N. 421; van der Linde I, 379. Erste Ausgabe. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Exlibris des dänischen Internationalen Meisters Jens Enevoldsen auf Vorsatz. Philipp Stamma (um 1705 - um 1755) war ein bekannter syrischer Schachmeister des 18. Jahrhunderts. 1737 erschien die Erstausgabe in Paris mit seiner Sammlung von 100 Endspielstudien, die danach in vielen weiteren Auflagen und Übersetzungen verbreitet wurden. Sein größtes Verdienst ist die Erfindung einer Kurznotation, die auch heute noch in leicht verbesserter Form angewendet wird. "For the first time it was possible to place the move and its reply on a single line, and to introduce order and ease of reference for the unattractive record of older works" (Murray, S. 848). Vergl. zu Stamma und den verschiedenen Ausgaben umfassend van der Linde I, 377 ff. "S. 141 steht eine curiose Approbation" von Molières. Auf Seite 146 ist ein handschriftlicher zweizeiliger arabischer Kurztext, der nach van der Linde II, 379 von Stamma stammen soll: "Ganz am Schluß hat Stamma, wenigstens in alle Exemplare, die ich gesehen habe, zwei Zeilen arabisch eingeschrieben: "Dies Buch wurde in Paris unter dem Namen des Philipp Stamma gedruckt." Zustand: Innen etwas gebräunt, vereinzelt fleckig und am oberen Rand etwas knapp beschnitten. Letzter Vorsatz mit handschriftlciher Notiz. Der dekorative Einband ist etwas berieben und bestoßen. Seltenes Sammlerstück in einem schönen Einband.            600,00

 

550 Stein, (Elias). Manuel de l'amateur du jeu des échecs, ou nouvel essai sur ce jeu ... édition à laquelle on a joint en forme de supplément ... (1 - 8) Le tout revu et publié avec 34 planches par Milbons (= S. Blocquel). Paris, Delarue & Lille, Castiaux, ohne Jahr, ca. 1860. 8°. Mit 34 schwarz - weißen Diagrammen. 175 Seiten. Neure marmorierter Pappband. (81)

* Vergl. Linde - N. 558; nicht im Kieler Schachkat. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Spätere Auflage der Ausgabe von 1841; mit den gleichen Diagrammen, aber ohne die Schematafel. Elias Stein (1748 - 1812) wirkte als Schachlehrer in Den Haag. In der Literatur wird oft darauf hingewiesen, dass es seinerzeit keinen Schachspieler gegeben habe, der nicht durch seine Schule ging. Zustand:  Das originale vordere Vorsatzblatt fehlt. Innen leicht gebräunt und vereinzelt fleckig, Vortitel und letzter Vorsatz stärker.            40,00

 

551 Stein, E(lias). Nouvel essai sur le jeu des échecs. Avec des réflexions militaires relatives à ce jeu. Den Haag, Selbstverlag, 1789. 8°. Mit einigen typographischen Diagrammen. VIII, X, 254 Seiten. Brauner Halbleinenband mit leichter Rückenvergoldung. (81)

* Van der Linde I, 415; Linde - N. 547; Schmid 325. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Insbesondere bei van der Linde finden sich umfangreiche biographische und wertende Hinweise. Elias Stein (1748 - 1812) war ein starker holländischer Meister, Schachlehrer und Autor. "Nach einer der Analysen in diesem Buch wurde die Holländische Verteidigung benannt." (Lindörfer) Stein sorgte in Holland für die Aufnahme des Schachspiels. Dort war er als Lehrer der Prinzen von Oranien tätig. Das aufschlussreiche Verzeichnis der 200 Subskribenten ist enthalten. Zustand: Buchblock mit Papierstreifen gefestigt. Innen papierbedingt gebräunt u. vereinzelt fleckig. Einband ist stärker bestoßen. Seltene und gesuchte Ausgabe.            150,00

 

552 Sturm, Anton. Der kleine Aesop oder hundert sechsversige Fabeln. Für die Jugend gewählt, eingerichtet und gedichtet. Wien, Müller, o. J. (um 1820). 12°. Mit Frontispiz, gestochenem Titel und 50 Blätter mit 100 Vignetten und gestochenem Text (verschiedene Schrifttypen) alles in Kupferstich. Privater neuer Halblederband mit leichter Rückenvergoldung. (75)

* Vergl. dazu auch: Hauswedell, Kat: 200, Nr. 1250. Die reizvolle Fabelsammlung enthält auch 3 Gedichte zum Thema Schach; außerdem diente sie Wilhelm Hey und Otto Speckter als Vorbild für Ihre Ausgabe "50 Fabeln für Kinder". Zustand: Druck auf getöntem Papier, insgesamt leicht angestaub, der Einband ist leicht berieben und bestoßen. Seltene und gesuchte Ausgabe.            380,00

 

553 (Tremblay, Jean Frain du) Conversations morales sur les jeux et les divertissemens. Paris, Pralard, 1685. 8°. Mit 1 Holzschnitt - Titelvignette. 20 (statt 22) Bll. , 432 Seiten. (Es fehlen: S. 3 / 4, 21 – 24 und 145 / 146.) Brauner Lederband mit Rückenschildchen und verblasster Rückenvergoldung. (81)

* Barbier I, 757; van der Linde II, 417. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Mit eigenhändigem Namenszug des englischen Schachbuchsammlers des 19. Jahrhunderts J. W. Rimington Wilson auf Vorsatz. Zustand: Etikett auf Innendeckel. Buchblock oben knapp beschnitten (teilweise mit Verlust der Kopfzeile. Innen etwas gebräunt und wenig fleckig und mit wenigen Anstreichungen. Wenige Seiten mit Defekten. Einband bestoßen, beschabt und mit Defekten.            50,00

 

554 Trevangadacharya Shastree. Essays on Chess adapted to the European mode of play: Consisting principally of positions or critical situations calculated to improve the learner and exercise the Memory. Translated from the original Sanscrit. Bombay, Cruz, 1814. 8°. Mit 1 Schlussvignette. 4 Bll. Subskribentenliste, XIII, 178 Seiten. Brauner Halblederband mit leichter Rückenvergoldung. (81)

* Linde - N. 2164; van der Linde I, 126 ff.; Schmid S. 334. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. "Trevangadacharya hat zu Anfang dieses Jahrhunderts das hindostanische dem neuen europäischen Schach angepasst." (van der Linde) Die vorliegende Ausgabe ist die erste englische Übersetzung nach dem originalen Sanscrit – Manuskript und das erste in Indien gedruckte Schachbuch. Begonnen wird mit einer Vorrede, in der der Verfasser 10 Differenzpunkte angibt. Aufgezeigt werden die Unterschiede zwischen dem Schach, das in Indien gespielt wird und der Art des Spiels in Europa. Es folgen "Positions or critical situations" mit 96 Endspielsituationen mit steigender Komplexität (und deren Lösungen am Ende des Buches). Auf den Seiten 78 - 107 werden Eröffnungen behandelt: "vier Spiele (Four essays …) mit ihren Varianten, die uns einen richtigen Blick in das Wesen dieser Abart erlauben." Ab Seite 108 folgen die Lösungen. Zustand: Etikett auf Innendeckel. Vorsätze erneuert. Innen gebräunt u. vereinzelt fleckig, teilweise randig. Wenige Seiten kürzer beschnitten. S. 86 – 89 mit größerem, repariertem Ausriss (mit geringem Buchstabenverlust). Einband etwas bestoßen. Rücken beschabt u. verblichen. Seltene Ausgabe.            450,00

 

555 Vida, Marcus Hieronymus. Poematum, quae haud plane disjunxit a Fabula .... Edidit Thomas Tristram. 2 Bände. Oxford, Clarendon, 1722 - 1723. 8°. Mit 1 Kupferstich - Frontispiz, 12 Textkupfern und wenigen gestochenen Initialen. 2 (statt 9) Bll. (inkl. Titel), IX, 145 Seiten; 2 Bll., 116 Seiten (Subskribentenverzeichnis fehlt). Braune Lederbände mit Blindprägungen auf den Deckeln. (81)

* Linde - N. 4577; vergl. van der Linde II, 262; vergl. Kieler Schachkatalog 8138. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. Enthalten sind in Band 1: De Arte Poetica, Bucolica, et Epistolam ad J. M. Gibertum. Band 2: Bombycum, Scacchiam Ludum und Carmina diversi generis. Das Gedicht "Scacchia ludus" handelt vom Schachspiel (hier auf den Seiten 45 - 76) und erfreute sich in Italien zu Beginn des Cinquecento besonderer Beliebtheit. Es schildert mit Mitteln des heroischen Epos die Geschehnisse einer Schachpartie zwischen Apollo und Merkur, erklärt die Figurenaufstellung, Zug- und Schlagweise und Zweck des Spiels. Marco Girolamo Vida (geboren um 1490) war junger Priester und stammte aus Cremona. Seine bedeutendsten Dichtungen dieser Zeit sind neben dem Schachgedicht ein Lehrgedicht über die Seidenraupenzucht und die Ars Poetica. Zum Lohn für seine Dichtkunst und besonders für das Schachgedicht erhielt Vida von Papst Clemens VII. den Episkopat von Alba bei Turin, wo er bis zu seinem Tod im Jahre 1566 wirkte. Das Textkupfer am Beginn des Gedichtes zeigt eine schöne Illustration zu der Schachspielszene der Götter; das Frontispiz zeigt ein Porträt von Vida. Zustand: Jeweils Reste eines Exlibris auf Innendeckel. Buchblöcke gelockert. Jeweils Name auf Titel. Innen gebräunt und wenig fleckig. Einbände etwas bestoßen. Schön gebundene Lederausgabe.            150,00

 

556 (Zuylen van Nyevelt, Philippe Jules van.) La supériorité aux échecs mise à la portée de tout le monde, et particulierement des dames qui aiment cet amusement. Ou méthode nouvelle au moyen de laquelle on pourra en peu de tems et sans beaucoup d'application acquerir une très grande force à ce jeu ... Campen, Chalmot, 1792. 8°. Mit 1 gefalteten Frontispiz und 10 gefalteten Kupfertafeln. 14, 1 Bl., 166 Seiten, 1 Bl. Roter goldverzierter Lederband mit Innenkantenvergoldung und Dreikantgoldschnitt. (81)

* Linde - N. 559; van der Linde I, 417 f. Zweiter Abdruck. Doublette aus der Schachbuchsammlung Lothar Schmid. "Dieses anonym erschienene Werk enthält nur solche praktische Endspiele, in denen Bauern vorkommen, welche gegen feindliche Bauern oder Figuren wirken." (Schmid S. 362) Der niederländische Schachtheoretiker Philippe Jules van Zuylen van Nyevelt (1743 - 1826) war Ratgeber im Staatsdienst, General und veröffentlichte 1792 "La supériorité aux échecs ..." (Das großartige Schachspiel ...). "Das auf dem Titel erwähnte "Volume de Planche" bildet die zweite Partie, denn eine andere existirt nicht." (van der Linde) Zur Unterscheidung des ersten und zweiten Abdrucks siehe ausführlich van der Linde I, 417 f. Die Ausgabe wird wegen der lehrreichen Beispiele über die Führung der Bauern im Endspiel geschätzt. Die Tafeln zeigen: ein schön gedrucktes, großes Schachbrett mit vier Diagrammen in den Ecken (als Frontispiz); die mit I - VIII nummerierten Tabellen zeigen 320 Diagramme und zwei Tafeln mit gedruckten Schachfiguren. Zustand: Vorsätze neu. Eigenhändiger Namenszug des englischen Schachbuchsammlers des 19. Jahrhunderts J. W. Rimington Wilson auf Vorsatz. Innen etwas gebräunt, Tafeln stärker und vereinzelt fleckig. Wenige Tafeln mit kleinen Defekten. Einband angestaubt und bestoßen. Rücken beschabt und defekt, Rückdeckel lose. Seltene und gesuchte Ausgabe.            300,00

 

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